Great Battles of Rome
USK: 12

Test: Great Battles of Rome

So testet 4Players
Seite:  1  |  Fazit 

Autor:
Benjamin Schmädig

Fazit

Kauft euch ein Kaltgerätekabel, verbindet es direkt mit dem Prozessor eures Rechners und drückt es in die Steckdose. Der Spaß ist ungleich größer als das, was ihr in Great Battles of Rome erleben würdet. Ganz davon abgesehen, dass Slitherines Exkursion nach Rom aussieht, als hätte man sie auf einem zeitgenössischen Computer programmiert, sind auch Menüführung und die Steuerung auf dem Schlachtfeld unnötig kompliziert - auf PSP und PS2 bestenfalls mangelhaft. Weil ihr nicht sinnvoll in den Kampf eingreifen könnt, verkommt die Geschichtsstunde auf Konsole und Handheld deshalb zur interaktiven TV-Serie. Vor dem PC bleibt wenigstens die Illusion, ein Feldherr zu sein. Auch wenn man als solcher nicht jederzeit Befehle erteilen kann. Die meisten Schlachten verlangen aber bei halbwegs guter Planung ohnehin kein Eingreifen - und das, obwohl die eigenen Truppen gerne einen Kampf regungslos aus nächster Nähe betrachten. Zusammen mit dem fast zweckfreien Aufrüsten und Spezialisieren der Einheiten sowie den zusammenhangslosen Dokumentations-Beiträgen verschwindet Great Battles of Rome deshalb in der spielerischen und lehrreichen Bedeutungslosigkeit. Hände Weg!
Pro
 
Kontra
Videos einiger History Channel-Dokumentationen   lose Aufzählung der Ereignisse, keine Hintergrundinformationen
Einheiten erstatten auf Latein Meldung    ... mit wenigen, sich ständig wiederholenden Stücken
stimmige Musik...   ... die sich zu wenig unterscheiden
viele Fähigkeiten...   ... wenn auch langwierige Planung der Schlacht (alle Systeme)
unkomplizierte... (PC)   einzelne Aufträge statt zusammenhängender Kampagne
reale Truppen, Waffen, Rüstungen   kleine Schlachtfelder
    merke: Europa sieht überall gleich aus (Gras, Steine, Bäume ("dichter Wald"), Fluss)
    keine Belagerungen, keine Verstärkung
    taktische Entscheidungen im Kampf fast überflüssig
    nervige Befehlspunkte - Befehle nicht jederzeit möglich
    Truppen stehen gerne unbeteiligt neben Kämpfen
    umständliche Menüführung
    komplett missionsbasiert: keine Weltkarte, Neustart nach Niederlage
    unhandliche Steuerung in Kampf
    völlig unbrauchbare direkte Einheiten- Steuerung auf PSP/PS2
    dumme Gegner ohne taktische Finesse
    Spezialbefehle (Signal, Letzte Kräfte) nur einmal verfügbar
    komplette Einheit, selbst wenn Truppe zuvor vernichtet wurde
    unübersichtlicher Schlachtverlauf
    geschlagene Einheiten sind nach "Heilen" wieder voll da
    steife Animationen, Einheiten überlagern sich
    hässliches Hauptmenü (der einzige "Schauplatz" abgesehen von den ewig gleichen Schlachtfeldern)
    keine Zeitbeschleunigung auf PSP und PS2
    ruckelt auf PSP
Sonstiges
 
Sonstiges
Ändern der Kleider-Farbe aller Truppen   Texte vor Aufträgen lieblos ins Bild geschustert (PC)
vorgetäuschtes Moralsystem ähnlich der Total War-Serie   Rettungsanker für beste Freunde: Keine Mehrspieler- Variante auf PS2

PC

„Roms große Schlachten wollen ein zweites Total War sein - langweilen aber selbst anspruchslose Feldherren.”

PlayStation2

„Auf Konsole gehen die langweiligen Schlachten endgültig unter: Der Spieler darf buchstäblich nur zuschauen.”

PS Vita und PSP

„Das Stiefkind der PS2-Umsetzung: Es ruckelt und "spielt" sich ebenso furchtbar.”

