Test (Wertung) zu Marvel's Spider-Man (Action, PlayStation 4 Pro) - 4Players.de

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Test: Marvel's Spider-Man (Action-Adventure)

von Mathias Oertel



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FAZIT



Man kann eine Menge Spaß mit Spider-Man haben. Vor allem wenn man sich auf die klasse erzählte sowie kinoreif inszenierte Hauptgeschichte konzentriert, die Drama, Action und Intensität, dazu interessante Überraschungen und eine Spielzeit jenseits von 20 Stunden bietet. Die an Rocksteadys Batman erinnernde Kampfdynamik wird durch Spideys Netzfähigkeiten und die Umgebungsinteraktion aufgewertet, während das Schwingen durch New York City gleichermaßen intuitiv wie glaubhaft ist. Die Schleichelemente sind ein gelungener Tempowechsel, aber entweder oberflächlich und gelegentlich sogar von reinem Trial&Error geprägt. Die Stadt wirkt mit den prall gefüllten Straßen sowie den akkurat nachgebildeten Touristenattraktionen sehr lebendig, zumal Fans auch Avengers Tower oder das Sanctum Sanctorum finden können. Diese Lebendigkeit wirkt allerdings nur, solange man durch den Großstadtdschungel schwingt. Sobald man auf Tuchfühlung mit der Zivilbevölkerung geht, werden nicht nur die visuellen Diskrepanzen im Detailgrad von Hauptfiguren und den häufig geklonten New Yorkern deutlich, sondern fallen auch die nicht bis ins letzte übersetzten Ausrufe der Passanten auf, so dass es zu einem ständigen Deutsch-Englisch-Mix kommt – der angesichts der eigentlich hervorragenden Lokalisierung bedauerlich ist. Doch auch die Interaktion mit der Bevölkerung lässt viele Wünsche offen. Zu häufig reagiert sie gar nicht und ignoriert einen auch nach größten Heldentaten, so dass die paar gelungenen Reaktionen wie Tropfen auf dem heißen Stein der offenen Welt verdampfen. Und beim Rest bietet Insomniac nur selten mehr als gehobenen Standard mit Routine-Aktivtäten wie Freischalten von Türmen, Sammelobjekten oder der Stürmung gegnerischer Festungen. Immerhin wurden alle Erkundungsreize, Mini- oder Nebenmissionen gut mit dem Spidey-Universum verknüpft, so dass ein homogener Eindruck entsteht. Trotz aller Mankos in der häufig oberflächlichen offenen Welt sorgt die Kombination aus klasse Story, mitunter fantastischer Inszenierung sowie der unter dem Strich gelungenen Mechaniken in der Summe dafür, dass Spider-Man von Anfang bis Ende richtig gute Superhelden-Unterhaltung bietet.
Action-Adventure
Entwickler: Insomniac Games
Release:
07.09.2018
07.09.2018
Alias: Spider-Man
Spielinfo Bilder Videos

Vergleichbare Spiele

WERTUNG




PlayStation 4 Pro

„Bei Story, Inszenierung und den grundsätzlichen Mechaniken macht Insomniac vieles richtig. Doch in der offenen Welt bleibt viel Potenzial ungenutzt.”

Wertung: 84%



Echtgeldtransaktionen

"Wie negativ wirken sich zusätzliche Käufe auf das Spielerlebnis, die Mechanik oder die Wertung aus?"
Gar nicht.
Leicht.
Mittel.
Stark.
Extrem.
  • Season Pass, dessen Inhalte keine bzw. nur minimale Auswirkungen auf das Spieldesign haben.

 

