Empire: Total War
USK: 12

Test: Empire: Total War

So testet 4Players
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Autor:
Jörg Luibl

Fazit

Wie spät ist es? Was, wieso ist es schon Dienstag? Und warum die Scheidung? Hey, kann die nicht warten, bis ich Moskau erobert habe? Ich will euch ja nicht Angst und Bange machen, aber Empire: Total War ist ein gigantisches Biest von einem Strategiespiel, ein Zeit- und Beziehungskiller ersten Grades. Wer sich einmal in seine epischen Fänge begibt, wird nicht mehr so schnell aus dem unnachgiebigen Rundengriff heraus finden. Vor allem für jene, die auch nur einen Hauch von Interesse für das Zeitalter der Preußen und Musketen haben, öffnet sich Pandoras militärhistorische Box. Ja, die Ladezeiten nerven. Ja, es gibt immer noch unsinnige KI-Manöver und kleine Fehlerchen - aber alles en detail. Und selbst wenn die Kontraliste da unten zu voll für Platin scheint: Wenn ein Entwickler ein dermaßen großes Spektrum anbietet, bleibt das nicht aus. Die ausgezeichnete Leistung besteht darin, dass die Briten ein überaus komplexes Spiel alter Schule weiter verfeinert haben. Brettspielflair und Echtzeitkrieg wurden noch nie so faszinierend zusammen geführt wie in diesem Epos. Das Team von The Creatice Assembly inszeniert hier etwas Großartiges: Nicht nur, dass die rundenbasierte Strategie auf der Karte deutlich mehr Spaß macht als im Vorgänger und angenehm an Civilization erinnert, auch die spektakulär inszenierten Landschlachten profitieren von den neuen taktischen Möglichkeiten zwischen Kanonendonner, Musketenqualm und Säbelgerassel: Hier marschieren alle Distanzen und Waffengattungen sowie viele Formationen und Schlachtordnungen eines Zeitalters auf. Man kann sich gar nicht satt sehen an diesem historischen Panorama. Außerdem lässt sich der Gegner nicht mehr so leicht überrumpeln wie im Vorgänger. Ich rate allen Veteranen, von Beginn an auf "schwer" zu spielen, denn dann sind die Schlachten eine echte Herausforderung. Und erstmals sind auch Seegefechte möglich, die eine ganze eigene maritime Taktik zwischen Wind und Breitseite verlangen, die man erstmal verinnerlichen muss. So, genug geredet, ich muss regieren, marschieren, forschen, erobern! Um es leicht abgewandelt mit Meister Sun Tzu zu sagen: "Eile mit Empire: Total War dorthin, wo dich deine Familie am wenigsten erwartet."
Pro
 
Kontra
duales Spielkonzept vereint Runden- & Echtzeitstrategie   lange Ladezeiten
riesiger Schauplatz von Indien bis Amerika, von 1700 bis 1799   einige unsinnige KI- Aktionen
Krieg, Aufbau, Diplomatie & Handel   nicht alle Gebäude taktisch nutzbar
erstmals taktische Echtzeit-Seegefechte   nur drei historische Einzelschlachten
Landschlachten mit allen Waffengattungen    
motivierende Forschungsbereiche    
jederzeit pausierbar für Befehle    
sehr nützlicher Manöverkompass    
Truppen gewinnen Erfahrung & Fähigkeiten    
Spionage, Attentate, Sabotage    
viele authentische Formationen & Militärtechniken    
authentische Auswirkungen in der Schlacht inkl. Moralverlust    
viele gute militärische KI-Konter ab der schweren Stufe    
lebendig animierte Gefechte    
Rebellionen & Aufstände    
neue territoriale Kontrollzonen    
Infrastruktur spielerisch wichtig    
Häfen & Routen blockierbar    
umfangreiche Einstiegskampagne    
interaktive Ratgeber mit Sprachausgabe    
gute Umgebungsgeräusche, erhabener Soundtrack    
verbesserte Diplomatie & Außenpolitik    
viele Zoom- & Kamera-Optionen    
Zäune und Mauern als Deckung nutzbar    
Häuser, Ruinen und Kirchen zum Verschanzen    
sehr gute deutsche Lokalisierung    
Multiplayer-Gefechte für bis zu acht Spieler inkl. Online-Rangliste    
Sonstiges
 
Sonstiges
mehrere Schwierigkeitsgrade   Herrscher ohne Mimik & Gestik
frei belegbare Steuerung   online nur einzelne Gefechte, kein globaler Kartenmodus
historisch geprägte diplomatische Ausgangssituationen   einige Clipping- & Kollisionsfehler
einzelne Gefechte & Kampagnen   kleine Kontrollzonen- Fehler
diplomatisches Verhältnis mathematisch nachvollziehbar   einige falsche Belagerungsanimationen auf der Strategiekarte
sinnvolle Bau- & Steuerautomatismen   einige abstruse diplomatische Antworten
gute Gebäude- & Personenübersichten   Postieren von Truppen auf Wehrgängen hakelig
Prestige- & Eroberungssiege möglich   Nachschub spielt keine Rolle
viele historische Details & Ereignisse   kein interaktives Nachschlagewerk
zig Nationen und Einheiten wählbar   Aktivierung über STEAM notwendig
zig Kanonen- & Munitionstypen   etwas oberflächliche Gefechtsübungen
interessante Kampfstatistiken   historische Zitate teilweise holprig übersetzt
    Verstärkung spielt in Kampfstatistik keine Rolle

PC

„Das ist das beste Total War, das es je gab - ein imposantes Biest von einem Strategiespiel!”

