Ceville
USK: 12

Test: Ceville

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  Fazit 

Autor:
Jan Wöbbeking

Fazit

Böse sein macht Spaß! Endlich kann ich wieder nach Herzenslust den egozentrischen Fiesling raushängen lassen - und Ceville gibt mir mit seinen zynischen Kommentaren die perfekte Rechtfertigung dafür. Schon nach kurzer Zeit ein genau so breites Grinsen im Gesicht wie der herrlich fiese Tyrann. Ganz so abgedreht und feinsinnig wie in Edna sind die Dialoge nicht, sorgen aber trotzdem für unzählige Lacher. Die alberne Geschichte plätschert gemütlich vor sich hin, doch bei diesem Konzept ist das Nebensache: Das Spiel setzt den Fokus klar auf die gelungene Situationskomik, welche im klassischen Stil von Terry Pratchett und Douglas Adams aktuelle Themen überspitzt in die Fantasy-Welt überträgt. Eine weitere Stärke sind die vielen clever ausgetüftelten Rätsel, die ihr mal alleine, mal im Team angeht. Der Schwierigkeitsgrad steigt angenehm linear an. Alles mit allem kombinieren ist hier nicht drin und auch übertrieben abstruse Rätsel tauchen nicht auf. Die dynamische Hilfe sorgt ebenfalls für angenehmes Knobeln. Trotzdem werdet ihr ziemlich lange damit beschäftigt sein, die zahlreichen Kopfnüsse zu knacken. Schade, dass vor dem Release nicht noch etwas mehr an dem Spiel gefeilt wurde. Kleine technische Nicklichkeiten und durch eine ungünstige Kamera verdeckte Gegenstände können mitunter für Frust sorgen. Wenn ihr unsere Komplettlösung im 4P-Spieletipps-Bereich zur Hilfe nehmt, stellen aber auch sie kein Problem dar. Wenn ihr eine Vorliebe für skurrile Fantasy-Figuren, alberne Gags und wohldurchdachte Kopfnüsse habt, solltet ihr euch Ceville auf keinen Fall entgehen lassen!
Pro
 
Kontra
albernes Charakter-Design mit liebenswerten Fieslingen   selten aber ärgerlich: ungünstige Kamerawinkel verdecken wichtige Dinge
selbstironische Fantasy-Welt   Cursor aktiviert nicht immer das, was man anklickt
hübsch gestaltete 3D-Kulissen   Charaktere laufen munter durch andere hindurch
viele Seitenhiebe auf Spiele, Filme und Zeitgeschehen   Figuren reden manchmal wild durcheinander
viele clever entworfene Rätsel    
Denksportaufgaben mal über einen, mal über mehrere Bereiche    
Kombinationsrätsel mitverschiedenen Charakteren    
gelungener Anstieg des Schwierigkeitsgrades von einsteigerfreundlich bis knackig    
keine irrwitzig unlogischen Kopfnüsse    
Hilfe-System zeigt sinnvolle Kombinationen an    
gute Synchronisation    
Sonstiges
 
Sonstiges
diverse Grafikoptionen auch für etwas ältere Rechner   gelegentliche Abstürze
passende Augenbewegungen hauchen den Figuren Leben ein   bei hohen Einstellungen nicht ganz flüssige Bildrate & Tearing
nette Spiegelungen auf Wasser und Metall   Figuren leiden ab und an unter Zuckungen oder laufen gegen die Wand
hübsche Tiefenunschärfe   lange Ladezeit beim Spielstart
unterhaltsame Splitscreen-Rätsel unter Zeitdruck    liebloses Menü- Design
alle fünf Minuten Auto-Save    

PC

„Fiese Kommentare und interessante Rätsel: Die Abenteuer des Ex-Tyrannen Ceville sorgen für jede Menge Rätselspaß.”

 

Kommentare

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  • Wirklich sehr nettes Spiel dem man die Mühe anmerkt die hier reingesteckt wurde. Viele 3D-Adventures geizen ja mit Animationen und das sieht dann so aus: Spieler-Aktion, Schwazer Bildschirm, Änderung sichtbar. Bei Ceville ist wirklich sehr viel selbst animiert, hat mich teilweise sehr gewundert da  [...] Wirklich sehr nettes Spiel dem man die Mühe anmerkt die hier reingesteckt wurde. Viele 3D-Adventures geizen ja mit Animationen und das sieht dann so aus: Spieler-Aktion, Schwazer Bildschirm, Änderung sichtbar. Bei Ceville ist wirklich sehr viel selbst animiert, hat mich teilweise sehr gewundert da das unglaublich viel Arbeit ist und eigentlich unüblich für Adventures, da es einen immensen Mehraufwand bedeutet für die Entwicklung bedeutet. Ansonsten sind die 84% wirklich gerechtfertigt, leider ist mir Ceville manchmal nicht böse und sarkastisch genug und Ambrosius kann eine ziemliche Nervensäge sein, so ein Charakter-Design ist dann doch auch schon reichlich dagewesen, vor allem in Cartoons usw.
  • Ist ein nettes Adventure. Die Wertung geht in meinen Augen in Ordnung. Allerdings reicht es bei weitem nicht an Edna bricht aus heran, einfach ein göttliches Spiel :D Trotzdem, gute Unterhaltung mit netter Story und ausgefeilten Charakteren (übrigens ist die Synchronisation klasse!), angenehmen  [...] Ist ein nettes Adventure. Die Wertung geht in meinen Augen in Ordnung. Allerdings reicht es bei weitem nicht an Edna bricht aus heran, einfach ein göttliches Spiel :D Trotzdem, gute Unterhaltung mit netter Story und ausgefeilten Charakteren (übrigens ist die Synchronisation klasse!), angenehmen Rätseln und dem ein oder anderen Schmunzler bis Lacher.
  • Wieso sollte man das können, wenn man nur die Maus braucht, sprich es sich um eine indirekte Steuerung handelt? Gamepads funktionieren nur da, wo man auch wirklich selbst steuert, also bei Adventures wie Grim Fandango, Monkey Island 4 oder Dreamfall. Und außerdem, wieso willst du die  [...] Wieso sollte man das können, wenn man nur die Maus braucht, sprich es sich um eine indirekte Steuerung handelt? Gamepads funktionieren nur da, wo man auch wirklich selbst steuert, also bei Adventures wie Grim Fandango, Monkey Island 4 oder Dreamfall. Und außerdem, wieso willst du die komfortable Maussteuerung gegen eine Gamepadsteuerung eintauschen? :D