Autor:
Mathias Oertel

Fazit

Wer nach Rockstars Red Dead Revolver wieder Lust auf den Wilden Westen verspürt, liegt mit Gun genau richtig - eigentlich! Denn so häufig wie bei Neversofts Action-Ausflug lagen Licht und Schatten selten zusammen: Angetrieben von einer plakativen, aber starken Story, die leider manchmal etwas zu unsauber in den Spielverlauf eingepflegt wurde und angereichert mit solider Action wird man von Anfang bis Ende gut bedient. Dass dieser Schluss nach etwa acht bis zwölf Stunden eintrifft, ist dabei weniger bedauerlich wie die im Endeffekt zwar große und offene, aber auch viel zu leere Welt. Auch die nicht immer überzeugenden Animationen der Nicht-Spieler-Charaktere sowie die Steuerungsdefizite fallen negativ auf. Dem gegenüber steht eine grandiose Akustik, die sich vornehmlich aus pompöser Musik und hervorragender Sprachausgabe zusammensetzt. Angesichts von Starsprechern wie z.B. Kris Kristofferson (Pat Garrett jagt Billy the Kid) oder Ron Perlman (Hellboy) kann man die Entscheidung, keine Synchro zu produzieren, voll und ganz nachvollziehen. Ganz im Gegensatz zu den Schnitten, die die deutsche Fassung plagen: Hierzulande ist Gun ein blutleerer Western. Alle Filmfans mögen sich bitte Streifen wie The Wild Bunch oder andere Werke von Sam Peckinpah ohne grafisch explizite Duelle oder Zeitlupen vorstellen – wenn euch dieses Bild gefällt, könnt ihr bei Gun unbesorgt zugreifen. Ich war von dieser sterilen Atmosphäre enttäuscht. Denn aus einem heißen Award-Kandidaten wurde durch die Schnitte ein gerade mal gutes Spiel, das in dieser Form letztlich kaum mehr bietet als ganz normale Third-Person-Action. Dann doch lieber zurück zu Total Overdose.
Pro
 
Kontra
starke Western-Story   grafisch insgesamt eher durchschnittlich
gutes Figurendesign   unsaubere Animationen
exzellente Musik-Untermalung   schwammige Steuerung
offene Spielwelt   Welt sehr unbelebt
gut inszenierte Action   deutsche Fassung geschnitten
intensive Boss-Kämpfe   kurz
zahlreiche Nebenmissionen    
klasse (englische) Sprachausgabe    
umfangreiche Waffenauswahl    
abwechslungsreiche Aufgaben in der Kampagne    

PC

„Ambitioniertes Western-Abenteuer mit Bombast-Akustik und nicht minder bombastischen Kürzungen!”

PlayStation2

„Ambitioniertes Western-Abenteuer mit Bombast-Akustik und nicht minder bombastischen Kürzungen!”

XBox

„Ambitioniertes Western-Abenteuer mit Bombast-Akustik und nicht minder bombastischen Kürzungen!”

 

Kommentare

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  • für mich ist die Grafik stellenweise einfach nur eine Vergewaltigung meiner Augen ... also bitte der Kerl sieht aus, als würde er in der Luft laufen, und in der seeeeeehhhhhhr leeeeeren Welt sind dann auch noch die Texturen eher ... naja ich weiss nich ... beschissen?? Also in den Gebäuden is es  [...] für mich ist die Grafik stellenweise einfach nur eine Vergewaltigung meiner Augen ... also bitte der Kerl sieht aus, als würde er in der Luft laufen, und in der seeeeeehhhhhhr leeeeeren Welt sind dann auch noch die Texturen eher ... naja ich weiss nich ... beschissen?? Also in den Gebäuden is es Top und die Figuren auch, aber die Landschaft .... äh... ja... genau...
  • Ich persönlich finde es rummel. Ich habe die PC Version gekauft und gespielt und es gefällt mir gar nicht. Nicht nur die nervenden Abstürze, auch die Grafik gefällt mir gar nicht. Steuerung und Sound gefallen mir gut. Die Story ist spannend, aber schlecht verpackt. Im ganzen eine  [...] Ich persönlich finde es rummel. Ich habe die PC Version gekauft und gespielt und es gefällt mir gar nicht. Nicht nur die nervenden Abstürze, auch die Grafik gefällt mir gar nicht. Steuerung und Sound gefallen mir gut. Die Story ist spannend, aber schlecht verpackt. Im ganzen eine Enttäuschung, von mir bekommt es 65%.
  • Naja vom Spielspass her isses ganz ok aber Langzeit Motivation is da 0 find ich hab das game ca 3 tage gezockt (pro tag vielleicht 1-2 Stunden) und hab es durch war echt ein wenig anspruchslos so