Test zu Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots von unserem Leser "TheInfamousBoss" - 4Players.de

 
Stealth-Action
Entwickler: Kojima Productions
Publisher: Konami
Release:
05.03.2009
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ab 16,99€
Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

91%Gesamt
91%

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Lesertest von TheInfamousBoss

Es gibt eigentlich keine Spielereihe, die es mit "Metal Gear Solid" aufnehmen kann, außer vielleicht "Grand Theft Auto". "MGS" steht seit jeher für höchst spannende und tiefgehende Stories mit gigantischen Zwischensequenzen, viel Geschleiche, mögliches Durchspielen ohne einen einzigen Toten, fordernde Bosskämpfe, abgefahrene Charaktere, atmosphärische Grafik und einen unvergleichbar hohen Detailverliebtheitsgrad.
Dies alles ist auch durchaus wieder im vierten Teil zu finden, einiges aber leider mit Abstrichen. So sind die Bosskämpe diesmal etwas stupide geraten (außer denen mit Octopus und Mantis), das Schleichen rückt mit der Zeit in den Hintergrund, und diesmal müssen wegen den vielen hektischen Parts auch die sonst überall auffindbaren Geheimnisse darunter leiden - seien es Seitenhiebe auf irgendwas, irgendwelche altbekannten Gegenstände, o. a.
Die Grafik ist durchaus hübsch und auch abwechslungsreich (man reist diesmal um die ganze Welt!), allerdings längst nicht fordernd für die PS3 - leicht zu sehen an einigen mittelmäßigen Texturen, da wäre mehr drin gewesen. Aber der Gesamteindruck ist hübsch, viel schlimmer ist das ewige Gegner-Respawnen, bis man einen bestimmten Punkt überschreitet. Da kommen Horden von Gegner über eine Mauer, hinter der nichts ist, wo sie herkommen könnten - sehr nervig, wenn man sich irgendwo getarnt hinlegt und einen nach dem anderen ausschaltet, nur damit die nächsten beiden Söldner angerannt kommen!
Doch im Gegensatz zu den Pluspunkten sind diese Negativpunkte praktisch nicht vorhanden: Spannung pur (sowohl im Spiel selbst als auch bei der Story), gute und diesmal einfachere Steuerung und "normale", frei drehbare 3rd-Person-Kamera, genialer Sound, so einige traurige Momente, viele viele Waffen und Items, und natürlich der Tarnanzug, der sich übrigens automatisch an alle Untergründe anpasst und auf Wunsch nach einem Controller-Schütteln seine Standardfarbe wieder annimmt. All das passt wieder perfekt zusammen und lässt die Negativpunkte fast ausnahmslos vergessen.
Wenn dann der Endkampf gegen DEN EINEN Dauergegner Snakes stattfindet (untermalt von den Themes der vorangegangen MGS-Teile!) und von einem ca. 70-minütigen Epilog, in dem sich alle Fäden zusammenfügen, gekrönt wird, ist man sich sicher: Die 70? wurden in das richtige investiert. Man möchte MGS-Erfinder Hido Kojima die Füße küssen für dieses Spiel.

Fazit: Alles dabei, was Spiele und Filme brauchen. Ein Meisterwerk, das in die Geschichte eingehen wird. PFLICHTKAUF.
Pro
  • hübsche, atmosphärische Grafik...
  • eine Story, die von Gott persönlich sein könnte - traurig, spannend, göttlich!
  • die besten Zwischensequenzen aller Zeiten
  • ausnahmslos brachialer Sound
  • intuitive, verbesserte Steuerung
  • fast schon viele Waffen und Items
  • spannendes Schleichen, vor allem wenn man niemanden töten will
  • meist fordernde Bosskämpfe
  • 100% fair, viele Schwierigkeitsgrade
  • sehr viele Bewertungen und Ränge für das Durchspielen > Wiederspielwert SEHR hoch
  • keine Übersichtsprobleme dank der neuen Kamera
  • Radar nicht mit dem ganzen Levelgrundriss > Aufmerksamkeit wichtig
  • Tarnen macht wieder viel Spaß
  • unglaubliches Ende eines unglaublichen Helden
  • viele Referenzen zu den vorherigen Teilen
Kontra
  • ...mit einigen schwachen Texturen
  • etwas zu kurz (ca. 8 Stunden)
  • ewiges Gegner-Respawnen
  • Schleichanteil nimmt mit der Zeit ab > etwas zuviel Action
  • vielleicht etwas zu futuristisch
  • Bosskämpfe teilweise mit Ausweichen und Dauerfeuer zu meistern
  • weniger Geheimnisse und Details
  • aufgrund der Spielzeit kann man vieles nicht ausprobieren
 

Metal Gear Solid 4

Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots

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