 

Kommentare

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  • Also ich hab auch mal legion arena gespielt. und für 4wochen machte mir dies auch spaß trotzdem ist noch lang kein tolles spiel. Trotzdem fände ich dass mehr als 22 pkte für pc drin wären...
  • 4P|Benjamin schrieb:
    Wobei man auch in Rome vor dem Kampf Aufstellung und Verhalten seiner Truppen wählen kann. Dass man ihnen nicht schon einen Marschbefehl erteilt, liegt wohl einfach daran, dass man im Kampf involviert sein soll.
    Wobei man bei Rome genug Zeit  [...]
    4P|Benjamin schrieb:
    Wobei man auch in Rome vor dem Kampf Aufstellung und Verhalten seiner Truppen wählen kann. Dass man ihnen nicht schon einen Marschbefehl erteilt, liegt wohl einfach daran, dass man im Kampf involviert sein soll.
    Wobei man bei Rome genug Zeit hat um eine falsche Aufstellung zu korrigieren. Das war in der Antike nicht immer möglich. Zitat:
    Du hast Recht: Es ist völlig unmöglich, ein Spiel immer und falls überhaupt, auch noch in mehreren Schwierigkeitsgraden durchzuspielen! Wie würdest du allerdings als Käufer reagieren, wenn du auf Normal bis zur Hälfte der Kampagne spielst, nur um dann festzustellen, dass das schwierigste Level die bessere Wahl gewesen wäre...? Meiner Ansicht nach muss in gutes Spiel deshalb im normalen (bzw. dem voreingestellten) Schwierigkeitsgrad eine angemessene Herausforderung bieten.
    Da gebe ich Dir völlig recht. Irgendwie haben sie die Namen falsch gewählt...eigentlich ist es nämlich so: Normal = einfach Hart = normal Sehr hart = hart bis sehr hart Wie Ihr es bemerkt habt, muss man auf "normal" fast gar nichts machen da es kinderleicht ist.... Gruss und schönen Tag Anguille aka Pascal
  • Hi Anguille, Anguille schrieb:
    Besten Dank für Deine ausführliche Meinung. Wir sind in einigen Punkten nicht einverstanden aber so ist mal im Leben ] Wahre Worte. Wäre sonst auch langweilig! :) Zitat:
    Ich denke dass die Strategie vor dem
     [...]
    Hi Anguille, Anguille schrieb:
    Besten Dank für Deine ausführliche Meinung. Wir sind in einigen Punkten nicht einverstanden aber so ist mal im Leben ] Wahre Worte. Wäre sonst auch langweilig! :) Zitat:
    Ich denke dass die Strategie vor dem Kampft und die limitierte Befehlsmöglichkeiten realistischer sind als in RTW (welches ich auch mit viel Spass spiele) und deswegen einen Plus sind.
    Wobei man auch in Rome vor dem Kampf Aufstellung und Verhalten seiner Truppen wählen kann. Dass man ihnen nicht schon einen Marschbefehl erteilt, liegt wohl einfach daran, dass man im Kampf involviert sein soll. Zitat:
    Was der Schwierigkeit angeht kann ich kaum glauben...klar sind die ersten paar Kämpfe einfach aber ich zweifle sehr daran dass Du oder Bodo die ganze Kampagne auf sehr schwer schafft...jetzt im Ernst...spielt jeden Tag nur eine einzige Schlacht auf sehr hart (etwa 5 Minuten pro Tag) und sagt mir bis wo Ihr es geschafft habt!
    Du hast Recht: Es ist völlig unmöglich, ein Spiel immer und falls überhaupt, auch noch in mehreren Schwierigkeitsgraden durchzuspielen! Wie würdest du allerdings als Käufer reagieren, wenn du auf Normal bis zur Hälfte der Kampagne spielst, nur um dann festzustellen, dass das schwierigste Level die bessere Wahl gewesen wäre...? Meiner Ansicht nach muss in gutes Spiel deshalb im normalen (bzw. dem voreingestellten) Schwierigkeitsgrad eine angemessene Herausforderung bieten. Zitat:
    PS: Nur zur Info, Great Battles of Rome wurde haupsächlich für die PSP und PS2 rausgebracht und für alle Spieler die noch nicht Legion Arena hatten und war ein Vorschlag von History Channel. Slitherine's Ziel war hier nicht ein völllig neues Spiel zu präsentieren (es sind ja nur ein paar verbesserungen drin).
    OK, aber sobald es als neues Spiel im Laden steht, muss man es auch so behandeln. ;) Zitat:
    Zitat:
    Eine Einheit auswählen und ihr einen Befehl zu geben ist ein Kinderspiel. Aber da fängt es schon an] Ist das in PSP und PS2? weil auf dem PC sind alle Einheiten unten wählbar.
    Was den General angeht: Richtig - auch wenn ich ihn trotzdem lieber direkt anwähle, weil ich ein visueller Typ bin. ;-) Mit den Elefanten meine ich allerdings die Truppen des Gegners und die muss man direkt auf dem Schlachtfeld anklicken. Ben

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