Test (Wertung) zu Sacred 3 (Rollenspiel, Xbox 360, PC, PlayStation 3) - 4Players.de

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Test: Sacred 3 (Action-Rollenspiel)

von Mathias Oertel



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FAZIT



Das Problem ist nicht einmal, dass der Schriftzug Sacred 3 auf dem Cover prangt, obwohl der Titel außer dem Schauplatz Ancaria und der Seraphim als spielbare Figur wenig mit der einstmals ruhmreichen Hack&Slay-Serie aus deutschen Landen gemeinsam hat. Viel schwerer wiegt, dass die Umstellung auf ein beutefreies, lineares sowie beinahe herausforderungsfreies Rumgekloppe auch dann nicht optimal funktionieren würde, wenn "Abenteuer in Ancaria" oder sonstwas der Name wäre. Kurzweilig macht die unkomplizierte Action zwar Laune - vor allem mit mehreren Kämpfern. Aber mir fallen so viele Titel ein, die sich ähnlich spielen oder auf ähnliche Elemente setzen, die aber in der Umsetzung weitaus überzeugender sind - die Palette reicht von den Skylanders über Dynasty Warriors bis hin zu Golden Axe. In Zeiten einer "Kloppmist"-Renaissance, die von Diablo 3 und Torchlight 2 eingeläutet wurde, hätte eine "richtige" Sacred-Fortsetzung viel Erfolg versprochen. Doch in dieser Form dürfte Ancaria selbst für Fans extrem seichter Koop-Action nur selten das Reiseland erster Wahl darstellen.
Action-Rollenspiel
Entwickler:
Publisher: Deep Silver
Release:
01.08.2014
01.08.2014
01.08.2014
Spielinfo Bilder Videos

Sacred 3
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Vergleichbare Spiele

WERTUNG




Xbox 360

„Keine Beute, keine offene Welt, kein Spaß: Alles, was Sacred ausgemacht hat, ist weg und wurde von banaler, nur in kleinen Dosen unterhaltender Koop-Action ersetzt.”

Wertung: 53%

PC

„Keine Beute, keine offene Welt, kein Spaß: Alles, was Sacred ausgemacht hat, ist weg und wurde von banaler, nur in kleinen Dosen unterhaltender Koop-Action ersetzt. ”

Wertung: 53%

PlayStation 3

„Keine Beute, keine offene Welt, kein Spaß: Alles, was Sacred ausgemacht hat, ist weg und wurde von banaler, nur in kleinen Dosen unterhaltender Koop-Action ersetzt.”

Wertung: 53%



 
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Kommentare

Wolfenblut schrieb am
Also tatsächlich genau der billige Dreck nachdem es ausgesehen hat.
Ein Jammer, ich persönlich fand und finde Sacred 2 um längen spaßiger/besser/motivierender als das schrottige Diablo 3.
Das hier ist wieder ein schönes Beispiel für die Unverschämtheit, mit der einige Drecksfirmen mit Namen Schindluder treiben.
Hier Sacred draufzuschreiben ist das gleiche wie das "Dragon Age" bei Dragon Age 2.
Das ist so, als würde man auf einen Toaster Playstation 4 schreiben und es ins Verkaufsregal stellen.
BetaSword schrieb am
Während hier einige Personen das Thema zu Kunst und Kultur abschweifen lassen, gibt es immer noch das Problem, dass Sacred3 vom Niveau her nur ein Billigspiel ist, ein Preis von rund 50Euro ist bei dem abgeliefertem Spiel eigentlich nicht gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass bei den beiden Vorgängern massig an Loot, eine Freie Spiele-Welt, sowie eine interessante Story vorhanden waren.
Mit dem Intro wird einem zudem eingeredet, dass eine Art Task-Force eingerichtet wurde, wobei jedoch es nicht möglich ist, zumindest einen Satz von NPC-Koop-Verbündeten, wie in Left4Dead1&2, oder besser noch Alien Swarm mit sich zu führen.
Unddabei hatte selbst AlienSwarm sogar noch ein wesentlich breiteres Inventar, als Sacred 3.
Auch wirken die vorhandenen Elemente unvollständig und unzulänglich.
Konnte man noch in Sacred 1&2, sowie in den meissten anderen vergleichbaren Spielen Unmengen von Tränken mit sich führen, bei Sacred3 verkümmert das Inventar auf's jämmerlichste und lässt selbst das Inventar in nahezu allen First-Person-Shootern Weitaus komplexer wirken, selbst solche, bei denen man nur 2 Verschiedene Waffen auf einmal hat.
Dann nerven noch die Schlauchlevel, bei denen Verschlossene Türen auf's Übelste aus Zelda geklaut wirken, ohne wirklich Sinnvoll zu wirken, da es auch schon den "Der Weitere Weg wird erst freigegeben, wenn du alle Gegner im begehbaren Areal erledigt hast" gibt.
Zusätzlich wirken die Zwischensequenzen im Motion-Comic-Stil recht lieblos, worüber der Trailer/das Intro-Video (Ja, das ist beides so ziemlich das gleiche Video), als hätte der Entwickler mehr Arbeit in das Spiel reingesteckt, als in den Vorgängern.
Einzig die Grafik scheint sich allerdings gebessert zu haben, bleibt aber auf dem gleichen Niveau, wie man es schon von Top-Titeln wie Diablo3 gewohnt ist.
Technisch habe ich auch bereits am Anfang des Spieles gemerkt, dass die Entwickler sich nicht allzuviel Mühe gegeben haben, so hat...
Kajetan schrieb am
Chris Dee hat geschrieben:Aber ich schweife völlig ab.

