The Legend of Zelda: Spirit Tracks
USK: 6

Test: The Legend of Zelda: Spirit Tracks

So testet 4Players
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Autor:
Jörg Luibl

Fazit

Ich liebe Zelda. Ich mag Link. Und ich habe bisher kein Abenteuer mit der Zipfelmütze ausgelassen. Auch diesmal überzeugen mich die hervorragend designten Dungeons mit ihren cleveren Rätseln, die mit Luft, Feuer und Eis, Akustik und Akrobatik spielen. Und ich habe mich auch deshalb begeistert durch die Katakomben gekämpft, weil das Taktieren im Duett mit Zelda noch mal für frische kooperative Akzente sorgt. Aber so gut das Abenteuer in seinen Labyrinthen ist, so langweilig und statisch ist es auf seinem Gleisnetz. Man kann fast sagen: Unter Tage hui, über Tage pfui. Schienen und Erkundung widersprechen sich einfach, denn die Faszination der freien Entdeckung kann trotz Dampfloknostalgie nicht aufkommen - ich fühle mich hier zum ersten Mal in einem Zelda beengt. Das zwei Jahre alte Phantom Hourglass ist im direkten Vergleich auch heute noch das klar bessere Abenteuer. Nicht nur, weil es als Premiere schon mit vielen Designelementen wie der interaktiven Karte, den tückischen Nebeln oder dem Bumerang Zeichen setzte, die hier nur recycelt werden. Sondern weil man frisch erkunden und aufgrund des riesigen Meeres viel eher diesen Hauch von Abenteuer spüren konnte. Unterm Strich sorgen das ansprechende Rätseldesign, das Taktieren im Duett sowie der trotz aller Widrigkeiten immer noch unheimlich charmante Flow für sehr gute Unterhaltung. Aber dieses Zelda ist für mich eines der schwächsten der Serie. Und dafür kann ich nichts anderes als einen Gold-Award geben. Nintendo hat ein Luxusproblem, ihr habt ein tolles Action-Adventure für die Weihnachtstage!
Pro
 
Kontra
kooperative Team-Manöver   etwas zu leichter Einstieg
kreative Rätsel   keine freie Spielwelterkundung
sehr gutes Leveldesign   zu viel Recycling aus dem Vorgänger
intuitive Steuerung   auf Dauer eintöniges Zugfahren
intelligente Bosskämpfe   öde Hol- und Bringtransporte
neue Pust- & Panflöten-Funktion   teilweise klobige Kulisse
guter Mikrofon-Einsatz    
Peitsche für akrobatische Schwünge    
schöne Feuer-, Eis- und Wind-Effekte    
Karte mit Notizfunktion    
sehr gute Spielbalance    
toller Soundtrack    
Sonstiges
 
Sonstiges
gute deutsche Texte   nur sehr kleine Dörfer/Städte
kein Zeitlimit mehr    blödes Hasenfang- Spiel
viele versteckte Schätze & Sammelbares   keine optionale Digikreuz- Steuerung
Links- & Rechtshänder-Abfrage   Stylus- Steuerung manchmal unpräzise
WiFi für bis zu vier Spieler   keine Sprachausgabe
Multiplayer auch mit einem Modul   nur zwei Speicherplätze
Schätze tauschen über WiFi   einfache Gut- Böse- Story
    Mikrofon etwas zu sensibel

Nintendo DS

„Klasse Leveldesign, clevere Rätsel, tolle Bosse - aber die Schienen hemmen die Erkundungsfreiheit.”

 

Kommentare

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  • Dieses Spiel ist Super, allerdings gibt es 2 Punkte an dem Test, mit denen ich nicht übereinstimme. 1.Zu leichter Einstieg als negativen Punkt zu nehmen finde ich nicht richtig. Der Vorgänger war teilweise schon echt frustrierend an manchen Stellen. Da ist ein leichterer Einstieg bei Spirit  [...] Dieses Spiel ist Super, allerdings gibt es 2 Punkte an dem Test, mit denen ich nicht übereinstimme. 1.Zu leichter Einstieg als negativen Punkt zu nehmen finde ich nicht richtig. Der Vorgänger war teilweise schon echt frustrierend an manchen Stellen. Da ist ein leichterer Einstieg bei Spirit Tracks doch eher positiv zu sehen oder? Außerdem: So leicht ist der Einstieg nun auch nicht, ich finde ihn sogar recht schwierig. (Der Part mit Zelda und den Wachen). Der Einstieg finde ich sogar etwas schwieriger als noch bei Phantom Hourglass, da war der Einstieg für mich kein Problem. 2.Keine Sprachausgabe als negativen Punkt zu werten finde ich total unsinnig. Meines Wissens gab es noch nie irgendein Zelda mit Sprachausgabe. Weder auf dem Gameboy, noch auf Wii und Co. Das musste mal gesagt werden. Aber die allerbesten Zelda-Spiele meiner Meinung nach sind Links Awakening DX für den Gameboy-Color bzw. die alte Variante von 1993 und A Link to the Past. Bei den beiden Spielen stimmte einfach Alles. Anschließend kommen an nächster Stelle die beiden Ds-Versionen sowie Wind Waker und Twilight Princess. Die 3d Versionen vom N64 Ocarina of Time und Majoras Mask haben mich überhaupt nicht so sehr vom Hocker gerissen, da die beiden Titel eine ziemlich störrische Kamera haben, die ab Wind Waker Gottseidank abgelegt wurde.
  • J1natic schrieb:
    edit] Pure Awesomeness!
  • Barzano schrieb:
    Hm, ich hätte sogar eine höhere Wertung erwartet als bei Phantom Hourglass. In meinen Augen wurden in Spirit Tracks fast alle Schwächen des Vorgängers ausgemerzt. Es mag sein, dass man sich jetzt auf Schienen bewegt, allerdings gibt es diesmal WESENTLICH mehr zu
     [...]
    Barzano schrieb:
    Hm, ich hätte sogar eine höhere Wertung erwartet als bei Phantom Hourglass. In meinen Augen wurden in Spirit Tracks fast alle Schwächen des Vorgängers ausgemerzt. Es mag sein, dass man sich jetzt auf Schienen bewegt, allerdings gibt es diesmal WESENTLICH mehr zu entdecken als im Vorgänger. Auch wenn das erst später im Spiel klar wird, sobald man die ganzen geheime Gleise freischalten kann. Dann ist der zentrale Dungeon in Spirit Tracks dem Tempel des Meereskönigs meiner Meinung nach um Welten voraus, was Konzept und Rätseldesign angeht. Von der Musik fang ich gar nicht erst an, die war bei PH ja meistens gar nicht vorhanden. :D Das einzige was ich nach wie vor vermisse, sind die knackigen Rätsel der Capcom Zeldas. Naja, vielleicht im nächsten Wii Teil. Das soll kein Gebashe sein. Ich respektiere deine Meinung Jörg, aber diesmal stimme ich dir nicht in allen Punkten zu ] Dem kann ich nur zustimmen, ich finde Spirit Tracks deutlich besser als Phantom Hourglass. Außerdem sind endlich die lästigen Zeitlimits in den Tempeln verschwunden. Die Bootstouren auf See fand ich schon in Wind Waker nervig, dann lieber Zug fahren. Eigentlich in sämtlichen Punkten verbessert. Und dass das Recycling als negativer Punkt erscheint klingt für mich nur nach versuchte Gründe zu finden das Spiel abzubewerten. Seltsam dass Professor Layton 2 ausschließlich aus Recycelten Inhalten bestand und trotzdem Platin bekam.