Deadly Premonition
USK: 18

Test: Deadly Premonition

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  Fazit 

Autor:
Benjamin Schmädig

Fazit

Jaan Pehchan Ho... dam di-damm di-damm. So ein Schlager brennt sich manchmal tiefer ins Ohr als einem lieb ist. Denn dieses Greenvale, das aus technischen und spielerischen Relikten geschustert wurde, zieht jeden, der genau hinsieht, in einen unerwartet stimmungsvollen Bann. Das abgelegene Nest ist verschlafen und schrullig. Seine Einwohner sind verquere Charakterköpfe in einem clever konstruierten Mordfall. Während man im Gespräch mit den schrägen Kleinstädtern Mord und Mythen auf die Schliche kommt, entdeckt man nicht nur einen riesigen Schauplatz - man kümmert sich auch um Hunger, Schlaf und Hygiene des Ermittlers. Man löst geheimnisvolle Legenden auf, entdeckt Anspielungen auf Film und Spiel, spioniert und findet so ganz unmerklich den Groove dieses dissonanten Schlagers. Irgendwann verzeiht man ihm sogar die unausstehliche Steuerung; besonders die geradlinige Horroraction fordert ungemütlich viel Verständnis. Und nein: Deadly Premonition erweckt zu keinem Zeitpunkt den Eindruck eines guten Spiels. Mit seinem kauzigen Charme und vielen sympathischen Ideen ist es aber das beste B-Game des Jahres!
Pro
 
Kontra
trotz enger Pfade weitläufige offene Welt   visuell und akustisch mäßig bis inakzeptabel
freiwillige Nebenmissonen   völlig veraltete, unbequeme Steuerung
langer Tag-/Nachtrhythmus, auch für Nebendarsteller   sehr schlecht einsehbare Karte
schräge Figuren / spannende Suche nach Mörder   kaum freies Entdecken – Aktionspunkte stets vorgegeben
Anspielungen auf Filme und Videospiele   furchtbare Fahrphysik
Wechselspiel zwischen Schlaf, Hunger und Gesundheit    
Sonstiges
 
Sonstiges
nahezu keine Gamerscore-Erfolge   keine deutsche Sprachausgabe

Xbox 360

„Ein spielerischer und technischer Horrortrip, der atmosphärische Zeichen setzt - das B-Game des Jahres!”

 

