Tekken 7 - Test, Action, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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Tekken 7 (Action) von Bandai Namco Entertainment
Die Geschichte des Mishima-Clans
Beat-em up
Release:
02.06.2017
02.06.2017
02.06.2017
Spielinfo Bilder Videos
Bandai Namcos Tekken gehört zweifellos zu den Urgesteinen der Arcade-Prügler und hat sich seit seiner Premiere 1994 allen Strömungen widersetzen können. Mit Tekken 7 soll ein weiteres erfolgreiches Kapitel der Mishima-Saga und des "King of Iron Fist"-Turniers aufgeschlagen werden. Ob sich das Beat-em-up gegen die mittlerweile zahlreich vertretene Konkurrenz durchsetzen kann, verraten wir im Test.

Cineastische Mishima-Doku

Heihachi Mishima ist zurück – wieder einmal. Und wieder einmal hat er nichts Besseres zu tun, als nach einem brutalen Angriff auf die Firma, die einst ihm gehörte, erneut ein Turnier namens „King of the Iron Fist“ auszurufen. Neu ist allerdings die Art und Weise, wie Bandai Namco die Geschichte inszeniert. Denn anstatt wie bislang die Figuren mit einer kleinen individuellen Geschichte zu versehen, orientiert man sich dieses Mal an den kinoreifen Präsentationen, wie sie in erster Linie von westlichen Vertretern à la Mortal Kombat X oder jüngst Injustice 2 geprägt wurden. Allerdings mit dem Unterschied, dass die zwei  hier gewählten Erzählperspektiven samt unterschiedlicher Designstile einen zu krassen Gegensatz darstellen. Auf der einen Seite steht die emotional beinahe neutral erzählte Lebensgeschichte eines Reporters, der seine Familie verloren hat, was fast dokumentarisch und über spärlich animierte Zeichnungen dargestellt wird.

Die Kämpferauswahl ist üppig und bietet eine ausgewogene Mischung unterschiedlicher Kampfstile bzw. Schwerpunkte.
Die Kämpferauswahl ist üppig und bietet eine ausgewogene Mischung unterschiedlicher Kampfstile bzw. Schwerpunkte.
Und auf der anderen stehen die in Spielgrafik erzählten actionreichen Sequenzen, die mit unterschiedlichen Figuren direkt in die Gefechte übergehen. Doch obwohl die Unterschiede auf den ersten Blick sehr gering sind, geht diese Runde deutlich an die Superhelden von Injustice 2. Nicht nur, dass beim gesamten Design ein homogenerer Eindruck hinterlassen wird, sind vor allem Mimik sowie Kostümdesign besser – manchmal nur eine Nuance, meist aber mindestens eine halbe Klasse. Neben dem visuellen Bruch zwischen der Comic-Erzählung und den Filmsequenzen gibt es in typischer Tekken-Tradition auch einige Situationen, in denen es nicht nur auf Kampf ankommt. In Kapitel 4 z.B. kann man auch mit einer Maschinenpistole auf die anstürmenden Gegner anlegen und sie mit gezielten Salven ausschalten. Die Intention ist klar: Das Kampfgeschehen soll im Rahmen der kinoreifen Inszenierung aufgelockert werden. Aber die schwache Umsetzung sorgt dafür, dass sich dieses Element wie ein Fremdkörper anfühlt. Man wäre besser beraten gewesen, sich auf die Kämpfe zu konzentrieren. Denn die sind nicht nur dank der fordernden KI im Story-Modus wieder einmal das Prunkstück in Tekken 7.

Gewohnt hohe Qualität


In der Kampagne ist man u.a. mit Heihachi Mishima unterwegs, um die auch ältere Teile umspannende Geschichte zu erleben.
In der Kampagne ist man u.a. mit Heihachi Mishima unterwegs, um die auch ältere Teile umspannende Geschichte zu erleben.
Denn so uneinheitlich sich die Inszenierung präsentiert, so rund und aus einem Guss zeigt sich die Mechanik: Mit weit über 30 Kämpfern, die sich in einer gelungenen Mischung aus Alt und Neu präsentieren, darunter auch ein Gastauftritt von Capcoms Akuma, hat man nicht nur genug Auswahl. Es gibt eine hohe Bandbreite, angefangen von schnellen Kombo-Recken hin zu mächtigen, aber langsamen Charakteren, die alle eine unterschiedliche Herangehensweise erfordern und diverse Spielstile unterstützen. Und wie gehabt ist die Schwelle, die Anfänger überschreiten müssen, relativ hoch. Im Prinzip gibt es zwar nur wenige Knöpfe, die für die Schlagkombinationen genutzt werden. Doch öffnet man die jeweiligen Movelisten wird man von Kombo-Möglichkeiten erschlagen. Und alle basieren auf Timing sowie zumeist Variationen der Richtungseingabe, so dass Buttonmasher schon mittelfristig keine Chance mehr haben – weder gegen die KI noch gegen menschliche Mitspieler, die man entweder offline oder online herausfordert. Dementsprechend sollte man das in zahlreichen Bereichen konfigurierbare Training nutzen. Auch, um die vorhandenen Eigenheiten der über 20 Arenen ausnutzen zu können. Einige sind offen. Andere sind abgegrenzt, wobei sich die Mauern natürlich einsetzen lassen, um zusätzlichen Schaden anzurichten. Und bei wieder anderen lassen sich Wände oder Böden zerstören, um mit dem Gegner in einen neuen Bereich zu kommen.


