Civilization Revolution - Test, Strategie, iPhone - 4Players.de

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Runden-Strategie
Entwickler: Firaxis
Publisher: 2K Games
Release:
13.06.2008
kein Termin
05.09.2008
15.08.2009
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos
Sid Meiers jüngster Strategiespross ist auch auf dem iPhone erhältlich. Und das Team von 2K China wollte auch im Kleinen keine großen Abstriche machen: Es handelt sich nicht um ein buntes Zivilisationsminispiel, sondern um eine Umsetzung der rundenbasierten Eroberung, die auch auf Xbox 360, PS3 (Wertung: 80%) und DS (Wertung: 75%) für gute Unterhaltung gesorgt hat. Kann diese Version überzeugen?

Apfel Centauri

Alles, was Rang und Namen im Civ-Universum hat, ist auch auf dem iPhone spielbar - allerdings wurde die Diplomatie stark vereinfacht.
Napoleon, Bismarck, Kleopatra, Cäsar - herrlich, das ist ja wie im großen Original! Okay, man vermisst die deutsche Sprache, aber man blättert sich durch die Riege der historischen Prominenz und darf sich eine von sechzehn Nationen aussuchen, um mit ihr im freien Spiel oder diversen Szenarien die Welt zu erobern. Moment, das stimmt nicht ganz, denn neben dem militärischen ist auch ein kultureller, wirtschaftlicher oder wissenschaftlicher Sieg möglich - man muss den Rest der Welt also nicht unterjochen, man kann auch nach Alpha Centauri düsen und gewinnen.

Das Tolle an dieser iPhone-Strategie: Auf den ersten Blick wurde die komplette Spielmechanik des Vorbilds übernommen. Man sucht sich einen Platz für seine erste Stadt, kann diese eher auf Nahrung, Rohstoffernte oder Forschung ausrichten, danach zig Gebäude errichten und Technologien entwickeln, um die eigene Zivilisation voran zu bringen. Und wer sich einmal in diese Spirale des Aufbaus begibt, kommt nicht so schnell davon los - es folgt die zweite und dritte Stadt, das erste Weltwunder und ehe man sich versieht, ist der Aku leer. Nur Einsteiger müssen sich durchbeißen, denn so richtig anschaulich ist das Ganze angesichts der verwirrenden Menüs nicht und ein nützliches Tutorial fehlt.

Bunt, aber statisch

Ansonsten wurde die komplexe Spielmechanik übernommen. Kenner werden sich in diesem Menüdschungel allerdings eher zurechtfinden als Einsteiger.
Zwar sieht dieses Civilization durchaus gut aus, die Kämpfe werden sogar kurz animiert, aber auch auf dem iPhone kann es, wie schon auf dem DS, nicht an das witzige Schauspiel anknüpfen, das auf PS3 und 360 inszeniert wurde.  Es gibt keinerlei Bewegung auf der Karte, keine edlen Weltwundergrafiken, die Herrscher tauchen nur als statische Figuren ohne Mimik und Gestik auf, sie sprechen nur kurzes Kauderwelsch und so manches Menü wirkt nicht durchgestylt genug: Wenig Text in großen blauen Kästen - da war grafisch und akustisch mehr drin!

Auch die Diplomatie ist dabei, obwohl sie ähnlich wie auf dem DS deutlich kastriert wurde: Wer langfristig planen und Allianzen schmieden will, der wird angesichts der simplen 5-Runden-Verträge enttäuscht. Man kann lediglich andere Herrscher bezahlen, um mit ihnen ein kurzes Bündnis einzugehen. Dieses Civilization spielt sich daher auch wesentlich wechselhafter, unbeständiger und damit kampffreudiger als auf PS3 und 360. Und es ist natürlich weit weg von der Tiefe eines Civilization 4 auf dem PC. Hier geht es um die schnelle Fingereroberung, denn das Spiel wurde auf kurze Unterhaltung zugeschnitten.

Lediglich die Kämpfe werden animiert, ansonsten ist dieses Civ zwar bunt, aber auch statisch. Außerdem vermisst man auf der Karte informatives Feedback.
Trotzdem hat man vieles übernommen: Kommt es zum Kampf, gewinnen die Truppen Erfahrung und können mit Spezialfähigkeiten bestückt werden, um z.B. einen Bonus bei der Stadteroberungen zu bekommen; auch das Zusammenfassen von drei Einheiten zu einer Armee ist dabei. Die Gefechte sind ansehnlich, können aber nicht über einige seltsame Ergebnisse hinweg täuschen: Speerträger sollten keine Panzer zerstören und Bogenschützen keine Flugzeuge vom Himmel holen können.