Kommentare

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  • also für mich selber was das spiel ein ständiges auf und ab... manchmal genial und award würdig und dann wieder einfach nur ärgerlich, weil vieles so schlecht umgesetzt wurde. so im nachhinein würde ich sagen das story, charaktere und dialoge einfach super genial sind. es is abgefahren, witzig,  [...] also für mich selber was das spiel ein ständiges auf und ab... manchmal genial und award würdig und dann wieder einfach nur ärgerlich, weil vieles so schlecht umgesetzt wurde. so im nachhinein würde ich sagen das story, charaktere und dialoge einfach super genial sind. es is abgefahren, witzig, spannend und oft auch einfach nur bescheuert, unterhält aber einfach immer super gut. aber das eigentliche spiel an sich ist zum größtenteil ziemlich schlecht. es ist ein sehr veraltetes gameplay was an sich nicht schlimm wäre, da das spiel wohl eher für die ps2 gedacht war (zumindest schaut es exakt so aus) aber es hat einfach so viele patzer über die man sich ägern muss. die steuerung is leider nicht nur "old school" resi oder dergleichen sonder auch träge und unpräzise. die map ist nicht nur umständlich zu benutzen sondern duch eingeschränkte zoom funktionen kaum zu gebrauchen. die open world allgemein hat nicht viel zu bieten und bremst oft den spielfluss aus was wohl einen alltag simulieren soll, aber im grunde genommen nur nerviges warten ist (bzw rauchen). hinzu kommen noch einige seltsame entscheidungen wie z.b. klassische boss kämpfe in das spiel zu packen, wobei doch der "shooter" part anscheinend eh nur ein nachträglich angetackerter kompromiss war. man hangelt sich durch viele langweilige parts die sich ständig wiederholen um dann wieder etwas aussergewöhnliches zu bekommen was sich meistens im story bereich abspielt. trotzdem würde ich das spiel jedem empfehlen der auf murder mystery steht und vorallem mit david lynch etwas anfangen kann. das spiel ist in sachen qualität eine berg und talfahrt aber trotzdem seinen günstigen budget preis wert!
  • schön, wie sich jemand, der das spiel nicht gespielt hat, zu fahrphysik und charakterbewegung äussert. ict nicht besonders toll, aber die beiden haben sich stellenweise auch ziemlich  [...] schön, wie sich jemand, der das spiel nicht gespielt hat, zu fahrphysik und charakterbewegung äussert. ict nicht besonders toll, aber die beiden haben sich stellenweise auch ziemlich dämlich angestellt. ich hab beim dartspiel selber den highscore geknackt, präzises schiessen ist kein ding der unmöglichkeit. zweiter punkt ist dieser unsinnige open world kommentar. wenn ich mich recht erinnere hab ich für meinen ersten run mit 100% über 40 stunden gebraucht und ich war 'ne ecke schneller als die beiden von gameone. wie lange haben die am letzten teil des bosskampfes gesessen? 45 minuten um auf die logischste aller lösungen zu kommen? aber wie gesagt: selber nicht gespielt haben, aber sich dann ein urteil drüber erlauben wollen.
  • Ich habe mir die 20 (?) Stunden Game One "knallhart durchgespielt: deadly premonition" angeschaut. Selber spielen könnte ich das Spiel nicht, aber es hatte einen heiden Spaß gemacht zuzuschauen. Meine Wertung vom Spiel: ganz klar "zwanzighundertprozent". Es ist sowas von grotten  [...] Ich habe mir die 20 (?) Stunden Game One "knallhart durchgespielt: deadly premonition" angeschaut. Selber spielen könnte ich das Spiel nicht, aber es hatte einen heiden Spaß gemacht zuzuschauen. Meine Wertung vom Spiel: ganz klar "zwanzighundertprozent". Es ist sowas von grotten schlecht teilweise (20%), dass ich mich gefragt habe, ob die Entwickler unfähig sind oder absichtlich so einen Mist zusammengeschraubt haben (Fahrphysik, Charakterbewegungen, 4 Gegner im ganzen Spiel, Dialoge die an Lächerlichkeit kaum zu überbieten sind, eine offene Welt ohne Sinn, gegen Ende das stundenlange "Gassi führen", ....). Gleichzeitig war die Story aber genial, die Soundkulisse abgefahren seltsam (der Whistle Song, ), die miesen Dialoge an F-Movie-Witzigkeit kaum zu überbieten ("... , so says Mr. Stewart."), und auch die lächerlichen Kommentare von Francis York Morgan an Zack wirken sehr skuril. Das wichtigste in diesem Spiel, die Athmosphäre, hat mich dann aber trotz der "open world downtimes" immer wieder gepackt und ich habe bis zum Ende mitgefiebert. Ich hatte mir die 20 Stunden in 3 Tagen angeschaut, weil ich immer wissen wollte wie es weitergeht. Den en Killer hatte ich bis zum Ende falsch eingeschätzt. Einer meiner 4 Schätzungen hatte tatsächlich mit dem Raincoat Killer zu tun, die anderen nicht. Das ist für ein Spiel, das von der Unvorhersehbarkeit lebt, ein sehr gutes Zeichen. Daher klare 100%. Insgesamt eindeutig eine "zwanzighundertprozent" Wertung von mir. Mein Tip wäre aber: spielt es nicht, schaut es euch auf Game One an. Dann kommt ihr aus dem Lachen nicht mehr heraus, dafür aber um die grausamen GTA-Autofahrten und die Steuerung herum.