Fazit
Schon mit Crusaders: Thy Kingdom Come wollte es Neocore Games mit der Total War-Reihe aufnehmen - doch sie zahlten Lehrgeld. Die zweite Attacke mit King Arthur gelingt wesentlich besser und übertrumpft das Vorbild mit seinem interessanten Weltkarten-Modus, während die Darstellung der Schlachten weiter hinterher hinkt. Die weit reichenden Fantasy- und Rollenspiel-Anleihen sorgen in der dynamischen Kampagne für reichlich Freiraum mit Konsequenzen - allerdings hätten die tollen Quests eine bessere Präsentation verdient als schnöde Texttafeln. Aber der Einfluss durch Gesinnungen und Religionen wurde hervorragend integriert. Neben vielen verzweigten Quests sowie dem Armee-Management kann ich zudem forschen, Gesetze erlassen oder Helden entwickeln. Die Mischung aus Rollenspiel und Strategie geht sehr gut auf und schlägt sogar das große Vorbild Total War. Nicht ganz so stark sind hingegen die Echtzeit-Schlachten, die zwar durch das Battlefield-ähnliche Siegpunkt-System an Dynamik gewinnen, aber es fehlt einfach an der Wucht der Gefechte - vor allem die Kampfanimationen und die Intensität lassen zu wünschen übrig. Außerdem vermisst man gerade im Vergleich zu Total War weitere Einheitentypen, um eine breitere taktische Tiefe bieten zu können sowie eine entferntere Kamera. Und an der ungewöhnlichen Stärke der Bogenschützen werden sich die Balance-Geister scheiden. Durch die Defizite in den Schlachten schrappt das Spiel denkbar knapp am Gold-Award vorbei, aber für mich ist King Arthur schon jetzt eine der positiven Überraschungen in diesem Jahr.
Gut gemacht, Neocore Games! Zum einen freue ich mich, dass es mit diesem zweiten Anlauf endlich eine kreative Konkurrenz im Bereich der epischen Runden-Echtzeit-Strategie gibt - Total War war jetzt etwas zu lange alleine an der Macht. Vor allem der interessante Kartenmodus mit seinen dynamischen Quests und Konsequenzen hat ein Lob verdient. Und endlich gibt es ein mittelalterliches Kriegsspiel, das die effiziente Rolle der Bogenschützen historisch korrekter darstellt: Wenn die Langbögen hier den Himmel verdunkeln, wächst ein paar Sekunden später in der Schlachtordnung des Gegners kein Gras mehr; da muss man auch nicht über Balancing jammern, da muss man eben anders taktieren! Aber selbst für mich als Eibenfetischist und Freund des keltischen Mythos will kein intensives Schlachtfeldgefühl aufkommen. So lobenswert die strategischen Ansätze sowie die Rollenspielanleihen auf der Karte sind: Sowohl in der Präsentation als auch der taktischen Vielfalt des Getümmels liegt man zwei Klassen hinter dem, was sich in Total War abspielt. Trotzdem komme ich nur schwer von dieser fiktionalen Eroberung Britanniens los - hoffentlich gibt es einen Nachfolger!
Pro |
Kontra |
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komplexe und gut gelungene Genre-Mischung |
wenig Einheitentypen |
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tolle Quest-Geschichten mit Entscheidungen |
hakelige Kamerasteuerung |
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vier umfangreiche Kapitel |
zu begrenzte Zoomfunktion |
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Gesinnungssystem mit Einfluss |
kaum Abwechslung bei den Kampfzielen (Eroberung, Zerstörung) |
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Forschung, Stadtausbau und Gesetze |
KI rekrutiert Truppen vergleichsweise schneller |
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vier Jahreszeiten mit eigenen Besonderheiten |
spartanisch präsentierte Quests |
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viel Entscheidungsfreiraum, auch beim Feldzug |
schwache Kampf- und Schlacht- Animationen |
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Wahl von Verbündeten und Feinde |
Hilfetexte anstatt eines Tutorials |
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diplomatische Möglichkeiten |
umständliche Item- Übergabe |
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Mikromanagement (Provinzen, Armeen, Helden, etc.) |
simple Diplomatie |
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dynamisches Kampfsystem mit Siegpunkten |
wenig echte Belagerungen |
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Gelände und Formationen beeinflussen die Kämpfer |
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magische Spezialfunktionen der Helden |
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Weiterentwicklung der Helden und Soldaten |
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Gegenstände zur Verbesserung |
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stimmige Fantasy-Welt mit tollem Soundtrack |
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Armee-Skirmish-Modus |
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Sonstiges |
Sonstiges |
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Option: Bogenschützen können "geschwächt" werden |
Kopierschutz: Steam und Online- Aktivierung |
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Multiplayer- Modus: Nur zwei Armeen gegeneinander |
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häufige Gefechte in Unterzahl |
PC
„Rollenspiel mit Total War: Faszinierende und komplexe Mischung mit großartigem Weltkarten-Modus, aber etwas faden Schlachten sowie Präsentationsmankos.”
