Test zu Alan Wake von unserem Leser "Alan" - 4Players.de

 
Action-Adventure
Entwickler: Remedy
Publisher: Microsoft
Release:
14.05.2010
15.10.2011
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ab 12,49€
Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

81%Gesamt
81%
80%

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Lesertest von Alan

Es ist Nacht. Du läufst durch den Wald. Alles was du hörst, ist das Rascheln der Bäume im Wind. Der Nebel wabert an dir vorbei. Du zückst deine Taschenlampe, zielst auf den Stein. War also doch nichts. Hinter dir hörst du Schritte. Du drehst dich um. Nichts da. Gehst ruhig voran. Das gleiche Geräusch, noch lauter. Plötzlich steht ein Schatten da, versucht dich mit seinem Messer zu töten. Du weichst noch gerade so aus, verbrennst ihn mit dem Strahl deiner Taschenlampe und setzt zum Schuss an. Ruhe. Nochmal Glück gehabt.
Solche Momente gibt es öfters im Wald von Bright Falls, dem kleinen, unberührten Ort in der Einöde des Staates Washington. Es sollte doch nur ein Urlaub werden! Du, Alan Wake, Schriftsteller, brauchst einfach Ruhe, mit deiner Frau. Irgendwie hast du dir erhofft, dass deine Schreibblockade sich löst. Dich nicht mehr plagt. Aber auf einmal, ist deine Frau, Alice, verschwunden. Du findest Seiten eines Manuskriptes, dass du nie geschrieben hast. Was passiert hier. Warum passiert es?
Mehr sei mal nicht verraten, aber die Story von Alan Wake, hält an der Stange, sie lässt nicht los. Die 6 Episoden des Spiels warten mit Cliffhanger und Rückblende an. Sind grandios inszeniert, münden in einem ebenso tollen Ende und lassen dich verblüfft zurück.
Ja, die Zeit, 5 Jahre, die Remedy an diesem Spiel verbracht hat, hat sich am Ende doch gelohnt. Viele Ideen wurden verworfen, neue eingefügt. Das ursprüngliche Open World Szenario wich einem hauptsächlich linearen Spielverlauf, der sich komplett der Story widmen sollte. Mit Erfolg.

Aber das Spiel fasziniert auch auf anderem Wege. Das hervorragende Spiel von Licht und Schatten, die irren Sprüche der Gegner, das Kreischen der Vögel am Himmel, der unheimliche Wind und das förmliche "Atmen" des Waldes lässt diesen auch so lebendig erscheinen. Die Atmosphäre ist jederzeit auf höchstem Niveau, kann sich jederzeit mit Bioshock und co. messen. Wenn Dunkelheit den Wald ergreift und die Bäume wie Monster erscheinen, du verzweifelst versuchst das nächste Licht zu erreichen. Brüllen im Rücken. Das vermittelt ein authentisches Dasein der Einsamkeit.
Die Grafik ist größenteils über alle Zweifel erhaben, zeigt nur manchmal Schwächen. Tagsüber erkennt man leichtes Tearing, was aber in den Nachtsequenzen schwer zu erkennen ist. Auch ist die Mimik unausgereift und kommt nicht an die eines Heavy Rain heran.
Was sich aber zeigen kann ist die Soundkulisse. Man möchte die Anlage einfach nur aufdrehen, dem Wald zuhören, der sehr guten (englischen) Sprachausgabe lauschen.
Ein weiteres kleines Manko, stellt das Gameplay dar. Zwar macht es die ganze Zeit über Spaß und ist super inszeniert, aber wie erwartet treten nach einiger Zeit Abnutzungserscheinungen auf. Wie man dazu steht, ist jedem selbst überlassen. Auf jeden Fall ist Panik stellenweise vorprogammiert, wenn Horden von Gegnern sich auf einen stürzen und man sich nur in die helfende Hand eines Leuchtfeuers retten kann.
Alan Wake ist auf jeden Fall ein Erlebnis.
Pro
  • Großartige Story ohne erkennbare Lücken
  • Originelles Episoden-System
  • Spaßiges, intensives Gameplay..
  • Beeindruckende Grafik-Engine, mit hervorragendem Licht und Schattenspiel
  • Unglaublicher Sound
  • Packende Atmosphäre
  • Coole Waffenauswahl...
Kontra
  • ...das aber an Abnutzung leidet.
  • ...die relativ klein ausfällt
  • Blendgranaten zu mächtig
 

Alan Wake

Alan Wake
Alan
Alan 17.05.2010 360 
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