Lesertests

Kommentare

Scorplian190 schrieb am
Stalkingwolf hat geschrieben: ?
12.10.2018 14:42
Ich verstehe immer noch nicht warum man das schwingen schwerer haben will oder das sogar Fallschaden existieren soll.
Das System ist Mittel zum Zweck um von a nach b zu kommen und dafür ist es genau richtig.
Der Fokus im Spiel liegt auf dem Kampf und der Story.
So gesehen ist das die Kritik!
Ich hätte lieber, wenn das Schwingen eben nicht nur Mittel zum Zweck wäre. Wenn es die größte Herausforderung wäre.
Ein schwierigere Steuerung gepaart mit deutlich mehr von diesen Dronen-Herausforderungen (oder ähnliches) hätte mir richtig gut gefallen.
Stalkingwolf hat geschrieben: ?
12.10.2018 14:42
Wo ich dir recht geben sind die Bosskämpfe. Zum einen zu wenig und zum anderen zu unspektakulär. Vermutlich wusste man nicht wie man die am besten integrieren soll.
Für mich leiden die halt leider alle nur unter dem Story-Fokus.
Besonders der letzte Kampf (ich erklärs Spoilerfrei!) war mir zuviel auf die Inszenierung ausgelegt. Alles sah super krass und dramatisch wie in einem Film aus, aber das Gameplay dabei war für meinen Geschmack totale Grütze.
Stalkingwolf schrieb am
Ich verstehe immer noch nicht warum man das schwingen schwerer haben will oder das sogar Fallschaden existieren soll.
Das System ist Mittel zum Zweck um von a nach b zu kommen und dafür ist es genau richtig.
Der Fokus im Spiel liegt auf dem Kampf und der Story.
Wo ich dir recht geben sind die Bosskämpfe. Zum einen zu wenig und zum anderen zu unspektakulär. Vermutlich wusste man nicht wie man die am besten integrieren soll.
Scorplian190 schrieb am
So, hab Spider-Man nun durch und ich bin nach wie vor zwiegespalten.
Es schmiegt sich für mich leider in diesen aktuellen Sony-Trend ein. Alles muss Inszeniert aufgebaut sein (primär Story-Missionen) und dadurch mutieren vor allem Bosskämpfe halb zu Filmen ohne besonderes Gameplay. Mich persönlich hat wirklich kein einziger Bossfight vom Hocker gehauen =/
Zu meinen ursprünglichen Kritikpunkten bzgl Schwingen:
Eine Sache muss ich schonmal zurücknehmen, nämlich die Sache mit dem "festhalten in der Luft". Das war ein Irrtum von mir, da ich beim ersten zocken noch nicht so wirklich auf all die Objekte auf Dächern (Wassertürme usw.) geachtet hab. Ich denke in allen Fällen, hat er sich daran festgehalten. Auch der Netzzug, der mir seltsam vorkam, scheint einfach nur eine tierisch hohe Reichweite zu haben.
Beim Rest bin ich aber immernoch so ziemlich selber Meinung wie vorher. Wobei ich das meiste mit der Zeit ignorieren konnte. Leider viel mir dann aber ein neuer wirklich unschöner Faktor auf. Nämlich das die Schnur physikalisch im Spiel nicht vorhanden ist.
Simples Bsp.: Man ist am Gebäude befestigt und schwingt dabei an einem Kran vorbei. Die Schnur geht da einfach durch.
Es wäre schon wirklich cool gewesen, wenn die Schnur allgemein mit Objekten interagieren würde =/
Aber mal die ganze Feinheiten ignoriert, hab ich zum Schwingen ein ganz simples Fazit:
Es ist viiiieeel zu leicht. So leicht, dass ich einfach Null Spaß durch Erfolgsgefühle haben konnte... denn es gab keine ^^'
Was ich gut am Spiel fand:
- Optik und Originalgetreue zu Vorlagen
- Sammelkram
- die ganzen Anzüge
zmonx schrieb am
DARK-THREAT hat geschrieben: ?
23.09.2018 12:34
zmonx hat geschrieben: ?
18.09.2018 09:38
Es wäre mMn schon sehr cool, Fallschaden einzusetzen um das Schwingen etwas herausfordernder zu gestalten. Ähnliche Wünsche gibt es da auch bei Assassins Creed, wo sich das klettern wie "auf Schienen" anfühlt, wo man nix falsch machen kann. Weit bekannt und mit eines der Hauptkritikpunkte eigentlich.
Ich habe bis jetzt ein Assassins Creed gespielt. Auch noch das seichtere Unity. Ich glaube das Klettern und springen...ich bin so oft drauf gegangen oder gestorben, oder habe mich verirrt, wegen der Kamera, dass ich nicht wusste wo ich war. Nee, also AC ist schon so schwer genug... schade, dass man das Spiel nicht auf "leicht" stellen konnte. Im Tutorial-Anfang war das mir teilweise viel zu schwer, weil es sich nicht wie andere 3rd-Person Spiele spielen lässt... Und die Kletterei nervt sowieso.
Gegen einen optionalen "No die-Modus" hätte ich nix... Wenn du aber auch darauf anspielst, dass es Fallschaden gibt - Ja, den hat AC, habe da auch nie was gegenteiliges behauptet ;)
AC:Unity habe ich noch nicht gespielt, bei den anderen Teilen war es aber immer so, dass man eigentlich immer nur eine Taste gedrückt halten musste (die Sprinttaste?!) um über alles hinweg zu jumpen und Wände...
Stalkingwolf schrieb am
Klar ist nicht jedermanns Sache. Jedes Openworld Spiel muss ich mir auch nicht geben, wenn der Sinn und Zweck nur da Openworld für sich selbst ist. z.b Mirrors Edge 2 habe ich mir direkt geschenkt.
Witcher 3 hast du aber etwas gewaltiges verpasst. Ich brauchte zwar selber auch 2 Anläufe, weil Anlauf 1 mich irgendwann gelangweilt hat, aber in Anlauf 2 habe ich es dann inkl Bood&Wine durchgesuchtet. Tolles Spiel.
Spider-Man hat einen kleinen Vorteil. Man bekommt nicht direkt den gesamten Sammelkram an den Kopf geworfen, sondern erst nach und nach.
schrieb am