Universe at War: Angriffsziel Erde
USK: 16
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Test: Universe at War: Angriffsziel Erde

So testet 4Players
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Autor:
Marcel Kleffmann

Fazit

Aus Universe at War hätte man viel mehr machen können - nein, müssen! Zwei der drei Rassen sind klasse erdacht und versprühen viel Charme, weil sie völlig verschiedene Spielweisen an den Tag legen. Besonders die Hierarchy mit ihren Riesen-Walkern haben es mir angetan; leider wirken die Masari dagegen stinklangweilig. Viel mehr leidet das Spiel an kuriosen Designentscheidungen: In zwei Dritteln der Kampagne fehlt der wichtige Technologiebaum. Und wenn es zur globalen Eroberung kommt, wird die verbindende Storygrundlage zurückgeschraubt. Warum darf man die Welt nur mit den langweiligen Masari erobern? Außerdem fällt auf, dass die anfänglich packende Welteroberung schnell zu einer bloßen Aneinanderreihung von Gefechten verendet. Darüber hinaus ist die Kameraperspektive zu nah am Geschehen, Wegfindungs- sowie Interface-Probleme gilt es zu überwinden und gewisse KI-Schwächen sind nicht zu verbergen - ganz zu schweigen von daueraggressiven Truppen. Dennoch entfalten die überschaubaren Truppengröße eine enorme taktische Bandbreite und sogar die Balance ist trotz einiger Schlupflöcher bisweilen gut. Und der Multiplayerbereich? Hier könnte Universe at War mit seinen drei Rassen wirklich auftrumpfen, aber die Games for Windows Live-Schnittstelle macht vieles zunichte, da die Spieler in zwei Lager aufgeteilt werden. Sollte euch diese Hürde nicht abschrecken oder ihr schon einen Gold-Account haben, versprühen die Gefechte dennoch so viel Charme, dass sie die Wartezeit auf StarCraft II versüßen können. Trotzdem hätte aus dem ambitionierten Projekt viel mehr werden können!

Wie spielt sich der universale Krieg auf der Xbox 360? Durchwachsen. Mal abgesehen davon, dass es immer wieder störende Ruckler gibt, kann dieses Echtzeit-Strategiespiel auf der Konsole einige seiner Stärken einfach nicht ausspielen. Dabei hat das Team von Petroglyph ein lobenswertes Steuerungsfeature eingebaut: Die auf Knopfdruck erweiterbare, interaktive Minimap - die ist wirklich gelungen und ein deutlicher Fortschritt innerhalb des Genres auf Konsolen. Ich kann hier angenehm schnell einen Trupp von einem Punkt der Karte zu einem anderen, weit entfernten schicken. Das löst aber nicht das Problem der Perspektive - man ist auch auf der Xbox 360 immer noch viel zu nah dran am Schlachtfeld. Und selbst mit einigen positiven Grundvoraussetzungen in Sachen Steuerung, die schon mehr Kontrolle bieten als EAs Konsolenstrategie-Experimente, kommt man einfach nicht an den Komfort der Maus heran, wenn es beim Management großer Armeen um Finessen wie gemischte Gruppen, Patrouillen oder Angriffe von mehreren Seiten geht. Es dauert zu lange, man verklickt sich zu schnell. Das führt dazu, dass man dieses Spiel auch taktisch ganz anders spielt als noch am PC: Auf der Xbox 360 ist man viel eher versucht, einfach und frontal zu attackieren, weil man sich beim komplexeren Truppenmanagement schon mal vertut. Auch online greift man im schnellen Spiel oder dem Welteroberungsmodus gerne zum Sieg des geringsten Widerstands. Unterm Strich auch deshalb nur noch ein befriedigendes Erlebnis, weil die grafische Präsentation Schwächen im Textur- & Schatten- und Filmbereich zeigt - veredelt wurde diese Umsetzung für Konsoleros nicht.
Pro
 
Kontra
erweiterbare, interaktive Minimap (360)   störende Ruckler (360)
drei sehr unterschiedliche Fraktionen   Steuerungsdefizite im Detail (360)
verhältnismäßig gute Balance   Zoom reicht nicht aus (360)
trotz überschaubaren, fast schon wenigen Einheiten ist die taktische Bandbreite dank Techniken und Helden erfreulich groß   Kampagnen hätte mehr Potenzial gehabt, bessere Verbindung zwischen Story und globaler Eroberung
durchaus spaßige globale Eroberung   Kameraperspektive zu nah am Geschehen
augenzwinkerndes, dennoch hervorragendes Design der Fraktionen   Wegfindungsprobleme
unterhaltsame Kampagne mit solide geskripteten Missionen   Einheiten sind daueraggressiv, keine Formationen, fehlende einheitliche Marschgeschwindigkeit
globale Eroberung und Skirmish abseits der Kampagne   Feldzug lässt weitgehend den technischen Fortschritt vermissen
hervorragender Soundtrack für jede Partei   Globale Eroberung verliert aufgrund der gleichen Karten und wenigen Bauoptionen schnell an Reiz
ansehnliche Kulisse mit imposanten Effekten   Steuerungsmacken (Klicks werden nicht gezählt, mehrfaches Klicken schließt Menüs)
    Computerintelligenz mit Höhen und Tiefen
    lange Ladezeiten und „Stocker“ im Level
    Rush- Anfälligkeit mancher Rassen (Hierarchy)
    stark schwankende Performance (besonders furchtbar bei DX10)
    Games For Windows Live Zwang für Online- Multiplayer- Modus
Sonstiges
 
Sonstiges
mutiges Ausklammern der Menschen   Schatten- & Texturschwächen (360)
Parteien sammeln verschiedene Ressourcen   klobige Figuren/Animationen in Zwischensequenzen (360)
Online: Welteroberungsmodus & Ranglistenspiele (360)   keine überzeugende Mimik in den animierten Porträts (360)
    einige lethargische deutsche Sprecher
    Clipping- Fehler, besonders bei Walkern oder Zivilisten
    Online- Multiplayer: Ranked Matches und Globale Eroberung bleiben GFWL- Gold- Usern vorenthalten mit speziellen Boni

PC

„Drei tolle Fraktionen bleiben leider hinter ihren Möglichkeiten zurück!”

Xbox 360

„Lobenswerte Minimap-Erweiterung, aber Ruckler und Defizite im Steuerungsdetail.”

 

Kommentare

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  • der Bug mit den Unzerstörbaren Läuferkernen wurde ja mit dem Patch noch nicht behoben. kennt ihr ne möglichkeit wie man den wieder angreifen kann ohne die Mission neu zu starten?
  • Da die Kernelemente der Testerweiterung dem Pro- & Kontrakasten sowie dem zweiten Fazit zu entnehmen sind, haben wir den Link direkt hierher gesetzt. Auf der ersten Seite gibt es lediglich einen Ergänzungkasten zur Steuerung.
  • Auch wenn dass Spiel nicht sooo toll ist, ändert doch bitte den Link auf der Hauptseite (also aus dem News-ticker) auf die erste Test-seite ab... man wird bei einem Klick direkt zum Fazit geleitet ^^