Scribblenauts
USK: 6

Test: Scribblenauts

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  Fazit 

Autor:
Jan Wöbbeking

Fazit

Endlich gibt es ein Spiel, dass mich für meine abstrusen Spinnereien belohnt! Scribblenauts ist ein Eldorado für kreative Köpfe: Wo sonst kann man den Teufel, Gott sowie Tausende seiner Kreaturen und Gegenstände frei zum Knobeln benutzen? Der Titel stellt das Prinzip klassischer Rätselspiele auf den Kopf: Statt vorgegebene Objekte zu benutzen, zaubert man sich die fehlenden Dinge einfach selbst herbei, indem man sie einfach in die Bildschirmtastatur hackt. Der putzige Comic-Stil passt genau so gut zum Prinzip wie die aufgekratzten Melodien. Wie so oft bei neuen Konzepten leidet 5th Cells Werk aber unter jeder Menge Kinderkrankheiten: Die überladene Touchscreen-Steuerung wirkt etwas hakelig und der ganze Wust an möglichen Objekten ist zwangsläufig nicht immer perfekt ausbalanciert. Außerdem reagiert manch ein Ding oder Wesen nicht so, wie man es in der realen Welt erwarten würde. Auch die teils konfusen Aufgabenstellungen und die häufigen Abstürze im Editor trüben das Bild. Doch obwohl eine ganze Liste kleiner Nicklichkeiten in der Kontra-Liste steht, konnte mir erstaunlicherweise keine davon die Laune verderben. Es macht einfach viel zu viel Spaß, stundenlang in Maxwells erfreulich großer Strichmännchen-Welt herumzuexperimentieren. Auch das faire Freischalten neuer Welten im Shop sorgt dafür, dass nur sehr selten Frust aufkommt.
Pro
 
Kontra
geniale Spielidee   überladene und etwas hakelige Touchscreen- Steuerung
erstaulich freies, experimentelles Knobeln   mitunter zu vage Missionsbeschreibungen
Fantasie wird belohnt   teils nicht nachvollziehbare Zusammenhänge
Datenbank kennt viele Begriffe   einige übermächtige Personen und Gegenstände
extrem hoher Suchtfaktor   Editor- Levels lassen sich nur mit Freunden tauschen
über 220 Levels können je drei mal gelöst werden    manche Dinge funktionieren nicht wie erwartet
knuffiges Papierfiguren-Design   gelegentliche (im Spiel) bzw. häufige (Editor) Abstürze
beschwingte Musik    
einfacher Level-Editor    
Rätsel lokal oder übers Internet tauschen    
Sandkastenmodus zum Herumprobieren    
Sonstiges
 
Sonstiges
frei einkaufbare Welten verhindern Frust   Worteingabe könnte etwas komfortabler ausfallen
viele geheime Spezial-Auszeichnungen freischaltbar   Eingabefenster merkt sich nur die letzten vier Worte
sechs Sprachen wählbar   einige alltägliche Begriffe fehlen
    keine Multiplayermodi
    nur Speicherplatz für 12 eigene Levels

Nintendo DS

„Unheimlich kreatives und charmantes Knobelspiel, das tagelang an den DS fesselt, aber auch ein wenig unter seiner hakeligen Steuerung leidet.”

 

Kommentare

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  • 4P|Jan schrieb:
    Samarius schrieb:
    Ich spiele gerade die deutsche Version. Kann dem Test soweit zustimmen, abgesehen davon, dass das Spiel bei mir (noch) nicht abgestürzt ist. Ich habe irgendwo gelesen, dass Scribblenauts auf dem DSi häufiger zum abstürzen neigt,
     [...]
    4P|Jan schrieb:
    Samarius schrieb:
    Ich spiele gerade die deutsche Version. Kann dem Test soweit zustimmen, abgesehen davon, dass das Spiel bei mir (noch) nicht abgestürzt ist. Ich habe irgendwo gelesen, dass Scribblenauts auf dem DSi häufiger zum abstürzen neigt, als auf dem DS lite. Vielleicht bin ich deshalb verschont geblieben...
    Interessant. In meinem fall war es der DS lite.
    Wie schauts mit dem ersten DS? Man fühlt sich echt als außenseiter wenn man den ersten besitzt und keinen lite oder i ... Damit muss man wohl leben :wink:
  • Hab das Spiel jetzt auch schon was länger und muss sagen, dass doch einiges an Rätselkost geboten wird. Aber leider ist es auch so, dass man meist immer nur die gleichen Sachen verwendet, da diese einfach so eine Art von Universallösung darstellen. Davon abgesehen ist das Game aber top!
  • Geiles Spiel!!! endlich wird einem mal freiheit gelassen 8)