Test zu Pathfinder: Kingmaker von unserem Leser "arvid [I]" - 4Players.de

 
3D-Rollenspiel
Publisher: Deep Silver
Release:
25.09.2018
25.09.2018
25.09.2018
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90%Gesamt
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Lesertest von arvid [I]

PK ist richtiges „Würfelfeeling“ für Rollenspielfans, welche die alte DSA-Nordlandtriologie oder Baldurs Gate 1 gerne gespielt haben.

Im Verlauf der ersten zwei Kapitel kommen neben dem eigenen, aufwändig gestaltbaren Spielcharakter noch 10 sogenannte Nichtspielercharaktere („NPC“) hinzu, welche die Party je nach Gesinnung ergänzen. Man muss nicht mit allen spielen, die unterschiedlichen Reaktionen und Fähigkeiten der NPC runden die Bandbreite der Spielweisen in Kampf und Verwaltung der eigenen Baronie ab. Denn ein weiteres Ziel in PK ist das Management einer eigenen Provinz, das Erweitern mehrerer Provinzen, der sinnvolle Ausbau mit Gebäuden und die Verwaltung durch den geschickten Einsatz von Beratern in unterschiedlichen Disziplinen (General, Schatzmeister, Priester, etc.).

Tip: Als eigener Spielcharakter empfiehlt sich ein späterer Mystic Theurge, ein Mix aus 3 Stufen Priester (Herald Caller mit Gott Gorum) und 3 Stufen Magier (Tess. Specialist Evocation), um ab der 7. Stufe als Mystic Theurge. weiter zu spielen.

Während im ersten Kapitel quasi die Eroberung der ersten Provinz mit Hauptstadt im Vordergrund steht, wird das zweite Kapitel mit der Eroberung oder Allianz einer ehemaligen Zwergenburg schon etwas entspannter. Hierbei muss man aber zusehen, dass man bei Beginn der „Überfälle“ dieser in der Zwergenburg eingenisteten Gruppierung auch die Zwergenburg erstürmt, da bei zu häufigen Überfällen der sogenannte Stabilitätswert der Baronie auf 0 sinkt.
Ich hatte nicht einmal bei Pillars of Eternity 2 das Gefühl, dass jemals auf so gute Art das Mittel der Intrige, des Verrats und der eigenen Gesinnung in ein Spiel eingebaut worden sind. Ich mochte es bei Dialogentscheidungen sehr, dass auch wirklich die Werte meiner Charaktere als „Würfelgrundlage“ herangezogen werden.

Die Grafik des Spiels ist definitiv nicht der neueste technische Stand, sondern bewusst so gehalten, dass die Konzentration beim Spielen auf den Charakteren und der Interaktion mit NPCs liegt. Riesige Städte eines Witcher 3 bzw. Baldurs Gate 2 gibt es hier genauso wenig, wie viele fremde Ortschaften (außer den Nachbardörfchen angrenzender Baronien). Praktisch und schön finde ich, dass sich das Aussehen der Charaktere bei anderer Ausrüstung ändert, dass die Engine sehr ähnlich zu der handgezeichneten Grafik von Baldurs Gate aussieht. Das Spielgefühl der PK-Kampagne in den „Stolen Lands“ mit wenig Siedlungen und viel Banditen kommt jedenfalls bei dieser Grafik sehr gut rüber.

Während die Musik etwas flötenlastig ist, haben die Entwickler von PK die Umgebungssounds, die Stimmen der NPC und auch den Tonfall der Dialoge sehr stimmig hinbekommen.

PK ist eine ganz großartige Leistung für den PC-Spielebereich, was Umfang, Herausforderung und Stabilität angeht. Der Schwierigkeitsgrad ist ordentlich happig. Die Quests waren für mich unter Berücksichtigung der unglaublichen Masse bis auf ein einziges Quest (!) alle lösbar. Wenn es euch nicht frustet, auch mal zu sehen, dass ihr Mist gebaut habt und von einem altem Spielstand einen neuen Versuch zu wagen, dann greift unbedingt zu und haltet bis zum 3. Kapitel durch.
Pro
  • Spielweltgröße,
  • auf normalem Schwierigkeitsgrad sehr schwierige Kämpfe (nichts für Konsolenspieler) und knifflige Lösungen von Gegnerart stark abhängig,
  • Gelände bei Kämpfen im Einsatz mit Magie gut zu berücksichtigen, wenn man Engstellen als "Wall" nutzt und Fähigkeiten abwechslungsreich einsetzt,
  • langanhaltende Motivation durch sehr interessante Geschichte (man ist kein Überheld der Götter, wie in den meisten Rollenspielen vergangener Jahre!);
Kontra
  • bisweilen war ein Charakter für die weiteren Ereignisse der Geschichte zu gebrauchen, den man schon getötet hatte, hier wäre ein Hinweissystem über die Fähigkeiten von NPCs schön gewesen, welche noch als "Berater" wichtig gewesen wären,
  • relativ wenige Charakterbilder für die Erschaffung des Start- und der eigenen Charaktere zur Verfügung, im Vergleich zu den Möglichkeiten des Aussehens der Spielfiguren, mehr Auswahl wäre wünschenswert gewesen;
 

Pathfinder: Kingmaker

Pathfinder: Kingmaker
arvid [I]
arvid [I] 09.12.2018 PC 
90%
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