Final Fantasy XIII
USK: 12

Test: Final Fantasy XIII

So testet 4Players
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Autor:
Jens Bischoff

Fazit

Meine Spielerfahrung mit Final Fantasy XIII ist sowohl von Bewunderung als auch Enttäuschung geprägt. Es bricht mit vielen Traditionen, was teilweise erstaunlich gut funktioniert, oft aber auch klaffende Lücken hinterlässt. Die Story um eine mit persönlichen Konflikten belastete Schicksalsgemeinschaft wird bildprächtig inszeniert, stimmungsvoll erzählt und selbst die klischeebelasteten Protagonisten haben mich letztendlich charakterlich überzeugt. Die fast nur aus engen Levelschläuchen zusammengesetzte Spielwelt blieb hingegen reichlich blass und sämtliche Randfiguren nahezu belanglos. Das dramaturgisch geschickt geknüpfte Korsett der Story tröstete zwar teilweise darüber hinweg, aber die spielerische Enge schnürte mir als Rollenspieler fast die Luft ab. Vor allem das automatisierte Kampfsystem, der Verzicht auf jegliche Inhalte am Wegrand sowie der harmlose Schwierigkeitsgrad sorgten für ein Stechen in der Brust. Was mich als eingefleischten Fan enttäuscht, könnte natürlich Neuling oder Gelegenheitsspieler erfreuen: Die Erkundung der Spielwelt ist idiotensicher, die Handhabung kinderleicht, der Spielfluss tadellos, Frust ein Fremdwort, die Präsentation eine Pracht - als interaktiver Film ist Final Fantasy XIII wirklich klasse! Als Rollenspiel kann ich ihm aber nicht mehr als ein knappes "Gut" abringen, was es primär seinen erzählerischen Qualitäten zu verdanken hat. In punkto Spielspaß hat mich selbst ein Star Ocean 4 trotz all seiner Macken besser und länger unterhalten. Schade drum...
Pro
 
Kontra
spannende Story   überschaubare Spielwelt
ansprechende Grafik   völlig linearer Spielverlauf
filmreife Inszenierung   ärgerliche KI- Rollenkonflikte
einfache Handhabung   stereotypes Charakterdesign
angenehmer Spielfluss   teils sehr alberne Animationen
interessante Charaktere   extrem geradlinige Spielabschnitte
teils beeindruckende Gegner   vorwiegend belangloser Soundtrack
atmosphärische Rückblenden   kein Charakterwechsel im Kampf möglich
64 optionale Jagdmissionen…   …die aber kaum Neues bieten
imposante Render-Sequenzen…   …die teils übertrieben albern wirken
an sich gelungenes Kampfsystem…   …das sich mit seiner Kampfautomatik selbst zu Fall bringt
interessante Wetterwechselfunktion…   …die aber nur in einem Abschnitt zur Verfügung steht
aufrüstbare Waffen & Accessoires   wenig Freiraum bei der Charakterentwicklung
motivierende Charakterentwicklung   keine Kampfunterbrechung während Menüzugriffen möglich
taktische Rollenwechsel & -kombinationen   keine nennenswerten Rätsel, Bonusspiele & Nebenaufgaben
Sonstiges
 
Sonstiges
sichtbare Waffenwechsel   sehr grob modellierte NPCs
Spiel begleitende Tutorien   stumpfsinnige Vehikelpassage
taktischer Subsidieneinsatz   minimalistische Charakterwerte
durchgehende Sprachausgabe   seltene Bildrateneinbrüche (360)
freischaltbare XMB-Designs (PS3)   sehr harmloser Schwierigkeitsgrad
gewissenhafte deutsche Übersetzung   lediglich englische Tonspur vorhanden
Zwischensequenzen pausier- & abbrechbar   völlig eigenständig agierende KI- Gefährten
zeitsparende Chocobo-Ritte & Warp-Portale   unspektakuläres Verschwinden eliminierter Gegner
praktische Kartenfunktion & Nachschlagewerke   gewöhnungsbedürftige "Transformers"- Beschwörungen
in zwei Stufen regulierbare Kampfgeschwindigkeit   idiotensichere Schatzsuchen & Umgebungsinteraktionen
komfortable Vollheilungen & Kampfwiederholungen   Rückkehr in bereits bereiste Gebiete nur sehr eingeschränkt möglich
überzeugende, lippensynchrone englische Synchronisation   keine klassischen Städte, Shops, Erfahrungspunkte & Stufenaufstiege

Xbox 360

„Inhaltlich identisch zur PS3-Fassung, technisch vor allem durch die komprimierten Renderfilme leicht schwächer. Den Spielspaß schmälert das jedoch nicht.”

PlayStation 3

„Final Fantasy als Light-Rollenspiel: Spielerisch erschreckend anspruchslos, aber erzählerisch gutes Kino.”

 

Kommentare

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  • Ein erstklassiges Spiel, wenn da nicht der Name Final Fantasy wäre. Square Enix beweisst mit FF-13 voller Stolz ihre Bereitschaft Traditionen zu brechen um die Kundschaft zu maximieren. Es fehlt einfach die Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit, sowie die Liebe zur Erschaffung einer Welt. Alle Fans  [...] Ein erstklassiges Spiel, wenn da nicht der Name Final Fantasy wäre. Square Enix beweisst mit FF-13 voller Stolz ihre Bereitschaft Traditionen zu brechen um die Kundschaft zu maximieren. Es fehlt einfach die Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit, sowie die Liebe zur Erschaffung einer Welt. Alle Fans der Serie können das Bestätigen und ein großer Teil dieser Fans ist mit dieser Entwicklung nicht zufrieden. Einige Beispiele für das "Fehlverhalten" seitens Square Enix: -künstliche Schwierigkeit in einem "automatischen" Kampfsystem -vollständige Freischaltung über die Gruppe erst ab der Mitte (ca 20 Std.) -der Trailer für FF-13>2 ist ein starker Spoiler über das Ende von FF-13 -ich könnte lange weitermachen aber das führt nur zum selben Ergebnis -----FF-13>2---------------Trailer----------------keine Garantie------------ -Hintergrundmusik ne Art Electro Hip Hop -Entscheidungsmöglichkeiten alá Dragon Age Fazit: Die Fortsetzung hat einiges zu verbessern und jeder Spieler sollte sich Sorgfältig informieren bevor er FF13>2 erwirbt.
  • Ach ja muss ich auch noch durchspielen... mehr als eine Stunde am Tag geht aber halt nicht wegen Gehirnfrost und so...
  • an die die es durchgespielt haben: [spoiler]Ist Rosch nicht ein Final Fantasy Hitler? Wieso wird er am ende glorifiziert? Wenigstens hope könnte sagen: hey wegen dir ist meine mutter gestorben. Wieso wollen sie Orphan töten, obwohl sie es doch ganze zeit verweigern? Orphan killen=Cocoon untergang?  [...] an die die es durchgespielt haben: [spoiler]Ist Rosch nicht ein Final Fantasy Hitler? Wieso wird er am ende glorifiziert? Wenigstens hope könnte sagen: hey wegen dir ist meine mutter gestorben. Wieso wollen sie Orphan töten, obwohl sie es doch ganze zeit verweigern? Orphan killen=Cocoon untergang? Ist es nicht eigentlich das was barthalandus will. Wieso haben Vanille und Fang erst am Ende das "was sie auch immer gemacht haben"(ragnarök?) eingesetzt? wirkt so aufgesetzt. Wieso sind alle so melodramatisch? wenigstens ein charakter könnte seine füße am boden behalten. Hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.[/spoiler]