Age of Empires III

Test: Age of Empires III

So testet 4Players
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Autor:
Jörg Luibl

Fazit

Eigentlich beurteilt man gerade seine Lieblingsserien leichter - man kennt die Vorgänger auswendig, ist motivierter, spielt intensiver. Aber selten habe ich mit einer Wertung so lange gehadert. Die Enttäuschung über das Schießen durch Hindernisse und Wände aller Art, die fehlende Mauer- und Turmbemannung sowie das spartanische Truppen-Management war zunächst so groß, dass die Euphorie über diese wunderbare Kulisse und die herrliche Völkervielfalt einer kalten Ernüchterung wich. Warum nutzt man die Physik-Engine nicht konsequent? Warum kann man keine Mauern bemannen? Warum spielt das Gelände keine taktische Rolle? Warum gibt es automatisiertes Gemetzel statt Formationsplanung? Diese Fragen blieben offen und ließen den Award in weite Ferne rücken. Am Ende war es jedoch nicht nur der Age-Fan in mir, der den Absturz eines Hitkandidaten in die Mittelmäßigkeit stoppte: Mit der unterhaltsamen Kampagne, den lebendigen Allianzen und vor allem dem innovativen sowie auf lange Sicht motivierenden Trading Card-System haben die Ensemble Studios selbst die Reißleine gezogen, die den dritten Teil doch noch sicher im guten Bereich landen lässt. Und auch in Sachen Optik, Akustik und Umfang bleiben keine Wünsche offen. Age of Empires III ist auf den ersten Blick der schönste, der üppigste und angesichts seiner Einheitenvielfalt vielfältigste, aber auf den zweiten Blick auch der inkonsequenteste und schwächste Teil der ruhmreichen Serie.
Pro
 
Kontra
wunderbare Kulisse   keine taktischen Finessen
gut erzählte Kampagne   nur zwei Online- Spielmodi
pompöse Schiffskämpfe   Tore nicht manuell schließbar
herrliche Animationen   Einheiten schießen durch Mauern
epische Musikuntermalung   einige unpassende KI- Kommentare
faszinierende Völkervielfalt   keine Turm- & Palisadenbemannung
neues Bonuskarten-System   wenig authentischer Schusswaffenkrieg
offenerer Technologiebaum   langes Absuchen der Karte nach Feinden
komplett lokalisiert   Mikromanagement mit Tücken
taktische Allianzen mit der KI    
lebendiges Akustik-Feedback    
einheitliche Marschgeschwindigkeit    
Multiplayermodus für bis zu acht Mann    
     

PC

„Auf den ersten Blick der schönste, aber auf den zweiten Blick auch der inkonsequenteste Teil der ruhmreichen Serie. ”

 

Kommentare

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  • Ich muss sagen, dass sich Age of Empires mit jedem Teil stetig verbessert und weiterentwickelt hat. Wieso aber Age of Mythology mehr Prozente als AOE3 bekommen hat ist mir nicht ganz klar, weil ich den dritten Teil mit Abstand am besten finde. Und die Tester sollten den 2. Teil mal genauer spielen,  [...] Ich muss sagen, dass sich Age of Empires mit jedem Teil stetig verbessert und weiterentwickelt hat. Wieso aber Age of Mythology mehr Prozente als AOE3 bekommen hat ist mir nicht ganz klar, weil ich den dritten Teil mit Abstand am besten finde. Und die Tester sollten den 2. Teil mal genauer spielen, man konnte sehr wohl durch Mauern schießen.
  • 4P|T@xtchef schrieb:
    Man konnt in Age of Kings NICHT durch Mauern schießen
    Das ist schlicht und ergreifend einfach FALSCH.
  • Die durchlässigen Mauern find ich nicht schlecht... Es verhindert ein Einbuddeln und keine richtige Kanonen- oder Musketenkugel würde sich durch Holz aufhalten lassen... Würde die Mauer noch dabei beschädigt und der Musketenschaden an der getroffenen Einheit hinter der Mauer reduziert werden, wäre  [...] Die durchlässigen Mauern find ich nicht schlecht... Es verhindert ein Einbuddeln und keine richtige Kanonen- oder Musketenkugel würde sich durch Holz aufhalten lassen... Würde die Mauer noch dabei beschädigt und der Musketenschaden an der getroffenen Einheit hinter der Mauer reduziert werden, wäre es perfekt! Das Kartensystem ist noch dazu erste Sahne. Hätte das C&C3 auch, wäre es um Längen besser geworden... Solche Experimente begrüße ich!!!