Test zu Max Payne 2: The Fall of Max Payne von unserem Leser "TheInfamousBoss" - 4Players.de

 
Action-Adventure
Entwickler: Remedy
Publisher: Take 2
Release:
23.10.2003
08.01.2004
08.01.2004
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Spielinfo Bilder  

Durchschnittswertung

91%Gesamt
91%

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Lesertest von TheInfamousBoss

"Payyyyyyne!" - *Umgebungsgeräusche werden dumpfer wegen der Zeitlupe, woosh duffduffduff boooom, Patronenhülsen fallen zu Boden* - "Aaaaaaah..." - *Gegner schlägt nach 15 Metern Flug auf dem Boden auf* *Nachladegeräusch*

So hört sich das an, wenn ein gewisser Herr Schmerz um die Ecke gerannt kommt, zehn Gegner ihn erspähen, jedoch gleich professionell von diesem perforiert werden, so dass man sie als Siebe an Diamantenschürfer verkaufen könnte.

Wer John Woo-Klassiker wie "Hard-Boiled" oder "The Killer" kennt, wird sich in das Spiel verlieben - die Actionszenen sind genauso wie in den genannten Filmen choreographiert wie Tänze - Max springt seitwärts, schießt mit zwei Pistolen beide Magazine leer (auf einen Gegner!), dieser wird völlig durchlöchert und verschwindet regelrecht in den Blut-, Rauch- und Funkenwolken, die aus seinem Körper austreten und fliegt 10 Meter durch die Luft. Bevor er aufschlägt, lädt Mr. Payne seine Waffen in einer 360°-Drehung mit ausgestreckten Armen nach - in Zeitlupe natürlich.

Solche Szenen wird man fast ununterbrochen erleben, da die Gegner immer zahlreich sind, und zum Glück, keine besonderen Leuchten. Sie gehen in Deckung, werfen Granaten und ziehen sich zurück oder rennen vor - das reicht bei ihrer Anzahl. Manchmal wünscht man sich zwar etwas mehr fordernde Action, da man selbst auf "Hard Boiled", dem nach einem John Woo-Klassiker benannten schweren Schwierigkeitsgrad, immer 8 Schmerztabletten dabei hat, aber das ist immer noch besser als Fruststellen.

Dabei haben es die Entwickler außerdem super geschafft, die ausgesprochen packende und düstere Film Noir-Story in atmosphärischen Comicstrips zu erzählen. Die typischen Alptraumsequenzen dürfen natürlich nicht fehlen, wobei man diesmal nicht 3 Stunden umherirrt wie in Teil 1, sondern immer einen Weg findet. Die düstere und traurige Musik, die in den Alpträumen fast zur Horrormusik wird, verstärkt die Atmosphäre durchgehend. Egal ob dramatische Geigen oder actionreiche Musik - alles passt perfekt.

Die Steuerung ist extrem einfach, man kann laufen, springen, rück- und seitwärts rollen, die Zeitlupe aktivieren und einen Shootdodge, also Zeitlupensprung, hinlegen.

Die Waffen sind sehr verschieden - von Berettas über Desert Eagles bis hin zum Striker-Schrotgewehr gibts es alles.

Leider ist das Spiel sehr kurz, hat aber einen hohen Wiederspielwert deswegen.
Es gibt auch keine wirklichen Höhepunkte bis zum Ende, allerdings wird es nie langweilig.

Fazit: Action-Klassiker!
Pro
  • super Grafik mit völlig veralteten PCs auf maximal flüssig genießbar
  • geniale Effekte, die in der Zeitlupe voll zur Geltung kommen
  • Physik extrem cool, damals fast bahnbrechend
  • Sprachausgabe könnte besser nicht sein
  • Tolle, erwachsene Story, größtenteils erzählt in Comicstrips
  • sehr atmosphärische Musik
  • Alptraumsequenzen passen gut und sind düster
  • hoher Wiederspielwert (ich habe es SEHR oft durchgespielt)
  • auch Mona kurz spielbar
  • abwechslungsreiche Levels
  • sehr viele Waffen, alle mit verschieden Vorteilen
  • witzige Stellen, u.a. wenn ein Gegner eine Frau nachmacht oder wenn man Vinnie in seinem Kostüm beschützen muss
  • sehr einfache Steuerung
  • Spiel ist ungeschnitten
  • Bullet-Time füllt sich selbst auf
Kontra
  • zu kurz (ca. 5 - 6 Stunden)
  • auf "Hard Boiled", also "Schwer", immer noch zu leicht
  • Sprüche wiederholen sich
  • Gegner manchmal zu blöd
  • Klongegner
  • nicht ganz so hart wie der Vorgänger (nur noch Blut auf dem Boden, keine kauernden Junkies mehr)
 

Max Payne 2

Max Payne 2: The Fall of Max Payne

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