Heavy Rain
USK: 16

Test: Heavy Rain

So testet 4Players
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Autor:
Jörg Luibl

Fazit

Das ist ein ganz wichtiges Spiel. Das junge Medium demonstriert nicht nur wie so oft seine audiovisuelle Kraft, hier erzählt es eine bewegende Geschichte, hier reift es endlich zum interaktiven Drama. Dabei spannt es dramaturgische Muskeln, die der Film gar nicht hat: Es lässt mir nicht nur die Wahl der Worte, der Gefühle und der Perspektive - es lässt mich in einem offenen Thriller über Leben und Tod entscheiden. Mit diesem Abenteuer ist Quantic Dream weit über sich und Fahrenheit hinaus gewachsen, was die Qualität der Interaktion und Präsentation angeht: Die szenische Gestaltung ist exzellent, die düstere Musik ist ein Genuss, die Charakterisierung ist grandios. Ab und zu habe ich mir noch mehr Freiheiten, sogar einen Hauch von offener Welt und mehr Ermittlungsreize gewünscht. Aber das ist kein mystisches Experiment mehr, wo das Drehbuch im letzten Drittel die Bodenhaftung verliert - das ist bis zum offenen Finale durchdachter Existenzialismus mit inneren Konflikten, traurigen Leitmotiven und bitteren Konsequenzen. Wer sich auf das Erlebnis einlässt, wird für acht Stunden komplett in vier Rollen versinken. Ich habe noch nie so eine packende Story in einem Videospiel erlebt. Das letzte Mal hat mich Hotel Dusk so außergewöhnlich, so anders unterhalten. Auch hier wird das Banale des Alltäglichen auf subtile Art und Weise zu einem Teil einer Spielerfahrung, in der es neben großartig inszenierter Action auch großartige leise Momente gibt - und die vergisst man nicht so schnell. Es ist schön zu sehen, wenn Entwickler ihrer streitbaren Vision treu bleiben und auf die klassischen Konventionen der Point&Click-Tradition pfeifen. Und es muss abseits von bewegungssensitivem Rumgezappel, Leveluptretmühlen und Waffenpornos noch andere Ufer geben. David Cage öffnet mit seiner konsequenten filmischen Dramaturgie eine Tür, hinter der eine fantastische Spielezukunft wartet.

Zur Kolumne: Rain Effect - Wann ist ein Spiel ein Spiel?
Zum Video-Fazit: Heavy Rain mit allen Pros und Kontras!
Pro
 
Kontra
exzellente Story   etwas zu wenig Handlungs- & Ermittlungsspielraum
wunderbare Musik    
hervorragende Regie    
authentische Kulissen    
nicht-linearer Handlungsverlauf    
vier spielbare Protagonisten    
glaubwürdige Charaktere    
hörbare Gedanken    
fantastische Mimik & Kamera    
dynamisches Stressdialogsystem    
sehr gute deutsche Lokalisierung    
lebendig choreografierte Kämpfe    
sehr elegante Benutzeroberfläche    
intuitive Sixaxis-Einbindung    
cool visualisiertes FBI-Tool    
mehrere Enden möglich    
Sonstiges
 
Sonstiges
auf Englisch u.a. Sprachen wechselbar   ab und zu Tearing
jederzeit Untertitel einblendbar   etwas zickige Bewegungssteuerung
Bonusmaterial (Konzeptzeichnungen, Videos, Making-Ofs)    
komfortables Speichersystem    

PlayStation 3

„Ein interaktiver Thriller der emotionalen Art - dieses Spiel setzt dramaturgische Zeichen!”

 

