Test (Wertung) zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild (Action, Nintendo Wii U, Nintendo Switch) - 4Players.de

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Test: The Legend of Zelda: Breath of the Wild (Action-Adventure)

von Jörg Luibl



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FAZIT




Das ist für mich das beste The Legend of Zelda seit Ocarina of Time. Nintendo ist zwar nicht mehr der geniale Pionier wie in den 80er und 90er Jahren, aber sie beweisen hier, dass sie sich immer noch weiter entwickeln und damit kreative Zeichen setzen können. Endlich gibt es einen knackigen Einstieg, kein stundenlanges Tutorial. Man wird zügig in eine Welt entlassen, in der man von Beginn an wunderbar mit seinen heroischen Kräften experimentieren und zig kleine Geheimnisse entdecken kann. Zwar kann dieses Abenteuer mit seinen Türmen, der vielen Beute und Sammelreizen die Anbiederung an den aktuellen Zeitgeist nicht verhehlen, aber Nintendo macht es subtiler und besser als die Konkurrenz. Zwar nervt die viel zu schnelle Waffenabnutzung und die Mahlzeiten können mit ihren Boosts fast wie Cheats wirken, aber schon der Anspruch im Kleinen sorgt in diesem Zelda dafür, dass das Erlebnis im Ganzen wie Survival mit charmantem Arcadeflair anmutet. Nur hätte man das durch einen höheren optionalen Schwierigkeitsgrad noch intensivieren können! Man muss immerhin auf seine Ausdauer, die Temperatur und die Geräusche achten. Weder beim Klettern noch beim Zähmen greifen billige Automatismen und es ist einfach wunderbar, all die physikalischen Wechselwirkungen in der Natur zu beobachten. Wo wird man sonst mitten im Kampf vom Blitz erschlagen? Die Vielfalt der Spielmechanik ist enorm, das Kampfsystem taktisch und präzise, man kann direkte Duelle oder subtile Infiltration forcieren. Hinzu kommt das Rätselflair in den über hundert Schreinen, das mit seinen kombinierten Zeit- und Mechanikaufgaben sogar an Portal erinnert. Ich vermisse zwar klassische große Dungeons, aber dafür entschädigen die vier erkundbaren, in ihrer Mechanik toll designten Titanen. Auch wenn die Kulisse im Zeitalter von Horizon Zero Dawn veraltet wirkt und mit schwachen Texturen sowie Bildratenproblemen ernüchtert, erkundet man eine unheimlich stimmungsvolle offene Welt mit tollen Wetter- und Lichteffekten sowie einem charmanten Rollenspielflair samt spontanen Begegnungen, gemütlichem Lagerfeuerplausch sowie plötzlichen Überfällen. Schließlich gelingt Nintendo auch endlich eine moderne Regie, so dass die scheinbar ewig gleiche Geschichte um Gut und Böse eine frische dramaturgische Perspektive gewinnt. Ich wünsche euch weit über 50 Stunden viel Spaß mit diesem ausgezeichneten Abenteuer! Nur spielt es nicht mit den schlimmen Joy-Cons, sondern kauft euch einen vernünftigen Pro-Controller...

Aktualisierung vom 3. März 2017 (siehe Seite 7):

Ihr braucht keine Switch, um dieses Abenteuer genießen zu können. Die grafischen Abstriche auf Wii U, die sich vor allem auf Details der Bildschärfe beziehen, sind nicht so stark wie man das angesichts eines Generationswechsels erwarten würde, zumal es auf beiden Systemen schwache Texturen und sporadische Ruckler gibt. Zwar kommt auf Switch der akustische Vorteil hinzu, denn Nintendo hat scheinbar einige zusätzliche Umgebungsgeräusche integriert, wenn man über Wasser oder Gras läuft, aber unterm Strich wirken sich die wenigen technischen Unterschiede nicht auf das grandiose Spielgefühl aus. Es ist zwar schade, dass man die Touchfunktionen des Wii U Gamepad nicht für das Inventar oder die Karte unterstützt, aber dafür steuert sich Link damit präziser als mit den Joy-Cons. Deshalb bekommt The Legend of Zelda: Breath of the Wild auf Wii U dieselbe Wertung.


Action-Adventure
Publisher: Nintendo
Release:
03.03.2017
03.03.2017
Spielinfo Bilder Videos

Vergleichbare Spiele

WERTUNG

Leserwertung 88% [2]



Nintendo Switch

„Das ist für mich das beste The Legend of Zelda seit Ocarina of Time, weil sich Nintendo endlich weiter entwickelt. Ich wünsche euch viel Spaß mit diesem ausgezeichneten Abenteuer!”

Wertung: 91%

Nintendo Wii U

„Man braucht keine Switch für dieses ausgezeichnete Zelda: Auch auf Wii U macht das Abenteuer in der offenen Welt unheimlich Spaß!”

Wertung: 91%



 

Lesertests

Kommentare

Ryan2k6 schrieb am
Chibiterasu hat geschrieben: ?
22.12.2017 11:57
Es gibt ein paar die man wieder reparieren lassen kann. Ist aber irgendwie teuer und so wahnsinnig gut sind die Waffen jetzt auch nicht.
Die anderen Top-Waffen kommen von speziellen Gegnern, die zu Beginn unschaffbar scheinen und erst später dann gut gelegt werden können. Somit kann man sich dort immer wieder Nachschub besorgen.
Danke!
Chibiterasu schrieb am
Es gibt ein paar die man wieder reparieren lassen kann. Ist aber irgendwie teuer und so wahnsinnig gut sind die Waffen jetzt auch nicht.
Die anderen Top-Waffen kommen von speziellen Gegnern, die zu Beginn unschaffbar scheinen und erst später dann gut gelegt werden können. Somit kann man sich dort immer wieder Nachschub besorgen.
Ryan2k6 schrieb am
Gibt es denn irgendwelche "epic" Waffen, die dann besonders gut sind, aber man eigentlich nie nutzt weil sie sonst kaputtgehen? Oder gibt es solche Einzigartigen Waffen gar nicht, eben wegen dieser Spieldweise?
Chibiterasu schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?
22.12.2017 11:44
Genau vor dieser Denkweise habe ich "Angst", dass man irgendwann einen Ort nicht erkundet, weil man weiß, da gibts Gegner und man verliert Waffen.
Das muss dir einfach egal sein. Du wirst mehr in die Situation kommen, dass du Waffen nicht mehr aufheben kannst, weil du keinen Platz mehr hast als dass sie dir ausgehen.
Deswegen eben verschwenderisch damit umgehen (außer ganz zu Beginn - und vielleicht die besten drei/vier Waffen wirklich für harte Gegner aufheben).
Ansonsten stimmt es schon, dass individuellerer Loot wie bei Diablo oder so, das Erkunden und Standardmobs verdreschen nochmal ein gutes Stück lohnenswerter machen würde.
Aber für's erste Zelda in dem Stil war die Faszination an sich genug Anreiz für's Erkunden für mich.
CryTharsis schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?
22.12.2017 11:44
Genau vor dieser Denkweise habe ich "Angst", dass man irgendwann einen Ort nicht erkundet, weil man weiß, da gibts Gegner und man verliert Waffen.
Na ja, die Angst brauchst du eigentlich nicht zu haben, denn du kannst eigentlich jeder Konfrontation im Freien aus dem Weg gehen. Selbst wenn dich Gegner entdecken, kannst du einfach wegrennen und sie lassen dich irgendwann in Ruhe. Aber wie gesagt besteht halt die Gefahr, dass man Kämpfen komplett aus dem Weg geht, weil sie nicht viel bringen.
schrieb am