Test zu Assassin's Creed 3 von unserem Leser "Mr. Nero" - 4Players.de

 
Action-Adventure
Entwickler: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Release:
31.10.2012
22.11.2012
31.10.2012
29.03.2019
29.03.2019
21.05.2019
30.11.2012
29.03.2019
29.03.2019
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Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

68%Gesamt
70%
74%
58%

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Lesertest von Mr. Nero

"Ratohnhaké:ton!!! Essen ist fertig. Es gibt selbst erlegten Wapiti!"
Nein! Das erste Wort ist kein Name für einen Brotaufstrich oder ein Berg in Island. Das Wort ist eigentlich ein Name, und zwar der Name des Protagonisten aus Assassins Creed 3, dem Franchise Nummero Uno von Ubisoft.

Das Spiel siedelt nicht wie die Vorgänger zu Zeit der Kreuzzüge oder in Rom an, sondern spielt in New York zu der Zeit, als die amerikanischen Kolonien eine Revolution anzetteln.

Zu Beginn des Spiels hat man aber wenig mit Letzterem zu tun, selbst der Protagonist des Spiels, der sich später Connor nennt, ist noch gar nicht geboren. Am Anfang spielt man den Vater des Assassinen, Haytham Kenway, der für seine Organisation auf der Suche nach mystischen Objekten ist. Dabei versammelt er einige einflussreiche Leute um sich und nimmt Kontakt mit den Einheimischen auf. Der Kontakt endet in der Geburt von Connor.

Das ganze Schauspiel um Kenway ist sehr gut inszeniert, vor allem die Synchronstimme gefällt und ist meiner Meinung nach die Beste im Spiel. Auch Charles Lee wird als späterer Bösewicht perfekt dargestellt. Schuld dafür sind die wunderbaren Mimiken, die sich zum Vorgänger noch verbessert haben und die meist butterweichen Animationen.

Hat man nun einige Stunden hinter sich gebracht, spielt man endlich den Sohn von Kenway: Connor. Man erlebt den Tod seiner Mutter in seiner Jugend und wird so emotional gepackt, ebenso wie in der Begegnung mit Charles Lee. Bereits erwachsen macht man sich nun daran, sein Dorf zu beschützen und die Templer zu vernichten: Die Männer, die ihr als Haytham zusammen gesammelt habt.

Damit ist den Storywritern einen unglaubliche Geschichte eingefallen. Eingebettet in den Krieg zwischen Briten und Amerikanern, muss sich Connor um seinen eigenen Vater kümmern, gleichzeitig um die Männer, die dieser so hoch schätzt. Als Ausgangspunkt wohl der beste Geschichtsansatz in der Assassins Creed-Reihe. Glücklicherweise wird die Spannung durch die toll inszenierten Charaktere (mit hauptsächlich ausgezeichneten Synchronstimmen) und die zum Ende hin immer packendere Story hoch gehalten. Sehr gut!

Was neben der Story in Assassins Creed auch immer besonders war, ist die Atmosphäre. Und hier gibt es ein paar Abstriche zu machen, meist sogar derbe Abstriche. Die Sprache der Rakyat und die lebendige Umgebung, in der Herumgelaufen wird, in der Menschen arbeiten, flüstern und Tiere durch die Gassen ziehen sind brilliant und fangen das Feeling der damaligen zeit perfekt ein.
ABER...wenn ich in einer Zwischensequenz mit einer nicht vorhandene Person rede, sich der Sprecher einfach lieber einem Haus zuwendet als mir oder andauernde Pop-Ups die sonst schöne Umgebung zerstören, kann man nicht mehr von einer dichten Atmosphäre reden. Dazu kommen Framerate-Einbrüche und mitunter unhörbare Synchronstimmen. Und warum bitteschön tötet Connor Wölfe, Bären und andere Tiere mit der Versteckten Klinge ohne auch nur eine Klinge an einem seiner beiden Arme zu haben. Kann er sie mit seinem Puls umbringen??? Auch das die Monturen in den Zwischensequenzen nicht angenommen werden ist mehr als nervig. Was soll das also? Die sonst dichte Atmosphäre wird so aufgerissen und mit Fehlern ohne Ende gefüllt. Dabei merkt man den Entwicklern an, dass sie doch wohl noch etwas mehr Zeit gebraucht hätten, das Spiel perfekt zu machen.

Nun zum Gameplay. Der Rakyat Connor bewegt sich deutlich geschmeidiger als noch Ezio oder Altair, außerdem kann er auch über Stock und Stein springen, was ihn deutlich cooler macht, als seine Vorgänger, die noch an einer Felswand oder einem Baum, falls vorhanden, abgeprallt sind. Auch die Jagd, das Craftingsystem und der Siedlungsausbau sind sehr gut gelungen, vor allem letzteres ist mit ständig neuen Nebenaufgaben und neuen Leuten sehr geil gemacht.

Auch Kämpfe sehen wunderbar aus, sind aber weiterhin nur für das Auge und nicht für einen auftretenden Stressfaktor. Sie bleiben simpel. Es gibt allerdings noch andere Kämpfe in diesem Teil: Seeschlachten.
Grafisch wuchtig inszeniert und spielerisch gut umgesetzt gehören sie eindeutig zum Besten, was das Spiel zu bieten hat.

Abschließend seihen ein paar kleinere Dinge noch vermerkt: Connor ist durch seine Ernsthaftigkeit unsympathischer als Ezio, die K.I. ist manchmal wieder strohdumm das Schlösser öffnen-System ist manchmal echt nervig und diese Sache mit Desmond ist mehr als belanglos.

Spielerisch wird er bis zum Finale zwar mehr eingebunden, aber meist hat man keine Lust auf den Kerl. es muss unbedingt ein neuer Protagonist her. Das Finale, was übrigens gelungen ist, lässt viele Möglichkeiten offen...
Pro
  • Intro
  • Sprache der Rakyat
  • geschmeidige Bewegungen
  • Jagd/Crafting
  • Klettern über Stock und Stein
  • Mimiken/ Animationen
  • lebendige Umgebung
  • eigene Siedlung
  • Umfang
  • gute Charaktere
  • spannende Story, die am Ende
  • noch zulegt
  • gute Sprecher
  • Seeschlachten
  • Finale
Kontra
  • Pop Ups, Frameeinbrüche,
  • Grafikbugs
  • leise Synchronstimmen
  • Logikbugs
  • K.I.
  • Connor zu ernst
  • Schlösser öffnen
  • Desmond
  • Kämpüfe zu simpel
 

Assassin's Creed 3

Assassin's Creed 3
Mr. Nero
Mr. Nero 30.01.2013 360 
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