Kommentare

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  • cHL schrieb:
    ich hab das spiel jetzt (gut 1,5 jahre zu spät ) gespielt und möchte an dieser stelle ein paar sachen anmerken. zu aller erst. ja es hat spaß gemacht. die story war gut genug um
     [...]
    cHL schrieb:
    ich hab das spiel jetzt (gut 1,5 jahre zu spät ) gespielt und möchte an dieser stelle ein paar sachen anmerken. zu aller erst. ja es hat spaß gemacht. die story war gut genug um mich zu fangen und dazu zu bringen das ding an einem stück durchzuspielen. aber, wenn ich diesen test davor gelesen hätte, wäre ich maßlos enttäuscht worden. 94%? kein wort über die haarsträubenden bugs beim eventtriggering? man geht minutenlang herum bis das spiel endlich mal das skript triggert weil man davor nicht im richtigen winkel zu andren figuren steht oder schlicht zu schnell(wtf?) in die triggerzones läuft und erstmal wieder zurück gehen muss um die nächste szene auszulösen (was man ja erst mal checken muss, davor rennt man halt rum und versucht irgendwelche sinnlosen aktionen). kein wort darüber dass moralische entscheidungen mitten in buttonmashparaden auftreten und somit eher zufällig ( [spoiler]die aktion im untergehenden auto ist da hervorzuheben und unter aller sau, woher soll man den erkennen welches der beiden möglichkeiten ein im stich lassen auslöst, und vorallem dass diese entscheidung überhaupt ansteht??[/spoiler]) entschieden werden. zuviele entscheidungsmöglichkeiten sind als solche nicht erkennbar. warum wird nicht erwähnt dass in der story ständig erzählerische lücken aufklaffen? ein spiel mit den anspruch von heavy rain sollte nicht einfach wichtige informationen und wie man diese erlang überspringen, oder gar grundlegende ereignisse ( [spoiler]da findet man durch kreuzlesen zweier namenlisten einen wichtigen namen und eine sekunde später steht man am friedhof und redet darüber dass der jenige tot ist. oder man versucht an einem tatort die spuren zu verwischen, verlässt das gebäude und findet sich plötzlich inmitten eines verhörs wieder. wurde man beim rausgehen erwischt? hat man vergessen fingerabdrücke wegzuwischen? wie kommt es dazu? kein wort. diese sachen waren so schlimm dass ich mir nicht sicher bin ob hier geschlampt wurde oder bugs dazu führen dass ganze sequenzen übersprungen werden.[/spoiler]) das die "interessanten" gameplayaktionen der einzigen spielbaren frau aus "opfer sein", "sexy sein" oder "hilfreich sein" besteht ist auch nicht gerade eine sache die für dieses spiel und seine erzählung spricht. da werden plattitüden ausgepackt, durchgenommen und am ende ausgespuckt ohne auch nur ansatzweise die ironie eines gtas zu zeigen. nein, das spiel scheint sich hier jedes mal selbst ernst zu nehmen und liefert ein eher altertümliches moralisches weltbild das eher an duke nukem als an einen modernen thriller erinnert. dass das gameplay für erfahrene zocker zu einfach ist, ist kein großes geheimnis und vorallem, für die bewertung, kein großes problem. heavy rain wollte nie ein hardcore game sein. aber dass gerade die punkte die das spiel ausmachen sollen, dermaßen schlecht und fehlerhaft umgesetzt sind ist eine riesen enttäuschung. dazu kommt das mars und der fbi agent äußerlich die gleichen figuren nur mit unterschiedlicher gesichtbeharrung sind. hallo?? virtuelle schauspieler und dann sind 2 der hauptprotagonisten nix andres als klone? und das geht leider ewig so weiter. die bewegungssteuerung ist ein graus, passanten erinnern an fifa12/pes publikum und die entscheidungsfreiheit ist ein schein. denn genau die sachen die man machen möchte und auf der hand liegen kann man nicht machen. manchmal gerechtfertigt um die story voranzubringen, manchmal scheinbar einfach nur aus erzählerischer schlamperei. das liest sich jetzt vielleicht wie ein veriss aber ich hab die 8 stunden keinesfalls bereut und hatte meinen spaß. aber eine wertung über 80% ist für dieses spiel, das gerade bei den punkten die es ausmachen soll, so daneben greift ist schlicht und einfach eine frechheit. allein das kein einziger der von mir angesprochenen mängel im test angeführt wird (das pro und contra fazit ist in meinen augen schlichtweg falsch) zeigt dass hier keinesfalls objektiv bewertet wurde. tut mir leid, ich möchte den autor nicht angreifen, aber dieser test ist sehr schwach. und, um mich zu wiederholen, wenn ich ihn gelesen hätte bevor ich das spiel gespielt hab, wäre ich davon maßlos enttäuscht gewesen. heavy rain ist kein schlechtes spiel weil es andere/gameplaytechnisch simplere wege geht. nein, heavy rain ist einfach nicht besonders gut, weil sovieles was das spiel ausmachen sollte lücken- und fehlerhaft ist.
    Habe mir das Spiel gerade erst besorgt und innerhalb von 2 Tagen durchgespielt. [spoiler]Kein Bild, nein, aber wenn man genau hinschaut wird der Gegenstand, an dem du die Fingerspuren nicht abgewischt hast noch kurz eingeblendet, bevor es aufs Revier geht. Viele angebliche Logikfehler werden hier nur genannt, aufgrund von unachtsamkeit, soll auch kein Vorwurf sein, weil man kann net alles immer 100% mitbekommen. Jedoch ist mir beim Spielen nicht einmal etwas aufgefallen und ich achte in der Regel sehr auf sowas.[/spoiler]
  • Keyalha schrieb:
    ...und Fahrenheit welches ich mir nachdem ich über Heavy Rain gelesen habe extra gekauft habe läuft auf Windows 7 nicht
    schau ma:  [...]
    Keyalha schrieb:
    ...und Fahrenheit welches ich mir nachdem ich über Heavy Rain gelesen habe extra gekauft habe läuft auf Windows 7 nicht
    schau ma: http://www.youtube.com/watch?v=qBzYhkyvixU ist allerdings englisch und wurde von mir nicht getestet, aber vielleicht haste ja glück! greetingz
  • Also ich hätte das Spiel gerne auf den PC gespielt genauso wie Fahrenheit nur wird Heavy Rain wohl nie auf den PC erscheinen weil es ein Exklusivtitel ist und Fahrenheit welches ich mir nachdem ich über Heavy Rain gelesen habe extra gekauft habe läuft auf Windows 7 nicht  [...] Also ich hätte das Spiel gerne auf den PC gespielt genauso wie Fahrenheit nur wird Heavy Rain wohl nie auf den PC erscheinen weil es ein Exklusivtitel ist und Fahrenheit welches ich mir nachdem ich über Heavy Rain gelesen habe extra gekauft habe läuft auf Windows 7 nicht Fazit: der PC spieler der sich einer Konsole verweigert ( in meinem Fall wg Geld ) verpasst ein Spiel das imho klar das Spiel des Jahres wird ( das verbuggte Skyrim kann einpacken ).