Dragon Age: Origins - Awakening
USK: 18

Test: Dragon Age: Origins - Awakening

So testet 4Players
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Autor:
Jörg Luibl

Fazit

Nach einer Stunde war ich noch skeptisch: Hey, soll das nur blutiger Nachschlag gegen die Dunkle Brut werden? Aber als sich nach zwei Stunden heraus stellte, dass ich sowohl als Abenteurer als auch Herrscher gefragt bin, der sich nicht nur um weitere Dungeons, frische Monster oder um die Schlagkraft seiner Gruppe, sondern auch mit allen bitteren Konsequenzen um die Innenpolitik einer ganzen Grafschaft kümmern muss, flackerte die Neugier auf. Und als mein Tagebuch nach zehn Stunden immer noch vor Quests und offener Entscheidungen überquillte, während sich neue Gefährten mit zweifelhaften Hintergründen um mich scharten und zig Fragen unbeantwortet schmorten, war es wieder um mich geschehen. BioWare hat hier eine sehr durchdachte und überaus epische Erweiterung entwickelt, die vor allem Schurken und Kämpfern mehr Schlagkraft verleiht. Die Questqualität schwankt zwar zwischen gewöhnlich und sehr gut und man vermisst Dungeonrätsel, aber dafür gibt es einige versteckte Highlights. BioWare versäumt es allerdings, einige an der Glaubwürdigkeit so mancher Situation nagende Designfehler auszumerzen und auch die Schwächen der Konsolenversionen bleiben vorhanden. Unverständlicher ist zudem der Verzicht auf die Romanzen als Beziehungselement, die sich hier aufgrund der neuen Charaktere fast aufdrängen. Unterm Strich wurde ich mit diesem Epilog allerdings sehr gut und vor allem sehr lange unterhalten - Ferelden hat einige wichtige Facetten als Spielwelt gewonnen und man sollte sich jede Entscheidung drei mal überlegen. Spätestens wenn man die Konsequenz erlebt, liebt man dieses Rollenspiel.
Pro
 
Kontra
Spielzeit15 bis20 Stunden   keine Romanzen
man ist Grauer Wächter & Landesfürst   kleine Quest- Bugs
politische Entscheidungen mit Konsequenzen   Stadtwache reagiert nicht auf Kämpfe
einige großartige Überraschungen   Diebstahl ohne Konsequenzen
unterhaltsame Party-Kommunikation   relativ schwache Kulisse
neue Region inkl. Festung und Stadt    Konsolen fehlt Komfort & Übersicht
fünf neue Gefährten rekrutierbar   einige böse Clippingfehler
neue Talente & Spezialisierungen    
neueZauber &Gegenstände    
alle Gefährten lassen sich umschulen    
etwas Horrorflair in den Dungeons    
Kämpfer & Schurken schlagkräftiger    
Sonstiges
 
Sonstiges
gute deutsche Lokalisierung   nur ein bekannter Gefährte rekrutierbar
Englisch & Deutsch einstellbar   zu wenig Rätsel in den Dungeons
auch ohne Vorkenntnisse spielbar   PS3- Version nur als Download
man kann alten Helden wiederbeleben...   ...aber ohne erzählerische Erklärung

PC

„Mit dieser Erweiterung macht sich BioWare Freunde: Umfangreich, dramatisch, düster!”

Xbox 360

„Auf der Xbox 360 mangelt es an Übersicht und Komfort, aber man wird gut unterhalten!”

PlayStation 3

„Inhaltlich identisch zur sehr guten PC-Version, aber man vermisst die Übersicht und den Kampfkomfort.”

 

Kommentare

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  • Wie sieht es denn eigentlich mit der Sprachausgabe aus ? Das Spiel ist ja Deutsch/Englisch, heißt dass man kann auch getrost aus UK importieren und dann auf ein deutsches DAO instalieren ?
  • Columbo34: Der Architekt hilft einem, indem er den Feuerzauber im Quickmenü rechts zur Verfügung stellt.
  • Nach 15 Stunden Spielzeit waren die letzten Streitmächte der dunklen Brut zurück in die deep roads gedrängt und das Amaranthinearlington wieder sicher. Abgesehen davon, dass es auf der letzten Schwierigkeitsstufe viel zu leicht war, hatte ich viel Spaß: die neue Party setzt sich aus interessanten  [...] Nach 15 Stunden Spielzeit waren die letzten Streitmächte der dunklen Brut zurück in die deep roads gedrängt und das Amaranthinearlington wieder sicher. Abgesehen davon, dass es auf der letzten Schwierigkeitsstufe viel zu leicht war, hatte ich viel Spaß: die neue Party setzt sich aus interessanten Charakteren zusammen, die einzelnen Missionen unterschieden sich angenehm durch ihre jeweiligen settings, und die Entscheidungsmöglichkeiten lassen mich immer wieder grübelnd zurück - zumal man mit den Konsequenzen manchmal erst spät oder nur indirekt konfrontiert wird. Ich hoffe allerdings, dass diese erzählerische Stärke Bioware nicht zum Verhängnis wird: würden die Entscheidungen, die man im Laufe der gesammten Kampagne trifft genauso halbherzig in einen Nachfolger übernommen, wie sich die Entscheidung seinen Warden das ultimative Opfer erbringen zu lassen auf das AddOn auswirkt, dann verschenkt man eine Menge Potential die Spieler an die Geschichte von Dragon Age zu binden.