Test zu Army of Two: The Devil's Cartel von unserem Leser "Mr. Nero" - 4Players.de

 
Taktik-Shooter
Publisher: Electronic Arts
Release:
28.03.2013
28.03.2013
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ab 62,00€
Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

68%Gesamt
84%
60%

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Lesertest von Mr. Nero

Army of Two steht seid den Anfängen für Koop-Action mit Salem und Rios, den beiden Protagonisten aus den anderen Teilen.
Army of Two: The Devils Cartel wartet nun mit zwei neuen Hauptcharakteren auf: Alpha und Bravo. Was für inspirierte Namen! Und beide stürzen sich in ein Gefecht mit einem ganzen Kartell. Das klingt ja wieder nach dem üblichen Einheitsbrei von Shootern! Na mal sehn....

Zu Beginn der Story werdet ihr als Lehrlinge von Rios und Salem in die Materie der Töterei eingeführt. Euer Ziel dabei ist der Anführer eines Kartells: Bautista. Leider entwischt euch der Kerl und ihr verliert einen eurer Anführer an eine Explosion....
Danach gehts durch ganz Mexiko. Ihr besucht Feste, Friedhöfe, Katakomben, Wüsten und ein Hotel. Diese Kulissen sind durch die Durschnittsgrafik zwar keine Augenweiden, unterscheiden sich allerdings merklich von den anderen Kulissen im Spiel. Dadurch bekommt man immer Neues zu sehen.
Die Story an sich ist eigentlich auch gar nicht sooooo schlecht! Ungefähr in der Mitte des Spiels gibt es eine drastische, aber auch vorhersehbare "Überraschung" und wenn man mal davon absieht, dass sie sich an manchen Stellen zieht wie Kaugummi, kann man sie als gelungen bezeichnen. Mit rund 10 Stunden Spielzeit ist das Spiel auch nicht kurz. Blöd ist nur, dass es insgesamt 49!!! Missionen gibt, rund 40 davon aber sehr sehr kurz ausfallen, was einen aus dem Spielfluss reißt, nur um ihm zu zeigen, wie viel Geld er eingenommen hat.

Um noch einmal auf die Grafik zurückzukommen: Die ist echt nicht mehr zeitgemäß. Pop Ups, wenige Partikeleffekte und unrealistische Levelblockaden, die das Laden des nächsten Abschnitts ermöglichen. Nervig!

Was aber noch schlechter als die Grafik ausgefallen ist, die die K.I. des Gegners! Der Partner agiert flink und geschickt, holt auch Unmassen an Kills, allerdings sind die Gegner nur Leveldekoration. Zwar Flankieren sie euch und suchen Deckung, aber meistens stehen sie einfach nur blöd in der Gegend rum oder stürmen auf euch zu. Selbst auf euch Schießen werden sie erst, wenn ihr direkt vor Ihnen steht.
Einfacher für die Gegner macht es hierbei aber das doofe Deckungssystem. Da will man sich mit A aus der einen Deckung herausbefördern, um rechts hinter einer Wand zu verschwinden, da war der blaue Pfeile, der die Stelle markiert, wo man als nächstes Deckung sucht, aber ganz woanders und er rennt dort hin. Oder man will einfach nur die Deckung verlassen, Alpha rückt aber immer weiter vor, weil immer ein Pfeil da ist. Ebenfalls nervig und manchmal tödlich!
Vor allem bei MMGs ist das sehr störend und sorgen für den sofortigen Tod. Sequenzen, wo ihr MMGs benutzt gibt es übrigens zu oft und gehaltvoll ist was anderes.

MMGs sind auch Teil einer Serie, die ich liebevoll "Logikbugs" nenne: Die MMG-Schützen, kann man nicht von Vorne erschießen, auch von der Seite erwischt man sie nicht, auch wenn das Fadenkreuz genau auf dem Schädel wabert. Dies geschieht auch mal bei Deckungen hinter Autos, wo man 20 Schuss auf einen Gegner abgibt, ihn laut Fadenkreuz eigentlich zerfetzen müsstet, er aber unverletzt weiterschießt.
Zusätzlich keinen Nahkämpfe und plötzliche Verwundung am Boden für einen göttlichen Schutzschild zu sorgen. Man wird sofort geschützt und kann wunderbar regenerieren oder aufgepäppelt werden. Mysteriös!
Ein weiter Faktor ist das Auto-Aiming. Platziert ihr das Fadenkreuz drei meter neben dem Gegner, wandert es trotzdem zu ihm und zielt manchmal direkt auf den Kopf. Das Spiel macht einem das Töten hier viel zu einfach!

Aaaabbbeeerr.....trotzdem lässt sich auch Gutes über dieses Spiel sagen. Die Umgebung ist durch den wuchtigen Overkill-Modus meist weitreichend zerstörbar und die dynamischen Zwischensequenzen sind gut inszeniert. Auch an der Waffenauswahl von Schrotflinten, über Snipers bis hin zu Sturmgewehren, Pistolen, MPs und LMGs lässt sich nicht negatives feststellen. Mit dem Geld aus den Missionen, welches ihr übrigens durch Killshots verdient, könnt ihr euer Arsenal aufstocken und sogar verbessern und farblich anpassen.
Auch die verschiedenen freischaltbaren Kostüme und Masken machen das Spiel motivierender und geben "Army of Two" etwas besonderes. Vor allem die Masken sind mega dirty! Auch die Lokalisierung ist in Ordnung und wer das Spiel genießen will, muss sowieso im Koop spielen.
Dafür hat der Entwickler einige Stellen eingebaut, wo ihr euch trennt und jeder einen anderen Weg zu zum Ziel bestreitet. Der Eine beschützt einen angeschossenen Kameraden, während der andere ein MMG ausschaltet. Der andere gibt aus dem Hochturm Deckung und der andere spielt Kamikaze. Die Koop-Stellen gefallen mir hier sehr gut.

Leider ist mir am Ende des Spiels, wenn man den Endgegner besiegt hat, leider aufgefallen, dass es keine anderen wirklichen Bosskämpfe gab, außer vielleicht Einen. Und der letzte war auch noch erbärmlich.......
Pro
  • dynamische Zerstörung
  • Waffenauswahl
  • Masken und Kostüme
  • K.I. des Partners
  • Koop-Modus
  • Lokalisierung gelungen
  • rund 10 Stunden Spielzeit
  • gute Story....
  • viele Kulissen...
Kontra
  • schwaches Deckungssystem
  • Auto - Aiming
  • öde MMG-Action
  • K.I. des Gegners
  • viiieeele Logikbugs
  • blöde Levelblockaden
  • Intervallmissionen nerven
  • ...die aber in die Länge
  • gezogen wirkt
  • ...aber Grafik nur Durschschnitt (Pop Ups etc.)
  • keine Endkämpfe bis auf den
  • Letzten und der ist schlecht
 

Army of Two: The Devil's Cartel

Army of Two: The Devil's Cartel
Mr. Nero
Mr. Nero 30.04.2013 360 
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