FIFA 14 (Sport) von Electronic Arts
FIFA 14
FIFA 14
Fussball
Entwickler: EA Sports
Publisher: Electronic Arts
Release:
26.09.2013
26.09.2013
kein Termin
kein Termin
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26.09.2013
26.09.2013
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21.11.2013
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21.11.2013
Spielinfo Bilder Videos
Fußball der nächsten Generation? Electronic Arts hat jedenfalls viel versprochen. Dank der neuen Ignite-Engine soll es in FIFA 14 für Xbox One und PlayStation 4 nicht nur eine ansehnlichere Kulisse, coolere Kamera-Perspektiven, lebendigere Animationen und Kollisionen sowie zig neue Finten, sondern auch besseres Kopfballverhalten und eine clevere Intelligenz geben. Und all das butterweich in 1080p. Ob sich das nicht nur gut anhört, sondern auch so spielt, klärt der Test.

Brasilien calling?

Video
Alte gegen neue Generation: Der Grafikvergleich zwischen FIFA 14 auf Xbox 360 und Xbox One.
Wo sind denn all die Turniere hin? Wo sind denn die Ligen und Pokale? Wer FIFA 14 auf Xbox One startet und offline seine eigene Bundesliga oder einen anderen Wettbewerb starten will, wird sich wundern. Denn die auf den alten Konsolen unter dem Menüpunkt "Weitere" schlummernden Spielmodi sind nicht mehr dabei. Man kann also nicht mal schnell mit Freunden eine eigene Weltmeisterschaft oder ein anderes Turnier aufsetzen.

Auch wenn der Sammelfaktor von Ultimate Team scheinbar alles überstrahlt: Der Wegfall dieser Inhalte ist natürlich ein Dämpfer, zumal Electronic Arts hier im Angesicht von Brasilien noch viel eher einen kostenpflichtigen WM-DLC an den Mann bringen kann - der wird dann mit Sicherheit nächstes Jahr folgen. Aber aufgrund dieser Kürzung beraubt sich FIFA 14 im aktuellen Wettbewerb um eine Aufwertung, die aufgrund der anderen Verbesserungen durchaus in Sichtweite war. Hier wirkt der Wegfall der Ligen und Turniere nochmal schwerer, denn die Intelligenz der Gegner hat ja etwas zugelegt.

Verbesserte Computerintelligenz


Wie schwer es ist, die Bayern zu knacken, erlebt man spätestens auf dem Schwierigkeitsgrad „Weltklasse“. Das ist schon auffällig, denn auf PlayStation 3 war das
Ja, die Gesichter sehen etwas besser aus. Aber trotzdem bleibt abseits von Messi & Co noch viel Luft nach oben - selbst ein Manzukic sieht alles andere als realistisch aus.
Ja, die Gesichter sehen etwas besser aus. Aber trotzdem bleibt abseits von Messi & Co noch viel Luft nach oben - selbst ein Mandzukic sieht alles andere als realistisch aus.
zwar auch nicht leicht, aber nicht so ein Problem. Hier spielt die KI deutlich flüssiger auf. Oder sitzt mir das letzte Wochenende noch im Nacken? Im Gegensatz zu mir hatten die Schwarzgelben zumindest die besseren Torchancen. Wie auch immer: Das Spielgefühl von FIFA 14 hat sich zwar nicht verändert, was Steuerung oder Mechanismen angeht. Aber selbst wenn ich mit dem BVB alles daran setze, komme ich gegen die KI zu selten in die Zweikämpfe und damit an den Ball. Obwohl ich voll auf Pressing spiele und Bender, Sahin sowie Mkhitaryan wie Kettenhunde von der Leine lasse, um Kroos & Co zu stoppen, zirkuliert das Leder weiter durch die Reihen der computergesteuerten Roten.

