Test zu Uncharted: Drakes Schicksal von unserem Leser "TheInfamousBoss" - 4Players.de

 
Action-Adventure
Publisher: Sony
Release:
06.08.2007
Jetzt kaufen
ab 13,61€
Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

90%Gesamt
90%

Alle Lesertests

Lesertest von TheInfamousBoss

Als es noch kein "Killzone 2" gab, war ein anderes Spiel DAS Vorzeige-Grafikmonster der PS3: "Uncharted - Drake's Fortune". Von vielen als besseres "Tomb Raider" bezeichnet, kombiniert es sehr gut spannende Klettereinlagen mit Schießereien und kleineren Rätseln, die allerdings sehr einfach und vor allem selten sind. Die (Kletter-)Action steht klar im Vordergrund, während vor allem gegen Ende sehr viel geschossen wird - und ein dunkles Geheimnis wird auch gelüftet...

Grafik: Bis dahin die schönste Grafik auf der PlayStation 3, auch heute noch sehr schön, vor allem die gestochen scharfen Texturen. Drake bewegt sich flüssig, allerdings manchmal etwas unrealistisch - z. B. wenn er von einer Kante zu einer 2 Meter über dieser liegenden springt (er schwingt sich nur mit den Armen hoch!) oder springt wie ein Weitsprung-Weltmeister. Insgesamt sehr gute Grafik, teilweise sogar atemberaubend schön.

Atmosphäre: Das Spiel fängt an wie ein "Indiana Jones" - cooler Schatzsucher mit flotten Sprüchen, einer netten Lady und symphatischem Kumpel usw. Anfangs ist man viel im Dschungel unterwegs, später kommt man in eine alte Stadt und kämpft sich durch Burgen, Kirchen, deren Katakomben, die natürlich ein Geheimnis bergen und auch durch ein U-Boot-Dock. Das Geheimnis sind übrigens - ACHTUNG SPOILER - die vor 400 Jahren verfluchten Spanier, die als Gollum-like-Kreaturen durch die Gänge irren und etwas die Atmosphäre versauen. Bis dahin ist das Game nämlich relativ glaubwürdig. Allerdings gibt es zuviele Gegner, man erledigt sicherlich ca. 500-600 Gegner (auf "Normal") - etwas zuviele also.
Rätsel sind sehr selten, nur zwei brachten mich zum Nachdenken - der zweite allerdings nur, weil er ZU einfach war. :D
Das Düstere gegen Ende hätte man nicht so übertreiben müssen, man vermisst den Dschungel doch etwas. Es gibt viele Klischees, aber alles ist stimmig.

Sound: Der Sound passt gut, die Sprecher sind ausgezeichnet gewählt (kenne nur die englischen), die Waffengeräusche sind ok, und die Musik ist schön stimmig. Nicht referenzverdächtig, aber gut.

Gameplay: Es wird bis zum letzten Viertel geklettert und viel geschossen, im letzten Viertel nur noch geschossen. Das Deckungssystem funktioniert gut, hängt aber manchmal. Die Gegner sind etwas zu zahlreich, allerdings relativ schlau - sie gehen in Deckung, schießen, werfen Granaten und schlagen euch auch mal.

Insgesamt ein schönes Spiel mit guter Atmosphäre, bei dem die Kreaturen nerven, allerdings viel besser als Tomb Raider.
Pro
  • sehr schöne, idyllische Grafik, die sich später ins Düstere wandelt
  • viele Animationen (Drake guckt bei starkem Beschuss verängstigt, usw.)
  • nette "Indiana Jones"-like Atmosphäre dank Drake und Sully
  • Klettern macht Spaß und wird nicht zu einfach gestaltet
  • Action ist ordentlich, Deckungssystem funktioniert meist sehr gut, ein paar Schlagkombinationen
  • viele Waffen
  • viel Freischaltbares
  • Drake wird richtig nass!
  • gute Zwischensequenzen
  • Spieldauer beträgt ca. 15 Stunden (je nachdem, wie man spielt)
  • Trophäenjagd motivierend und relativ einfach (auch Platin!)
  • nur noch 30 ? (Platinum-Reihe)
Kontra
  • teilweise unpassende, FESTE Kameraeinstellungen, bei denen auch noch geklettert werden muss - Frustgefahr!
  • einige sehr schwere Stellen (z. B. Sniper)
  • Auflösung der Story ist etwas versaut - die Kreaturen nerven
  • zuviele Klischees (Nazis wussten alles schon, Happy End mit Fast-Kuss, der unterbrochen wird, usw.)
  • zuviele Gegner (ca. 500-600)
  • nur ein Bosskampf
 

Uncharted

Uncharted: Drakes Schicksal

War dieser Bericht hilfreich?