Jahaaaa, Kunst-Diskussion! Dazu sage ich nur: Kommt Zeit, kommt gesellschaftliche Anerkennung. Filme waren zuerst auch nur Jahrmarktunterhaltung für den Pöbel.
Eigentlich will ich nur sagen, dass man den Humor von "Sacred 3" natürlich als Geschmacksache abtun oder gar verteidigen kann, man kann ihn aber ebenso auch einfach nur dümmlich und hochnotpeinlich finden und sich erstens wünschen, dass so etwas niemals wieder seinen Weg in ein Computerspiel findet (genauso wenig wie die sächselnde Zwerge aus Baldur's Gate) und zweitens, dass es niemanden auf diesem Planeten geben wird, der als sein erstes (und womöglich einziges) Computerspiel "Sacred 3" zu Gesicht (oder besser zu Ohren) bekommt.

Hehe :)
Chris Dee schrieb am
Kajetan hat geschrieben:Dieser Kampf wird nicht dadurch gewonnen, dass Spiele wie Sacred 3 nicht erscheinen. Es gab und gibt unglaublich schlechte, primitive und ärgerliche Filme und Bücher und Theaterstücke und dennoch sind diese Ausdrucksformen irgendwann grundsätzlich als "Kunst" anerkannt worden. Filmen wird der Status "Kunst" auch nicht aberkannt, nur weil Michael Bay Transformers-Filme aka hochnotpeinliche, kostenpflichtige Dauerwerbe-Clips dreht.

Natürlich wird dieser Kampf durch ein Nichterscheinen nicht gewonnen, er wird aber durch "Sacred 3" und seinen Humor auch nicht eben einfacher. DJ Bobo und Cindy aus Marzahn (oder wer auch immer) sind auch Kultur, aber dennoch müssen sich Musik und Kabarett trotz ihrer Trash-Auswüchse keine Sorgen um ihren Kunst/Kultur-Status machen, weil es eben auch Mozart, Loriot oder Hildebrandt (oder wenn auch immer) gibt und diese Tatsache allgegenwärtig und auch jedem bewusst ist. Bei Computerspielen ist eben genau das nicht der Fall, da hier das allgemeine Bewusstsein völlig anders aussieht. Schaut man in die (spieleferne) Presse oder spricht mit Leuten, die mit Computerspielen nicht oder nur am Rande zu tun haben, wird hier das generelle und eher oberflächliche Bild viel mehr von Trash, Killerspiel und Co. geprägt als das in anderen Teilen der Kulturlandschaft der Fall ist (natürlich auch wegen des Klischees "Spiele sind nur was für Kinder") und jegliche Art von Trash, die auf den Markt kommt, bestätigt dieses Bild auch noch. Das gilt auch im Vergleich mit Filmen, wo der Name Woody Allen den Leuten häufig genauso viel sagt wie Michael Bay, und das selbst dann, wenn jemand in seinem ganzen Leben noch keinen Woody Allen-Film gesehen hat.
Der zentrale Unterschied ist eben, dass man als Kind bereits in der Schule lernt, dass Musik und Literatur wie Beethoven und Goethe Kunst sind (und dass, hat ein Medium erst einmal den...
Kajetan schrieb am
Chris Dee hat geschrieben:In jedem Fall ist es ärgerlich, wenn man bei dem Kampf "Computerspiel als Kunstform und Kulturgut" (und würde der gewonnen, gäb's auch keine Probleme mehr mit irgendwelchen Hakenkreuzen in Computerspielen) sowieso schon permanent auf verlorenem Posten steht und dann auch noch solche akuten Fremdschämprodukte auf den Markt kommen, in denen nun wirklich die wenigsten etwas kulturell Wertvolles, Schützens- oder gar Fördernswertes erkennen werden können ...

Dieser Kampf wird nicht dadurch gewonnen, dass Spiele wie Sacred 3 nicht erscheinen. Es gab und gibt unglaublich schlechte, primitive und ärgerliche Filme und Bücher und Theaterstücke und dennoch sind diese Ausdrucksformen irgendwann grundsätzlich als "Kunst" anerkannt worden. Filmen wird der Status "Kunst" auch nicht aberkannt, nur weil Michael Bay Transformers-Filme aka hochnotpeinliche, kostenpflichtige Dauerwerbe-Clips dreht.
schrieb am

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