Bionic Commando
USK: 18

Test: Bionic Commando

So testet 4Players
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Autor:
Jörg Luibl

Fazit

Okay, die Schwächen liegen auf dem Tisch. Sie grinsen mich wie scharf geschliffene Wertungsmesser an: Zwischendurch gewöhnliche Balleraction, unterm Strich zu wenig Bosskämpfe, Story nicht prägnant genug inszeniert. Aber dann zuckt es in meinen Fingern, als sich die Stärken mit aller Kraft melden: Grandiose Kulisse, freie Schwungphysik, anspruchsvolle Herausforderungen, taktische Kampffreiheit, unheimlich befriedigendes Spielgefühl, ruhige Entdeckung trifft auf explosive Action, hervorragende Musik, spektakuläre Bosskämpfe. Und plötzlich juckt es in meinem Arm, als ich mir die Frage stelle, ob ich mehr Spiele dieser Art will und ein klares JA höre. Also schnellt meine Begeisterung wie ein Stahlseil vor, greift sich den Tisch mit den Kontrapunkten, lässt ihn in der Luft schweben und ich denke an die packenden Momente, die nach dem Abspann haften blieben. Manchmal zögerte man regelrecht, sich in einen Abgrund zu stürzen, den das Radar als Ziel vorgab: Wie, das soll ich runterspringen? Ist das euer Ernst? Aber wenn man schließlich beherzt absprang, dann kribbelte es im Bauch. Seit Altair ist niemand mehr so elegant in die Tiefe abgetaucht wie dieser bionische Greifdegen: Er breitet seine Arme wie die Schwingen eines Adlers aus und lässt sich todesmutig fallen, bevor er sich in einen Flow aus Sprung, Schwung und Schuss steigert. Und kurz bevor der Tisch der Kritik den Boden küsst, sorgt ein weiterer Pluspunkt für Gewissheit. Ich steh auch deshalb auf dieses Spiel, weil hier ein NES-Klassiker aus dem Jahr 1988 verdammt gut in die Moderne übertragen wurde. Obwohl hier alles schön neu und hübsch dreidimensional ist, kann man die Arcadewurzeln riechen: Es ist angenehm knifflig, angenehm explosiv und auf eine sympathisch veraltete Art heroisch. Also schmetter ich den Tisch mit Schmackes auf den Boden. Übrig bleibt trotz kritischer Splitter ein Kern aus Gold!

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Fazit zur PC-Version vom 13. Juli 2009:

Es gab eine Zeit, da wollte man am liebsten in Deckung gehen, wenn sich eine PC-Umsetzung aus Japan ankündigte. Vor allem Capcom ließ seine besten Spieleflieger gerne abstürzen, manchmal sogar in den in Wertungskeller: Onimusha 3 und Resident Evil 4 lassen grüßen. Aber Capcom hat aus diesen Fehlern gelernt und erst kürzlich mit Street Fighter IV bewiesen, dass man auch mit DirectX umgehen kann. Und auch Bionic Commando kann sich auf dem Rechner sehen lassen: Zwar kann man nicht in erweiterten Grafikoptionen an Shadern & Co drehen, aber es läuft flüssig in bis zu 1600 x 1200, wahlweise auch auf 16:9 optimiert. Große Unterschiede zu Xbox 360 oder PS3 sind optisch nicht auszumachen. Obwohl sich das Ganze auch mit Maus und Tastatur steuern lässt, und der Nager theoretisch bei der Umsicht für das nächste Wurfhakenziel schneller ist als ein Analogstick, sollte man tunlichst mit dem 360-Gamepad spielen. Erstens wird es sofort erkannt, zweitens ist das Spiel dafür optimiert - selbst die Steuerungshinweise in den ersten Abschnitten beziehen sich nur auf Controller-Symbolik. Zusätzliche Features für den Rechner gibt es bis auf den optionalen LAN-Modus nicht. Da ansonsten alles 1:1 übernommen wurde, bleibt es auch bei der Wertung. Übrigens: Eine Online-Registrierung ist nicht notwendig.
Pro
 
Kontra
anspruchsvolle Wiedergeburt eines Klassikers   etwas zu wenig Bosskämpfe
sehr gute Schwungphysik   Missionsdesign wiederholt sich
grandioser Soundtrack   schwache KI in Schussgefechten
klasse Bosskämpfe   viele Fließtexte statt markanter Zwischensequenzen
gute KI im Nahkampf    
optimale Spielbalance    
akrobatischer Nervenkitzel    
spektakuläre Physikauswirkungen    
fantastische Panoramablicke    
abwechslungsreiche Kulissen    
freie Landschaften, Stadtruinen & Innenräume    
ruhige Erkundung & explosive Action    
angenehme taktische Kampffreiheit    
Online-Deathmatch für bis zu acht Mann    
Originalstimme Mike Pattons (Faith No More)    
gutes Art- und Menüdesign    
Sonstiges
 
Sonstiges
verbesserte Fähigkeiten nach Zielerreichung   knifflige bis fiese Bonusblasensuche
hilfreiche Minimap mit Zielradar   kein kooperativer Spielmodus
viele Waffensysteme   keine Hacking- Minispiele
drei Schwierigkeitsgrade   einige weit entfernte Rücksetzpunkte
gute deutsche Untertitel   keine deutsche Sprachausgabe
viele Bonusblasen   kleine Physikfehler
auch mit 360-Gamepad spielbar (PC)   kein 1080p
Bildformate 4:3, 16:9, 16:10 (PC)   Steuerungshinweise nur für Gamepad (PC)
Auflösung bis 1600 x 1200 (PC)   keine erweiterten Grafikeinstellungen (PC)
unterstützt DirextX 10& Multicore    
keine Online-Aktivierung nötig    
PC-Minimum: Intel Core 2 Duo/Athlon X2 5200, 1,5 GB Ram, GeForce 7800/ATI Radeon X1900    
Multiplayer-Modus auch im LAN (PC)    

Xbox 360

„Coole Schwung-Akrobatik mit einem explosiven Schuss Arcade-Action und klasse Soundtrack! ”

PC

„Auch auf dem Rechner startet Nathan Spencer durch: In bis zu 1600x1200 und bei 16:9-Unterstützung. ”

PlayStation 3

„Coole Schwung-Akrobatik mit einem explosiven Schuss Arcade-Action und klasse Soundtrack! ”

 

Kommentare

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  • Schönes Spiel, herrlich logisch und schön fordernd Ich finde es persönlich sehr schade, dass diesem Game der große Verkaufserfolg vorgehalten geblieben ist. Ich habe auch nie verstanden, weshalb das Spiel mit dem Kommerz-Killer "USK 18" versehen wurde - ich shee nirgends blut oder  [...] Schönes Spiel, herrlich logisch und schön fordernd Ich finde es persönlich sehr schade, dass diesem Game der große Verkaufserfolg vorgehalten geblieben ist. Ich habe auch nie verstanden, weshalb das Spiel mit dem Kommerz-Killer "USK 18" versehen wurde - ich shee nirgends blut oder übertriebene Gewaltdarstellungen. Für mich jedenfalls ist dieses Spiel eine erfrischende und mutige Alternative - ich finde es toll dass 4Players dies mit einer entsrpechenden Wertung würdigt!
  • kann man das game auch auf 1920x1080 zoggen ? also auf pc ?
  • Kaufen werde ich es mir aufjedenfall, aber nocht nicht jetzt.