Fazit
Eigentlich beurteilt man gerade seine Lieblingsserien leichter - man kennt die Vorgänger auswendig, ist motivierter, spielt intensiver. Aber selten habe ich mit einer Wertung so lange gehadert. Die Enttäuschung über das Schießen durch Hindernisse und Wände aller Art, die fehlende Mauer- und Turmbemannung sowie das spartanische Truppen-Management war zunächst so groß, dass die Euphorie über diese wunderbare Kulisse und die herrliche Völkervielfalt einer kalten Ernüchterung wich. Warum nutzt man die Physik-Engine nicht konsequent? Warum kann man keine Mauern bemannen? Warum spielt das Gelände keine taktische Rolle? Warum gibt es automatisiertes Gemetzel statt Formationsplanung? Diese Fragen blieben offen und ließen den Award in weite Ferne rücken. Am Ende war es jedoch nicht nur der Age-Fan in mir, der den Absturz eines Hitkandidaten in die Mittelmäßigkeit stoppte: Mit der unterhaltsamen Kampagne, den lebendigen Allianzen und vor allem dem innovativen sowie auf lange Sicht motivierenden Trading Card-System haben die Ensemble Studios selbst die Reißleine gezogen, die den dritten Teil doch noch sicher im guten Bereich landen lässt. Und auch in Sachen Optik, Akustik und Umfang bleiben keine Wünsche offen. Age of Empires III ist auf den ersten Blick der schönste, der üppigste und angesichts seiner Einheitenvielfalt vielfältigste, aber auf den zweiten Blick auch der inkonsequenteste und schwächste Teil der ruhmreichen Serie.Pro |
Kontra |
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wunderbare Kulisse |
keine taktischen Finessen |
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gut erzählte Kampagne |
nur zwei Online- Spielmodi |
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pompöse Schiffskämpfe |
Tore nicht manuell schließbar |
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herrliche Animationen |
Einheiten schießen durch Mauern |
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epische Musikuntermalung |
einige unpassende KI- Kommentare |
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faszinierende Völkervielfalt |
keine Turm- & Palisadenbemannung |
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neues Bonuskarten-System |
wenig authentischer Schusswaffenkrieg |
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offenerer Technologiebaum |
langes Absuchen der Karte nach Feinden |
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komplett lokalisiert |
Mikromanagement mit Tücken |
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taktische Allianzen mit der KI |
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lebendiges Akustik-Feedback |
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einheitliche Marschgeschwindigkeit |
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Multiplayermodus für bis zu acht Mann |
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PC
„Auf den ersten Blick der schönste, aber auf den zweiten Blick auch der inkonsequenteste Teil der ruhmreichen Serie. ”
Kommentare
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Ich muss sagen, dass sich Age of Empires mit jedem Teil stetig verbessert und weiterentwickelt hat. Wieso aber Age of Mythology mehr Prozente als AOE3 bekommen hat ist mir nicht ganz klar, weil ich den dritten Teil mit Abstand am besten finde. Und die Tester sollten den 2. Teil mal genauer spielen, [...] Ich muss sagen, dass sich Age of Empires mit jedem Teil stetig verbessert und weiterentwickelt hat. Wieso aber Age of Mythology mehr Prozente als AOE3 bekommen hat ist mir nicht ganz klar, weil ich den dritten Teil mit Abstand am besten finde. Und die Tester sollten den 2. Teil mal genauer spielen, man konnte sehr wohl durch Mauern schießen.
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4P|T@xtchef schrieb:
Man konnt in Age of Kings NICHT durch Mauern schießen Das ist schlicht und ergreifend einfach FALSCH. -
Die durchlässigen Mauern find ich nicht schlecht... Es verhindert ein Einbuddeln und keine richtige Kanonen- oder Musketenkugel würde sich durch Holz aufhalten lassen... Würde die Mauer noch dabei beschädigt und der Musketenschaden an der getroffenen Einheit hinter der Mauer reduziert werden, wäre [...] Die durchlässigen Mauern find ich nicht schlecht... Es verhindert ein Einbuddeln und keine richtige Kanonen- oder Musketenkugel würde sich durch Holz aufhalten lassen... Würde die Mauer noch dabei beschädigt und der Musketenschaden an der getroffenen Einheit hinter der Mauer reduziert werden, wäre es perfekt! Das Kartensystem ist noch dazu erste Sahne. Hätte das C&C3 auch, wäre es um Längen besser geworden... Solche Experimente begrüße ich!!!

