Loki - Im Bannkreis der Götter
USK: 16

Test: Loki - Im Bannkreis der Götter

So testet 4Players
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Autor:
Mathias Oertel

Fazit

Kein Dungeon Siege, kein Titan Quest und auch kein Sacred konnte mich nach Diablo II so fesseln wie diese mythische Götterhämmerung. Ein äußerst gelungenes Inventarsystem; über 190 Abschnitte, die mit abwechslungsreichen Gegnern und interessanten Bossen prall gefüllt sind; haufenweise Gegenstände, die ich größtenteils sogar modifizieren kann: Dies sind die Spitzen des Hack&Slay-Eisbergs, der sich unter der zufällig generierten Kulisse befindet. Aber wieso dann kein Award? Ganz einfach: Weil ich dieses Spiel mitunter ebenso hasse wie ich es liebe. Kleine Balancing-Probleme hinsichtlich der guten Charakter-Entwicklung nehme ich noch stillschweigend in Kauf. Doch immer wieder falle ich in kleine Motivationslöcher. Weil z.B. zu viel Zeit zwischen den interessanten Story-Elementen vergeht. Weil ich immer wieder an einem unfairen Punkt in den Level geschmissen werde. Weil die Entwickler keinen Mut zur Lücke beweisen und es nicht geschafft haben, bei allen Figuren eine angenehme Größe für die Level zu finden und die Schlachten dadurch unnötig in die Länge gezogen werden - benötigte Erfahrungspunkte und Gegenstände hin oder her. Und dann steigen die Motivation und der Spaß doch wieder: Ein neuer seltener Gegenstand; ein Gegner, den ich bislang noch nicht gesehen habe; eine interessante Aufgabe. Das Team von Cyanide hat es geschafft, aus bekannten Zutaten eine schmackhafte Schlachtplatte zu kochen. Allerdings meint man es etwas zu gut, und haut einem wie Oma den Teller etwas zu voll. "Iss, Junge. Schmeckt doch! Und ist gut für dich!" Ist es auch. Mit Feinschliff und etwas mehr Mut zum Risiko hätte es aber seine goldene Belohnung sicher gehabt. Ist mir aber egal. Ich hänge an der mythischen Götter-Nadel - ob mit oder ohne Award! 
Pro
 
Kontra
vorbildliches Inventar-System   unnötige Level- Längen
Waffen in Einzelteile aufspaltbar und neu kombinierbar   stark schwankende Qualität der Kulisse
Waffen und Rüstungen können aufgewertet werden   Balancing- Probleme
interessante Boss-Kämpfe   hin und wieder unfairer Level- Einstieg mit nicht zu schaffender Gegner- Masse
sehr gute deutsche Sprachausgabe   gelegentliche Motivationslöcher
gelungene Charakter-Entwicklung   keine Lagerkiste
mit haufenweise Gegenständen ein Traum für Jäger und Sammler   umständlicher Gegenstandstausch (Multiplayer)
spielend einfacher Gegenstands-Verkauf   Lags (Multiplayer)
vier Mehrspieler-Modi   Abstürze (Multiplayer)
serverseitig gespeicherte Figuren (Multiplayer, über GameCenter)    
variables Gegner-Balancing (Multiplayer)    
Sonstiges
 
Sonstiges
zufallsgenerierte Level…   … denen man häufig das Baukasten- Prinzip ansieht
umfangreiche Gegner-Auswahl   Story kommt auf Dauer zu kurz
vier spielbare Charaktere mit jeweils eigener Mythologie und Welt   Gegner greifen bei Gesprächen an
fordernder Level-Mitaufstieg der Gegner   wenig Leben in zentralen Städten und Dörfern
übersichtliches Bestiarium   mitunter tendenziell zu hohe Gegenstands- Ausschüttung
insgesamt über 190 Abschnitte in vier mythologischen Reichen   kleinere Bugs im Multiplayer (z.B. Kisten)
    Ladezeiten
    hardwarehungrig
    spontaner Item- Vergleich zu umständlich

PC

„Ein würdiger Nachfahre der Diablo-Serie, der aber mit Detailschwächen viel seines Potenzials verschenkt...”

 

Kommentare

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  • Ich habe gestern angefangem zu spielen. Loki ist in der aktuellen Gamestar Ausgabe auf der XL DVD! Eigentlich bis jetzt gan nett. Was mich nervt: Das man nicht weit rauszoomen kann. Da verliert man schnell den Überblick. Die Charaktere sind bis jetzt sehr gut vertont. Mehr kann ich auch  [...] Ich habe gestern angefangem zu spielen. Loki ist in der aktuellen Gamestar Ausgabe auf der XL DVD! Eigentlich bis jetzt gan nett. Was mich nervt: Das man nicht weit rauszoomen kann. Da verliert man schnell den Überblick. Die Charaktere sind bis jetzt sehr gut vertont. Mehr kann ich auch noch nicht sagen. Bin gerade mal im Düsterwald! 8)
  • naja, ich hab mir das spiel von nem Kumpel geliehen und muss sagen, dass Titan Quest (und insbesondere ImmortalThrone) viel besser ist. Einzig die Charakterentwicklung ist besser. Vor allem die seelenlosen Endbosse fand ich schrecklich. Wieso sieht zb Fenris so aus, als hätte man einen Eiswolf  [...] naja, ich hab mir das spiel von nem Kumpel geliehen und muss sagen, dass Titan Quest (und insbesondere ImmortalThrone) viel besser ist. Einzig die Charakterentwicklung ist besser. Vor allem die seelenlosen Endbosse fand ich schrecklich. Wieso sieht zb Fenris so aus, als hätte man einen Eiswolf 10 mal vergrößert und fertig?
  • Da es den Titel mitlerweile bereits länger in der Pyramide gibt und ein dicker, fetter 5 Euro Aufkleber auf der Hülle brangte, habe ich zugegriffen. Mir ist wirklich schleierhaft wie das Game über 80% von den sonst zu kritischen 4Players Testern erhalten konnte. Sicherlich, es sind mitlerweile 2  [...] Da es den Titel mitlerweile bereits länger in der Pyramide gibt und ein dicker, fetter 5 Euro Aufkleber auf der Hülle brangte, habe ich zugegriffen. Mir ist wirklich schleierhaft wie das Game über 80% von den sonst zu kritischen 4Players Testern erhalten konnte. Sicherlich, es sind mitlerweile 2 Jahre vergangen. Trotzdem hat Loki ein paar herbe Schnitzer die auch vor 2 Jahren hätten schwerer gewichtet werden müssen. Die Grafik ist mittelmäßig, was aber nicht unbedingt das Problem darstellt. Vielmehr ist Loki einfach langweilig. Das Spielprinzip erinnert stark an Diablo 1. Das ist, da wollen wir mal ehrlich sein, heute kein Ruhmesblatt mehr. Man rennt durch endlos gleichförmige Level und schlachtet Massen an immer gleichen Gegner ab. Kein Drumherum, keine Storydetails, kein Esprit, keine Höhepunkte. Titan Quest ist sicherlich auch kein spielerisches Schwergewicht, dennoch ist es weithaus atmosphärischer als das schmucklos und detailarm wirkende Loki. Eine Entäuschung, selbst für 5 Euro.