Aber nicht nur bei den Pässen sind sie besser als ich mit der Semi-Steuerung, vor allem im Strafraum spielen sie die Bälle cleverer aus als noch in FIFA 14 auf den alten Konsolen: Da wird kurz vor dem Schuss nochmal eine Finte angesetzt, um den grätschenden Verteidiger stehen zu lassen und dann in aller Ruhe einzunetzen. So eiskalt düpiert hat mich die KI bisher nicht. Jetzt kann man sagen, dass Ribéry als Europas Fußballer des Jahres so etwas durchaus leisten kann. Und dass es eben einer Topleistung bedarf, um seine Mannschaft zu besiegen.

Größere Herausforderung

Der Vorteil ist also, dass man selbst als Kenner des aktuellen FIFA schon ab dem Schwierigkeitsgrad „Profi“ gefordert wird, weil Electronic Arts die Computerintelligenz wie versprochen verbessert hat. Der Nachteil ist, dass sich das fast schon etwas zu perfekt, beinahe steril anfühlt, wenn sich die KI den Ball nahezu idiotensicher zuspielt. Immerhin leisten sich auch Spieler des FC Bayern manchmal Patzer, Fehlpässe oder Unaufmerksamkeiten – auch ein Neuer soll man ja daneben greifen. Diese menschliche und authentische Seite des Fußballs vermisst man vielleicht ein wenig, denn jetzt weichen Robben & Co sogar Grätschen elegant aus: Viele Kollisionen werden antizipiert, gemieden oder zumindest taumelnd aufgefangen. Von den oben erwähnten „zig neuen Finten“
Egal ob Rasen, Zuschauer oder Drumherum - FIFA 14 macht auf Xbox One und PS4 einen Schritt nach vorne.
Egal ob Rasen, Zuschauer oder Drumherum - FIFA 14 macht auf Xbox One und PS4 einen Schritt nach vorne.
haben wir allerdings nicht viel gesehen: Das Repertoire an Tricks entspricht weitgehend dem bekannten; es gibt lediglich einige kontextsensitive neue Bewegungen.

Dafür gibt es immerhin etwas mehr Natürlichkeit bei den Kopfbällen: Zwar geht es bei Ecken immer  noch viel zu statisch im Strafraum zu, es gibt also kaum authentisches Gerangel oder Geschiebe. Aber jetzt erkennt man zumindest mal mehrere Mann in den Luftkämpfen, wenn der Ball durch den Strafraum segelt. Das ist ein kleiner Fortschritt. Trotzdem ist hier im wahrsten Sinne des Wortes noch Luft nach oben, was die Dramatik bei hohen Bällen angeht. Die Ballphysik fühlt sich ein klein wenig anders an: Abgesehen davon, dass es beim Schuss ein satteres Geräusch gibt, fliegen steile Pässe in die Tiefe jetzt noch höher. Außerdem wirken die Schlenzer spezieller Spieler wie Reus markanter, sprich: Die Bälle haben mehr Schnitt. Das sind zwar nur Feinheiten, aber sie sorgen für etwas mehr Flair auf dem Platz.

