Test zu F.E.A.R. von unserem Leser "TheInfamousBoss" - 4Players.de

 
Horror-Shooter
Entwickler: Monolith Productions (PC) / Day 1 Studios (360 & PS3)
Release:
02.11.2006
18.10.2005
27.04.2007
Jetzt kaufen
ab 8,99€
Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

86%Gesamt
89%
70%
95%

Alle Lesertests

Lesertest von TheInfamousBoss

Oh Mann, was habe ich mir in die Hosen gemacht. Naja, nicht wirklich, aber man sagt es ja so. Aber ich stand tatsächlich kurz davor - und das, obwohl ich das Spiel mit meiner Geforce 5700 gerade noch auf niedrigsten Einstellungen zocken konnte! Das muss was heißen. ;)
"F.E.A.R." fängt an wie ein normaler Ego-Shooter, man wird mit dem Auto irgendwohin gebracht und läuft erstmal ein bisschen herum, doch schon nach kurzer Zeit merkt man, dass etwas nicht stimmt. Das Spiel baut eine dermaßen dichte Atmosphäre auf, dass man teilweise fast vergisst zu atmen.
Es sind nicht nur ein paar plötzliche "Etwas-kommt-plötzlich-ins-Bild"-Schocker, sondern teilweise richtig langsam aufgebaute Herzstopper, vor denen man Angst, ja, richtig Angst, hat. Dabei werden sie eigentlich immer mit einem Rauschen angekündigt! Beispiel: Ich laufe durch einen langen, spärlich belichteten Korridor, am Ende ist eine Tür. Kurz vor der Tür geht das Licht aus, ich drehe mich nur langsam um, weil ich nicht weiß, ob gleich direkt vor mir etwas steht oder gar nichts zu sehen sein wird. Naja, als ich mich um 180° gedreht habe, sehe ich die Silhouette eines kleines Mädchens (Alma) am anderen Ende des Korridors. Macht doch endlich die verdammte Tür auf und bringt dieses Dreckskind in den Kindergarten! *heul* So ähnlich verlaufen manche Momente, die dank der atmosphärischen Musik noch verstärkt werden.
Die Grafik ist für 2005 erste Sahne - ich selbst konnte sie leider nicht genießen, wegen meiner Grafikkarte. Es ist zwar alles etwas steril, aber so würde ich mir Laborkomplexe, Lagerhallen usw. vorstellen. Nur nicht die Büros - da würde man ja wahnsinnig werden an einem 10-Stunden-Arbeitstag!
Die Steuerung ist gewohnt einfach, man kann sogar treten, grätschen und schlagen in einigen Ausführungen - der stumme Spielcharakter hat was drauf!
Und das hat er auch bitter nötig: Die Gegner sorgen nämlich auch für Angst, wenn auch für eine andere Art davon.
Da kommen 3 Kerle um die Ecke, die eine echte Bedrohung darstellen: Sie gehen in Deckung, nageln mich fest, ohne dass ich es merke, einer flankiert mich und schießt mir in den Rücken - und währenddessen kommen die anderen beiden aus ihrem Versteck! Schlauer gehts nicht.
Die Action ist genial, vor allem mit der Zeitlupe. Alles verschwimmt, die Kugeln zischen durch die Luft und schlagen ein, die Gegner fallen langsam um und ich gehe weiter - zum nächsten Schockmoment: Der Wechsel von Action und Horror ist schlichtweg genial.

Fazit: Horror ohne Ende! KLASSE!
Pro
  • für damalige Verhältnisse super Grafik...
  • tolle Effekte wie Druckwellen, vorbeizischende und einschlagende Kugeln und dumpfe Geräusche
  • super Physik, vor allem das Ragdoll ist realistisch gehalten - keine wegfliegenden Gegner!
  • Horror in seiner besten Ausführung
  • Übergang zwischen Horror und Ballerei ist perfekt, manchmal wird beides sogar vermischt
  • ein paar härtere Brocken wie Mechs und gepanzerte Soldaten
  • spannende Story mit unglaublicher Auflösung
  • einfache Steuerung
  • mehrere Kampfmoves
  • KI ist immer noch unter den Top 5 aller Zeiten!
  • eigentlich immer fair, dank der Zeitlupe
  • nie zu dunkel, Taschenlampe separat benutzbar
  • genug Waffen, auch einige spezielle
  • Multiplayer auch kostenlos herunterladbar
Kontra
  • ...aber damals auch schon steril
  • Gegner am Ende zu einfallslos
  • Charakter sagt kein Wort
  • einige Ragdollfehler
  • Splattereffekte zu plump (zerplatzen in einer riesigen Blutwolke bei einem Schrottreffer)
  • "um die Ecke spähen" fast sinnlos, da der Charakter nur den Kopf leicht neigt
  • Multiplayer nurz kurz spaßig
 

FEAR

F.E.A.R.

War dieser Bericht hilfreich?