Lost in Blue
USK: frei

Test: Lost in Blue

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  3  |  Fazit 

Autor:
Jörg Luibl

Fazit

Als die ersten Trailer zu Lost in Blue über meinen Monitor schwirrten, war ich begeistert: eine einsame Insel, der Kampf ums Überleben, das Erkunden im Team - all das schürte die Hoffnung auf ein packendes Survival-Abenteuer. Und zu Beginn ist man tatsächlich fasziniert, denn Konami kann nicht nur eine glaubwürdige Stimmung aus Verzweiflung und Idylle aufbauen, sondern auch die Mikro- und Touchtechnik des DS sinnvoll einsetzen: Man pustet in die Glut, rüttelt an Bäumen, jagt mit dem Stiftspeer. Aber dann entsteht eine elende Endlosschleife der immer gleichen Aktionen. Dann erlebt man statt Erkundung und Abenteuer tagtäglich ein knallhartes, sich wiederholendes Nahrungs- und Zeitmanagement. Man vermisst das Mysteriöse, das Unerwartete. Und so schleicht sich eine ermüdende Routine ein und würgt die Faszination, bis man vor Verärgerung flucht. Das hätte das Spiel zugrunde richten können, wenn da nicht das letzte Drittel wäre: Plötzlich punktet das Abenteuer mit frischem Knobelfair und weckt noch mal die erzählerische Neugier. Wer die Zähne zusammen beißt und durchhält, wird Lost in Blue trotz seiner klaren Schwächen mögen - vielleicht sogar lieben. Aber es ist weit weg von der erhofften Klasse.
Pro
 
Kontra
schöne Inselidylle   schlampige Übersetzung
etwas Sprachausgabe   nerviges Nahrungsmanagement
inklusive Fischfang & Jagd   Story kommt nicht in Gang
viele kombinierbare Gegenstände   zu spät Adventure- Flair
Erkundung im Team möglich   sich wiederholende Laufwege & Aktionen
zig Nahrungsquellen   zu wenig Mysteriöses, zu wenig Überraschungen
freispielbarer Spielmodus    
gute Nutzung der DS-Technik    
mehrere Enden    

Nintendo DS

 

Kommentare

Du musst eingeloggt sein, um einen eigenen Kommentar verfassen zu können. Bewertungen können ohne eingeloggt zu sein vergeben werden. Jetzt einloggen
  • das "fazit" hätte von mir sein können. was hab ich mich gefreut, als ich die ersten reviews gelesen und videos gesehen habe. dann die ernüchterung der ersten tests :( schade, dass hier ein vielversprechendes spielprinzip so versemmelt wurde :(
  • Hab mir Lost in Blue auch zugelegt. Aber ich finde es ist etwas zu stressig. Und der Schwierigkeitsgrad ist auch nicht ohne. Die Übersetzung ist jetzt gar nicht so schlimm. Ein an sich gutes Spiel mit kleinen Macken, aber leider nichts für mich.
  • Hotohori schrieb:
    zumal mir das Spiel vom Thema her gefällt (vielleich auch gerade durch LOST - irgendwie mag ich die Serie ;) ) und Anime Look Spielgrafik liebe ich eh.
    Dann kauf's dir. Ich mag Lost auch und Lost in Blue wird trotz seiner Schwächen auf meiner  [...]
    Hotohori schrieb:
    zumal mir das Spiel vom Thema her gefällt (vielleich auch gerade durch LOST - irgendwie mag ich die Serie ;) ) und Anime Look Spielgrafik liebe ich eh.
    Dann kauf's dir. Ich mag Lost auch und Lost in Blue wird trotz seiner Schwächen auf meiner Wunschliste der Fortsetzungen stehen. Wenn du hier und da ein paar Augen zudrücken und viel Geduld mitbringen kannst, wirst du es mögen. 75% bedeutet ja, dass es noch ein gutes Spiel ist. Das letzte Inselabenteuer von Peter Molyneux hat trotz göttlicher Grafik nur befriedigende 70% ergattert... :wink: Hotohori schrieb:
    Der Test ist übrigends ganz ok, nur hier und da klingt etwas Frust durch und Dinge die für so ein Spiel eigentlich normal sind klingen etwas zu unnormal.
    Danke. Frust hab ich beim Spielen an einigen Stellen gehabt - ich denke, das sollte man auch dem Leser mitteilen, denn diese Emotionen bestimmen auch meinen Spielspaß.

Lesertests

Es sind noch keine Lesertests zu Lost in Blue vorhanden.