Kommentare

  • Es ist schon ein angenehmer Unterschied, dass die Animationen jetzt keine Aggressionen mehr hervor rufen und die Auflösung erhöht wurde. Auch wenn die Gegner-KI fordernder geworden ist, habe ich ab "Weltklasse" nicht mehr das Gefühl, in unzähligen kleinen Situationen verarscht zu werden,  [...] Es ist schon ein angenehmer Unterschied, dass die Animationen jetzt keine Aggressionen mehr hervor rufen und die Auflösung erhöht wurde. Auch wenn die Gegner-KI fordernder geworden ist, habe ich ab "Weltklasse" nicht mehr das Gefühl, in unzähligen kleinen Situationen verarscht zu werden, auch wenn die Gegner-KI gerade in der Defensive sehr steril und phasenweise perfekt agiert. Der Unterschied zwischen "Profi" und "Weltklasse" in der Spielweise (!) ist leider immer noch zu groß (trotz Reglerumstellungen) - Ansonsten ist das aber schon ganz solide. Was ich jetzt aber endgültig satt hatte, waren die Automatisierungen bei meinen Steil- und angeschnittenen Flankenpässen. Widerwillig bin ich jetzt nahezu in allen Bereichen auf "manuell" umgestiegen. Das Spiel fühlt sich jetzt nicht mehr so stark an, als laufe vieles auf Schienen ab (Sehr angenehm), aber intuitiv ist das nicht. Dieses "Der Pass geht da hin, wo Sie hinblicken", wirkt auf mich eher wie ein Präzisionsminispiel und riecht nach Pseudo-Simulation. Ich habe im RL Fussball zwar nie hochklassig gespielt, hatte aber immer ein sehr präzises und cleveres Passspiel. Was Fifa 14 in dieser Hinsicht mit dem grandiosen Xbox One-Controller anstellt, hat nichts mit dem realen Spielgefühl zu tun, sondern sorgt für unnötige Passquoten, weil es zu steif über das "Hingucken" des Spielers anhand eines sehr fein ausschlagenden Pfeiles geregelt wird. Die Schüsse auf "manuell" sind aber eine Wohltat. War ich vorher genervt, weil meine Schüsse immer mittig auf den Torwart oder knapp am Pfosten vorbeigingen, habe ich hier jetzt eine gewisse Kontrolle und Freiheit. Mir wäre es deutlich lieber, wenn die Entwickler auf diese Unterscheidungen zwischen "Semi", "Mit Hilfe" und "Manuell" verzichten würden, und eine intuitive, aber dennoch in der Präzision fordernde Steuerung schaffen würden, die es aber nicht unnötig erschwert (außer über den "Kurzpass"-Wert der Spieler). Es hat für mich nichts mit einer Simulation zu tun, wenn ich etwas im RL deutlich leichter finde, als es dann im Spiel umgesetzt wurde und teilweise auch nicht nachvollziehbar ist. Ich kann jedenfalls nicht immer nachvollziehen, wieso ein hoher Steilpass plötzlich kilometerweit fliegt, obwohl ich die Taste nur angetippt habe (Unterscheidung zwischen Sprinten und normal laufen bei Passstärke ist mir bekannt). Die Laufwege und Bewegungsabläufe, seit Jahren ein Thema der Fifa-Serie, sind weiterhin, gerade auf "Weltklasse", berechenbar und unkontrolliert. Wieso kann ich immer noch nicht indirekt die Bewegungsabläufe meiner Offensivspieler beeinflussen (durch Anweisungen des Ballführenden?)? Wieso sind die taktischen Optionen so begrenzt? Hier ist noch so viel Potenzial, das aufgrund eines Spiels, das vermehrt auf Schienen stattfindet, nicht genutzt wird. Dass sich die eigenen KI-Mitspieler noch über den Haufen rennen, plötztlich gegen die frei liegende Kugel rempeln (und Spielzüge zerstören) oder dass der Spielerwechsel teilweise weiterhin katastrophal ist, wird hoffentlich mit der neuen Engine bei Fifa 15 Geschichte sein. Ich sehe zumindest wieder eine Basis, um mal einige Stunden online zu investieren (solange ich da dann nicht wieder auf komische Tagesformen der Spieler treffe...), hoffe aber weiterhin auf einen starken Konkurrent "PES" und auf endlich größere Schritte seitens der Fifa-Serie.
  • so ein kastrierter scheiß bekommt 85% ? o0 ..und geile spiele werden hier durchgehend abgestraft mit low points.
  • Machen wir genauso. Das meinte ich ja, die Offline Tuniergeschichte ist absolut verschmerzbar. Trotzdem kann ich den Unmut verstehen, aber EA nimmt doch ständig Features raus und wieder rein - warum weiß kein Mensch.

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