Call of Duty: World at War
USK: 18

Test: Call of Duty: World at War

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  3  |  Fazit 

Autor:
Paul Kautz

Fazit

Ui, schon wieder Zweiter Weltkrieg - ja, die rollenden Augen liegen serienmäßig bei. Aber okay, immerhin ist man dieses Mal ausschließlich östlich von Berlin unterwegs, ein weiteres Mal Omaha Beach hätte ich wohl nicht verkraftet. Und der Ausflug nach Japan ist zwar auch nicht neu (man denke an MoH: Pacific Assault, MoH: Rising Sun oder Battlefield 1942), fühlt sich aber nach wie vor frisch an. Mal ganz abgesehen davon, dass die Japaner als Gegner für einige Überraschungen gut sind, mit denen coole neue Spielelemente wie der großartige Flammenwerfer einher gehen. Allerdings ist nicht nur die Wahl des allgemeinen Szenarios, sondern auch das Missionsdesign sehr konservativ: Es gibt einige sehr wunderbare Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen macht man in WaW auch nichts anderes, als in jedem anderen Weltkriegsshooter - CoD 4 war und ist in jeder Hinsicht deutlich weiter. Immerhin war Treyarch clever genug, den famosen Mehrspielermodus des Vorbilds zu übernehmen, der auch im »neuen« Gewand unverändert Spaß macht, ganz zu schweigen von der gelungenen Koop-Variante, die man sich allerdings besser nicht im krümeligen Splitscreen gönnen sollte. So bleibt ein gut designter, toll inszenierter und ordentlich krachender, aber letzten Endes doch altbackener Shooter, der nicht aus dem Schatten des großen Vierer-Bruders heraustreten kann
Pro
 
Kontra
tolle Präsentation   sehr konservatives Missionsdesign
brachiale Soundkulisse   größtenteils ausgenudeltes Szenario
exzellenter Mehrspielermodus   nervender Panzerlevel
meist gute KI...   ...die aber gelegentliche Aussetzer hat
cooler Koop-Modus    
gute deutsche Sprachausgabe    
dichte Atmosphäre    
Sonstiges
 
Sonstiges
großartiger Soundtrack   ausschließlich deutsche Sprachausgabe
stilvoll inszenierte Missionsbeschreibungen   kaum nennenswerte Story
    eingeschränktes Speichersystem
    fehlender Nazi- Zombie- Modus

Xbox 360

„World at War bietet klassisch-gute Call of Duty-Action, die sich allerdings etwas zu sehr auf bewährte Zutaten verlässt.”

PC

„World at War bietet klassisch-gute Call of Duty-Action, die sich allerdings etwas zu sehr auf bewährte Zutaten verlässt.”

PlayStation 3

„World at War bietet klassisch-gute Call of Duty-Action, die sich allerdings etwas zu sehr auf bewährte Zutaten verlässt.”

 

Kommentare

Du musst eingeloggt sein, um einen eigenen Kommentar verfassen zu können. Bewertungen können ohne eingeloggt zu sein vergeben werden. Jetzt einloggen
  • Oh ja, in der Tat. Die BiA-Reihe besticht sogar sehr mit der Dramaturgie des Szenarios. Stimmt. Nun ja - in dem Fall muss man wohl auch hier klar in mehreren Kategorien einteilen.
  • Wie man kreativ und respektvoll mit dem Setting umgehen kann, zeigen in meinen Augen die Brothers in arms - Titel. Die Dramatik und Trauer ist da deutlich greifbarer und steht klar im Mittelpunkt. Bei der COD-Schießbude ist für Anteilnahme kein Platz und - so unterstelle ich das Mal - auch nicht  [...] Wie man kreativ und respektvoll mit dem Setting umgehen kann, zeigen in meinen Augen die Brothers in arms - Titel. Die Dramatik und Trauer ist da deutlich greifbarer und steht klar im Mittelpunkt. Bei der COD-Schießbude ist für Anteilnahme kein Platz und - so unterstelle ich das Mal - auch nicht gewollt.
  • Beckikaze schrieb:
    Naja, als ob World at War den Weltkrieg kritisch und facettenreich beleuchtet und zum Nachdenken anregt. Authentizität sucht man da auch vergebens (Pathos - Hurra). Damit ist also lediglich das Setting gemeint - außerdem ist es immer noch ein Spiel. Und da darf
     [...]
    Beckikaze schrieb:
    Naja, als ob World at War den Weltkrieg kritisch und facettenreich beleuchtet und zum Nachdenken anregt. Authentizität sucht man da auch vergebens (Pathos - Hurra). Damit ist also lediglich das Setting gemeint - außerdem ist es immer noch ein Spiel. Und da darf man meiner Ansicht nach sehr wohl kritisieren, ob sich Designer etwas Neues ausdenken oder nicht.
    Da kommt wieder auf der anderen Seite der Punkt zum Tragen, dass die geschnittene Deutsche Version das ganze auch nur halb authentisch rüber bringt. Ob ich nun wirklich Hurra-Momente hab, wenn ich mit Napalm die Koreaner aus ihrem Versteck locke, bleibt außen vor. Denn dies war nicht wirklich der Fall. Mit dem "ausdenken" stimm ich dir zu..dennoch beruht das ganze auf einer mehr als wahren Begebenheit, wonach man sich nicht mal eben so "neues" aus dem Ärmel ziehen könnte.