Kommentare

Hans Hansemann schrieb am
Tekken 7 ist absolut grandios geworden. Das erste Tekken seit Tekken 3 das mich so richtig in den bann ziehen konnte. Sechs war nicht so meins auf der PS3 irgentwie zu schnell und die frames waren nicht immer gut, spiele 7 auf dem PC und es ist echt gut umgesetzt. Gar keine probleme mit dem online mode soweit und selbst der story mode hat samt boss(en) richtig spass gemacht.
Bereue es kein bischen mit das spiel gekauft zuhaben.
Scorplian190 schrieb am
Story zu bewerten ist halt eh so ne Sache, da sich dort die Geschmäcker ffast noch mehr unterscheiden als bei Gameplay-Aspekten ^^'
Mir gibt z.B. dieser ganze Kram wie The Last of Us garnix, aber das finale von Tekken 7 fand ich einfach mega :D
Und zur Konkurrenz:
joa, die Story von SF5 fand ich super schlecht und Injustice 2 fand ich zwar gut, aber Injustice 1 fand ich irgendwie besser (bei der Story) =/
Und dann wären da noch BlazBlue und Guilty Gear...
Ähm...
Die Stories sind bestimmt ok, aber allein den Aufbau wie man die Story in diesen Spielen spielt finde ich so extrem nervtötend, dass ich mir die Stories dieser Spiele nicht antue (habs versucht!)
Hmm, technische Probleme hab ich eigentlich garnicht o.o
Nur mal online, wenn ich bei einem Gegner weniger als 3 Balken hab.
BcHmF schrieb am
Da hast du auch irgendwo recht, aber die Wertung sollte das gesamte Paket wiederspiegeln. Und "extrem gut"? Fand die eher unterirdisch dämlich aber ist ok - Tekken level - und für ein Beat em Up ok. Auch wenn die Konkurrenz hier viel besser ist, finde ich.
Was ist eigentlich mit den vielen technischen Unzulänglichkeiten? Ich habe beim Laden zum Menü momentan ÜBER 3 MINUTEN!!! Wartezeit. Wo gibts denn sowas?
Ist auf der Xone - aber scheint mir fast nen Bug zu sein oder so, lüppt sonst super das Ding.
Scorplian190 schrieb am
BcHmF hat geschrieben: ?
02.08.2017 21:39
Also mal ehrlich...85%? Hmm... also der Story Mode ist richtig kacke - jeder Kampf fühlt sich unfair an (normaler Schwierigkeitsgrad) und jeder wird wohl bestätigen können dass der Boss einfach nur richtig mies geskriptet ist. Man kann ihm eigentlich nur "sicher" besiegen wenn man in den ersten 2 Phasen des letzten Kampf punch spammed und am ende low kick. Das sieht richtig lame aus und ist einfach nur dämlich. Die Arbeit die da drin steckt und dann so eine Gurke am ende. Sorry aber bisher finde ich die Wertung SEHR schön geredet.
Wenn man ein Beat'emUp auch nach dem Story-Modus bewertet, darf man sich eh nicht wundern :lol:
Mal abseits davon, dass ich die Story extrem gut finde, sollte hier 90% der Bewertung vom Rest des Spiels kommen. Das ist eben das was solch ein Spiel ausmacht.
BcHmF schrieb am
Also mal ehrlich...85%? Hmm... also der Story Mode ist richtig kacke - jeder Kampf fühlt sich unfair an (normaler Schwierigkeitsgrad) und jeder wird wohl bestätigen können dass der Boss einfach nur richtig mies geskriptet ist. Man kann ihm eigentlich nur "sicher" besiegen wenn man in den ersten 2 Phasen des letzten Kampf punch spammed und am ende low kick. Das sieht richtig lame aus und ist einfach nur dämlich. Die Arbeit die da drin steckt und dann so eine Gurke am ende. Sorry aber bisher finde ich die Wertung SEHR schön geredet.
schrieb am

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