Nicht neuer, nur besser
| Äußerlich nehmen sich iPad (unten) und iPad 2 (oben) auf den ersten Blick nichts. Das Display ist gleich geblieben. |
Auch Nummer 2 ist in drei Varianten erhältlich, mit 16, 32 und 64 GB Speicher - jeweils mit oder ohne 3G-Unterstützung, in Schwarz und Weiß. Das neue Gerät ist etwa 15% leichter als das alte, hier stehen sich 600 und 680 Gramm gegenüber. Außerdem ist es durch den Verzicht auf den Metallrahmen sowie verbessertes Displayglas knapp 33% dünner. Am Bildschirm selbst ändert sich allerdings nichts: Nach wie vor erwartet den Käufer ein Multitouch-Display mit 1024x768 Bildpunkten und LED-Hintergrundbeleuchtung. Ansonsten gibt es optisch keine Änderungen.
Das tickende Herz
Werfen wir mal einen Blick hinein in die Wunderkiste - und da erwarten den Technikfreak schon interessantere Dinge: Statt 256 MB DDR-RAM gibt es jetzt doppelt so viel DDR2-Speicher - dadurch laden Spiele spürbar schneller, Multitasking geht flotter, Seiten werden zügiger aufgebaut. Der Akku (der sich nach wie vor nicht ohne heftigen Lötkolbeneinsatz wechseln lässt) ist ein ganzes Stück kleiner als der im Vorgänger, aber arbeitet weitaus effizienter - Apple verspricht, die zehn Stunden Laufzeit des iPads auch am iPad 2.
Der wichtigste Neuzugang unter der Touchhaube ist allerdings der Prozessor: Statt eines Singlecore A4 pocht jetzt ein Dualcore A5 auf der Platine. Beide sind mit einem GHz befeuert, allerdings verspricht Apple gerade im Bereich
| Von der Seite betrachtet sieht die Sache schon anders aus: Das iPad 2 (oben) ist etwas dünner als der Vorgänger. |
Sieh mich an!
Mach wir den Deckel mal wieder zu und steigen in die Tiefen der der Software hinab: Grundsätzlich kann das iPad 2 alles, was das iPad kann - alle Anwendungen laufen problemlos. Aktuell gibt es meines Wissens nach noch keine Apps, die explizit das iPad 2 benötigen, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Denn Nummer Zwei kann etwas, das der Erstling nicht kann: Fotos und Videos machen! Dafür befinden sich wie beim iPhone oder dem letzten iPod touch vorne und hinten eine Kamera auf dem Pad - die vordere läuft lediglich mit 640x480 Bildpunkten, die hintere nutzt immerhin 960x720. Nicht gerade irre viel, aber auf jeden Fall ausreichend für die integrierten Foto-Apps: Da wäre zum einen der Videochat Facetime, dank dem man jetzt auch mit dem iPad 2 bildlabern kann - das geht kreuz und quer mit iPhone, iPod touch und Mac und setzt lediglich eine Mailadresse voraus. Zum anderen wartet die vom Mac bekannte »Photo Booth«, mit der man in Echtzeit verknotete Bilder wie in einem Spiegelkabinett machen kann. Ein großer Spaß, allerdings nur mit gerade mal acht Effekten wie »Kaleidoskop« oder »Wirbeln«.