Die schnelle Fingereroberung

Insgesamt steuert sich das Spiel relativ einfach mit dem Finger: Man tippt eine Einheit an und es öffnen sich um sie herum kreisförmige Optionen wie die Bewegung oder das Verschanzen. Auch das Mikromanagement der Städte wurde über leicht zugängliche Menüs gut gelöst. Allerdings dürften sich Civ-Veteranen sehr viel schneller damit anfreunden als Einsteiger, die etwas überfordert werden - für sie ist es kaum ersichtlich, was wirklich effizient ist. Zumal man die Übersicht auf einen Fingerdruck vermisst: Man kann zwar mit zwei Fingern heraus zoomen, aber eine vereinfachte, direkt erreichbare politische Karte wäre sinnvoller gewesen, denn aus der Ferne sind die Rohstofficons nicht mehr zu erkennen und selbst Nationennamen fehlen.

Der ganz weite Zoom ist leider ebenso unspektakulär wie nichtssagend: Es fehlen konkrete Informationen wie z.B. die Nationennamen oder die Rohstoffplätze.
Zudem gibt es drei Komfortprobleme: Zum einen das fummelige Bewegen von Einheiten, die über eine kleine sichtbare Strecke marschieren können - so muss man sie ständig nachziehen. Zwar gibt es eine manuelle Streckenplanung, aber auch da muss ich erst heraus zoomen oder scrollen, um eine Region zu überbrücken und vertippe mich schon mal - das nervt. Warum gibt es keine einfache Gehe-zur-nächsten-Stadt-Funktion?

Last but not least mangelt es an Informationen auf der Karte: Obwohl das Spiel einige vorbildliche Statistiken anbietet und vor allem anschauliche Zivilisationsvergleiche, wird mir tatsächlich nicht verraten, zu welcher Nation die Stadt oder Einheit gehört, wenn ich mit dem Finger darauf tippe! Natürlich kann man sich als Kenner zusammen reimen, dass Theben wohl zu Ägypten gehört, aber spätestens wenn es ein halbes Dutzend Städte gibt und Truppen vor den eigenen Toren stehen, will ich sofort wissen, wer das ist. Das größte Manko angesichts sporadischer Abstürze ist das Fehlen einer automatischen Speicherfunktion. Immerhin kam es in unserer Fassung nur einmal im finalen Stadium dazu und man wird zwischendurch immer wieder von den Beratern auf das manuelle Speichern hingewiesen; man hat übrigens mehrere Plätze dafür zur Verfügung.
    

Kommentare

Serega schrieb am
Heute kann man es kostenlos runterladen, falls es jemanden interessiert.
Gamesutra schrieb am
Wie kann man nur so ein geniales Spiel derart misshandeln, indem man es auf das iPhone bringt? Es macht noch nicht mal ansatzweise Spaß. Das iPhone verkommt immer mehr zum Schrottplatz für gescheiterte Umsetzungen... echt schrecklich!
Ksueleman schrieb am
Ganz gut ist meiner Meinung nach ist Peggle ganz cool, habs mir für 79 cent mal zugelegt und es hat echt Spaß gemacht, Steuerung läuft gut :D Ist mal was neues.
Außerdem Real Footbal 09 (auch 79 cent) die Steuerung ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber man hat es schnell raus. Für ein Handyspiel macht es echt Spaß und wird nie richtig langweilig, immer mal gut für Zwischendurch.
Aber sonst stimmt das mit der Steuerung leider - da ist dieser Titel in guter Gesellschaft
elCypress schrieb am
Hab's mir auch schon vor einigen Tagen gekauft und war dezent enntaeuscht, für 3,00 zwar absolut ok, aber was bringt's wenn ich nicht die Motivation verspüre es zu spielen. Bestes Spiel aufm iPhone war für mich neben Solitaer auf jeden Fall Puzzle Quest, das spielt sich wirklich auch aufm iPhone ganz großartig.
ku3rd3 schrieb am
Roli-iPhone hat geschrieben:An der Steuerung liegt es meistens. Das muss aber nicht sein, es gibt sehr gute und natürlich wie überall auch sehr schlecht umgesetzte Spiele.

total witzig weil eine perfekt fürs iphone umgesetzte steuerung hat tna wrestling. das game ist super geil und ist bis auf wolfenstein rpg auch das einzige game welches ich wirklich länger als 5 minuten gezockt habe. weil im großen und ganzen ist das meiste bzgl. steuerung müllig. es müsste einfach viel mehr runden stuff geben. gta kann ich mir auch nicht vorstellen wird wohl auf so ein touchpad rauslaufen. und das ist leider nie optimal.
naja lange rede kurzer sinn. sowohl wolfenstein rpg als auch tna wrestling sorgen für 8+ std spielspass bei perfekter steuerung und das für unter 5 euro.
also was will man mehr. da bleibt die ps360 auch mal nen abend aus.
schrieb am

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