Kommentare
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ich hab das problem das ich net speichern kann! wenn ich speicher und das game komplett verlasse und es wieder starte ist mein spielstand weg. kann ja wohl net normal sein!!! ich weiß net obs an steam liegt oder weil ich es aus der computerbild hab. aber das pisst mich echt an
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Mich wundert es ziemlich das nicht auf die milde gesagt grottenschlechte Balance eingegangen wird. Und damit meine ich nicht die starken Pfeile (Das mag ich, Bogenfan ^_^, und zum anderen kann auf das Problem entsprechend reagieren). Das erste: Was für Armeen später die Gegner haben, ist einfach [...] Mich wundert es ziemlich das nicht auf die milde gesagt grottenschlechte Balance eingegangen wird. Und damit meine ich nicht die starken Pfeile (Das mag ich, Bogenfan ^_^, und zum anderen kann auf das Problem entsprechend reagieren). Das erste: Was für Armeen später die Gegner haben, ist einfach nur krank. Reihenweiße nur Level 10 Armeen angeführt von drei-vier Helden die selber noch sehr starke Fähigkeiten haben. (Magier, ich kotze gleich). Was haben die Entwickler sich bitte dabei gedacht, mehrere Unseelie level 10 Armeen auf den Spieler loszulassen, während (wer häts gedacht) level 10 Kreuzritterarmeen ( die aus den nichts spammen, klasse) wüten? Die kann man aber tatsächlich bezwingen, mit etwas was noch mehr imba ist: Die Zauber. Dieser Schattenzauber (name gerade vergessen, sorry) löscht selbst auf Stufe 1 mehrere Bogenschützentruppen mit einen Schlag um beziehungsweise beinahe. Egal, welche Stufe diese Soldaten haben. Bei Stufe 2 kann man das beinahe ersatzlos streichen. (und jetzt stellen wir uns einfach vor, das eine gegnerische Armee fast komplett aus Bogenschützen besteht und drei Helden haben, die alle den Schattenzauber haben. Das ist Wales -.-) Schwer gepanzerte bringt es immerhin nicht sofort um. Macht aber nichts, wir hauen denen einfach ein Blitz rein, und level 10 Gralsritter Truppe ist weg. Oder Meteor, da wird eine zweite Truppe noch mit ins Verderben gerissen. Es gibt noch ein paar Schadenszauber, die nicht gerade schlecht sind. Ein Zauber der z.B 75% der Truppe tötet :roll: Ach, habe ich schon erwähnt das die mindestens eine Reichweite von 400 Meter haben, einige auch 500 oder 600? Bevor man so eine Armee nur in den Nahkampf bekommt ist die weggezaubert. Anderseits, wie soll mal mit den übertriebenen Armeen der Ki sonst fertig werden? Alle Wertungen über 70 % sind für mich für dieses Spiel mit so einer Balance zu hoch. Was ich selber ziemlich schade finde: ohne die Helden (oder zumindest ohne Zauberer) und die Ki-Armeen mit eine vernünftige Stärke wäre für mich auch eine hohe achziger gerechtfertigt. So wird es aber für Total War kein wirklicher Konkurrent sein.
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das weekend gibts es bei steam im angebot mit 2 DLC ´s dazu nur warum eigentlich nur in englisch? hat wer ne ahnung? ich hätts mir sonst gekauft ...
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