 

Kommentare

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  • Die sehr hohe Wertung kann ich nicht nachvollziehen das spiel hat so viele kleine fehler und fehlende inhalte und spielt sich nicht gerade spannend finde ich vielleicht einfach nicht mein Ding aber dafür 92% blödsinn
  • so eine hohe wertung hat dieses spiel sicher nicht verdient. die schlachten sind, wenn man sie genauer unter die lupe nimmt, einer der größten kritikpunkte überhaupt. die animationen sind langweilig und meistens fragt man sich echt nur: jungs, ist schon mittagspause? wie mein vorredner schon  [...] so eine hohe wertung hat dieses spiel sicher nicht verdient. die schlachten sind, wenn man sie genauer unter die lupe nimmt, einer der größten kritikpunkte überhaupt. die animationen sind langweilig und meistens fragt man sich echt nur: jungs, ist schon mittagspause? wie mein vorredner schon betonte, stehen die soldaten wie puppen sinnbefreit mitten im kampf nebeneinander, schlagen/stechen teilweise irgendwo ins nichts oder rutschen 100 meter, von einer sterbeanimation begleitet, über die landschaft. erfreute man sich noch in medieval 2 über verheerende kavallerie anstürme, kommt es einem in empire so vor, als würden sie gegen eine wand reiten, und nicht in einfache infanterie. im übrigen reiten eben diese immernoch desinterressiert neben fliehenden einheiten daher bzw. brechen aus verzweiflung der eigenen inkompetenz ganz die verfolgung ab. allmählich sollten sie das doch in den griff bekommen.. das verhalten der ki-gegner innerhalb der weltkarte ist derweil derart nervend, das man gewillt ist selbst zum säbel zu greifen, um dem ein ende zu setzen. da schickt der liebe pole alle 2 runden eine kümmerliche einheit miliz-soldaten in meine ländereien, nur um einmal in jedes gebäude ausserhalb der stadt zu huschen.. und in der nächsten runde zu sterben. hey, ansich kein kritikpunkt im eigentlichen sinne, immerhin kostet mich die ständige reperatur einen haufen geld. nur wird es spätestens nach 10 runden zu einer sinnbefreiten, nervigen angelegenheit. vielleicht soll es auch nur den anspruch künstlich nach oben treiben, denn wirklich fordernd verhält sich der liebe computer-gegner nun auch nicht. es gibt noch wesentlich mehr kleiner und großer kritikpunkte, die den spielspaß auf dauer einfach enorm trüben. die mitlerweile verfügbare multiplayer-kampagne reißt das ruder auch nicht rum, denn dazu kam diese 1. viel zu spät, und ist 2. enorm verbuggt. (befindet sich noch in der beta? keine ahnung..) am ende ist die kampagne von empire immernoch deutlich besser als die der vorgänger, an die schlachten aus rome und medieval kommt es aber kein stück heran. meine persönliche meinung: 82% (mit der hoffnung im nächsten teil keinen weiteren zeitsprung nach vorne zu machen.. )
  • Für mich war dieses Spiel wie das warten auf Weihnachten. Man zählt die Monate bis es endlich rauskommt...und dann liegt ein Hundehaufen unter dem Christbaum. Dieses Spiel ist meiner Meinung nach der schwächste Teil der Serie. Nicht genug, dass sich die Bugs häufen und man sich über Steam aktivieren  [...] Für mich war dieses Spiel wie das warten auf Weihnachten. Man zählt die Monate bis es endlich rauskommt...und dann liegt ein Hundehaufen unter dem Christbaum. Dieses Spiel ist meiner Meinung nach der schwächste Teil der Serie. Nicht genug, dass sich die Bugs häufen und man sich über Steam aktivieren muß, nein sie versuchen einem sogar noch mit kostenpflichtigen Extra-Inhalten das Geld aus der Tasche zu saugen. Fast dass man den SEGA-Chef in seinem Geldspeicher klimpern hört. Dass alles wäre vielleicht noch zu verschmerzen, wenn das Spiel wenigstens einigermaßen annehmbar währe. Aber dennoch weist das Gameplay unerhörte Fehler auf. Wer sich an die großartigen Städte aus Rome und Medieval 2 erinnert wird hier enttäuscht. Mitten in der Pampa stehen ein Paar sechseckige Pseudo-Festungen oder man trifft mitten in Indien auf eine "Stadt", die zwar nur aus sechs Hütten besteht, dafür aber einen Palast so groß wie der Reichstag besitzt. Auch das Einheitenverhalten ist grauenvoll. Die Kampfanimationen wirken wie in Zeitlupe und extrem aufgesetzt. (Wer wird in einer heißen Schlacht einen Degenkampf wie in "Die Drei Musketiere abhalten, inklusive viermaligem Abrollen und Ausweichen.) Die meisten Einheiten stehen auch im Kampf nur unmotiviert nebeneinander, egal ob Freund oder Feind. Von Schlachtgefühl keine Spur.