Test: Defcon

So testet 4Players
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Autor:
Benjamin Schmädig

Fazit

Wahnsinn! Defcon zeigt einen furchtbaren, alles vernichtenden Atomkrieg und fesselt trotzdem Runde für Runde für Runde. Dabei sehen die Bilder so harmlos aus: Eine Weltkarte, ein paar Dutzend Symbole – das war’s. Aber gerade weil Introversion nur die unbedingt benötigten Informationen darstellt, ist das Spiel bedrückend real. Weil der Kopf genau weiß, was das Symbol mit dem spitzen Kopf anrichtet. Weil die fast unscheinbare, drohende Musik das Schweigen nach der Vernichtung greifbar macht. Weil es den schlimmsten vorstellbaren Ernstfall trotz der distanzierten Perspektive so unmittelbar darstellt. Aber Defcon schreckt nicht ab. Im Gegenteil: Es fesselt an den Bildschirm. Dafür sorgt nicht nur der Reiz, eine so mächtige Position auszufüllen, sondern vor allem die Tatsache, dass die wenigen Einheiten viele taktische Möglichkeiten offenbaren. Auch die Wahl des Territoriums zwingt immer wieder zum Umdenken. Schade ist nur, dass die Steuerung einige Wünsche offen lässt: Ihr müsst allen Einheiten separat Befehle erteilen, verzettelt euch schnell im Wirrwarr, wenn viele Truppen am selben Fleck operieren und ärgert euch über die zähe Reaktionszeit nach einem Mausklick. Und auch wenn Defcon ausschließlich für einzelne Runden konzipiert wurde: Eine online geführte Rangliste, in der Erfolge und Misserfolge verzeichnet bleiben, wäre schön gewesen. Aber wenn der atomare Regen gefallen ist und meine Gegner das Spiel verlassen, denke ich schon daran, was ich in der nächsten Runde besser machen kann. Wenn ihr euch darauf einlassen wollt, dass ihr immer wieder das gleiche Szenario beginnt, erwartet euch ein außergewöhnlich packendes Spiel, das zum Nachdenken anregt. Und das es so noch nicht gegeben hat.
Pro
 
Kontra
viele Einstellungsmöglichkeiten   Klicks werden oft nur träge registriert
geniale, beklemmende Atmosphäre   Befehle müssen einzeln verteilt werden
keine Echtzeithektik   unübersichtlich, wenn viele Einheiten am Fleck
viele taktische Möglichkeiten   keine dauerhaft geführten Statistiken
erstellen und auflösen von Allianzen    
taktisch knifflige Raketensilos    
bedrückende Musik    
tolle Soundkulisse    
sechs Spielvarianten    
einfaches Erstellen einer Partie    
praktisch voll spielbare Demo    
erwachsenes Publikum, sinnvolle Chats    
viele Spieler online    
fordernde, aber vorhersehbare KI    
neues Spielkonzept    

PC

„Ein außergewöhnlich packendes Spiel, das zum Nachdenken anregt. Und das es so noch nicht gegeben hat.”

 

Kommentare

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  • Aha, also wenn bei CoD Menschen niedergeschossen werden ist es nicht so schlimm als wenn auf einer Landkarte der Atomkrieg dargestellt wird ? ist klar ...
  • ohoh ACHTUNG Grundsatzdiskusion! ;o) Aber hast recht, Augen verschliessen war schon immer die bessere Alternative......... Ich habe es selbst mal getestet und fand es langweilig, werde es mir jetzt aber nochmal ansehen. Finde es aber super das so ein Thema mal aufgegriffen wird denn  [...] ohoh ACHTUNG Grundsatzdiskusion! ;o) Aber hast recht, Augen verschliessen war schon immer die bessere Alternative......... Ich habe es selbst mal getestet und fand es langweilig, werde es mir jetzt aber nochmal ansehen. Finde es aber super das so ein Thema mal aufgegriffen wird denn es regt tatsächlich zum nachdenken an, und das will in der heutigen Zeit was heissen! Und es ist keinesfalls Geschmacklos dargestellt.
  • Absolut langweilig ! und sau Asozial darüber ein Game zu machen.