Gesamtstrategie - Guides & Spieletipps zu Napoleon: Total War - 4Players.de

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Spieletipps: Guide

Gesamtstrategie

Vorwort:

Es folgt KEIN detaillierter Walkthrough. In diesem Spiel gibt es sehr viele Variable, genauso wie jeder Spieler anders taktiert. Ich möchte nur für unerfahrene Spieler meine Taktiken und Gesamtstrategie zur Verfügung stellen, aber behaupte keineswegs, dass es nicht bessere Wege gibt.

Armee:

Im Regelfall teile ich eine volle Armee folgendermaßen auf:

- 1 General
- 4 Reiter, davon am liebsten 2x Currassier oder Dragoner, und zwei leichte Chasseur a Cheval.
- 2 Leichte Infantrie
- 2 Grenadiere
- 3-4 Kanonen, optimal: 2x 12p, 1x Haubitze +X 8p
- Der Rest besteht aus Fusiliers, oder später auch ?Young/Old Guards?

Warum?

Der General ist wichtig, noch wichtiger ist das er nicht stirbt. Haltet ihn zuerst im Hintergrund, bis ihr wisst wie der Gegner vorgeht. Wird eure Linie schwer unter Beschuss genommen, nehmt den General (mit Sicherheitsabstand) und unterstützt die schwachen Bereiche mit seiner Anwesenheit. Wenn Einheiten fliehen, kann Napoleon sie mit ?Inspirieren? davon abhalten.

Die Dragoner verwende ich meistens, um weit außen herum zu reiten und die Kanonen des Feindes auszuschalten. Die leichten Chasseure decken die Flanken und können als Plänkler gut flüchtende Einheiten aufreiben.

Die leichte Infanterie kann eingesetzt werden um (nicht immer verfügbar) Kavallerie-Abwehr-Pfähle zu postieren. Sie kann sich überall verstecken, hat eine hohe Reichweite und Präzision, und operiert in aufgelöster Formation. Die Soldaten ducken sich, so dass sie auch vor der eigenen Linie stehen können. Sie sind ausdauernd und als Plänkler einsetzbar.

Die Grenadiere sind Elite-Truppen. Sie können verheerende Granaten werfen, die vor allem die Moral des Feindes brechen. An der Flanke sind sie äußerst gefährlich, als Teil der Linie sind sie aber nicht stärker als Fusilliere.

Die Kanonen (12p, 8p) baue ich immer direkt in meine Linie ein. Das verhindert Verluste bei den eigenen Kameraden erheblich. Nur Haubitzen können gefahrlos hinter der Linie postiert werden, da sie ihre Geschosse über die eigenen Reihen lupfen. Kommt die feindliche Linie sehr nah, nutzt unbedingt die Kartätschen, sie machen nicht nur viel Schaden, sondern sind auch noch verheerend für die Moral.
Die Linie:

Die Linie sollte in erster Linie eine Linie sein. Man darf aber nicht zu steif ein. An den Flanken kann man je eine Truppe leicht in die Caree-Formation stellen. 2-3 Einheiten sollte man als Reserve aufheben, um eventuell entstehende Lücken zu füllen. Die einzelnen Einheiten stelle ich auf maximal 3 Reihen tiefe. Frontalangriffe sind nun mal hier üblich, je mehr Gewehre schießen können, desto besser. Und Kanonenkugeln können hier weniger schaden anrichten. Umgekehrt sollte man darauf achten, dass die eigenen Kanonen immer von der Seite in Einheiten schießen, um mehr Soldaten hintereinander zu treffen.
Kurztipps und allgemeine Strategie für Kampagnen

Italien-Kampagne: Diese Kampagne ist recht kurz. Man hat einen erheblichen Zeitdruck zu anderen Seite der Karte zu kommen. Daher kann man nicht alles erobern. Man müsste mehr Zeit haben um Verluste auszugleichen und Gebäude zu bauen, also muss man sich anders durchschlagen. Die angrenzende Stadt sollten wir trotzdem erobern. Es bringt etwas Geld und eine weitere Basis. (Nicht plündern, die Stadt behalten wir).

Viele kleine feindliche Armeen versuchen unsere Hauptstadt einzunehmen, deshalb muss ein guter Teil der Armee zu Hause bleiben, während Napoleon mit dem Hauptteil der Armee die Missionen erfüllt. Ich beschreibe das nur grob und nicht detailliert.

Eine Mission sagt, wir sollen ein Gebiet (Piedmont) einnehmen. Wenn wir das schaffen, wird diese Nation zu französischem Protektorat. Das ist sehr vorteilhaft, da diese Nation einen Verteidigungsgürtel um uns schafft, also erobern wir sie.

Anschließend (oder schon währenddessen) sollten wir uns bemühen möglichst viele Freunde (außer Österreich-Ungarn) zu machen und Handel treiben. Haben wir alle Missionen erfüllt, die Verteidigung steht, Napoleons Armee ist munter und gesund, geht?s auf nach Klagenfurt.

Hierfür kann es nötig sein, dass man durch Gebiete von friedlichen Nachbarn muss, also treiben wir Diplomatie, und bieten der Nation an, sie darf 5 Runden bei uns Truppen bewegen, dafür dürfen wir 5 Runden lang unsere Truppen durch ihr Land bewegen.

Wir wählen einen Weg durch die Alpen, der uns möglichst nicht an weiteren Städten vorbeiführt. Wir laufen einfach durch und erobern Klagenfurt. Ende.

Ägypten-Kampagne: Hier wird es schon interessanter, wir haben ein paar mehr Möglichkeiten und etwas mehr Zeit das Hauptziel zu erreichen.

Wir sammeln unsere Truppen in einer vollen Armee mit Napoleon und teilen die restlichen Truppen auf unsere Städte auf. Wir werden hier soviel Geld verdienen, das später zwei volle Armeen möglich sind, oder mehr. Zuerst erledigen wir mit Napoleon die erste Mission, welche uns eine weitere große Stadt einbringt.

Da wir in Ägypten sind, und hier verschiedene Volksgruppen leben, müssen wir aufpassen, dass unsere Städte ruhig bleiben. Am Anfang würde ich nicht zu viele Städte einnehmen, weil die Mamelucken, Beduinen, und etwas später die Osmanen versuchen diese mit aller Gewalt zurückzuerobern. Da die Aktionen der KI aber variieren, kann ich hier nur noch allgemeine Tipps geben.

- es ist absolut ratsam, sehr früh nach Nicosia zu segeln, am Nordwestlichen Ufer landen, und die Briten zu überraschen. Hat man die Stadt eingenommen, zieht England alle Truppen ab. Ab jetzt kann man auch reguläre Truppen ausbilden, außerdem hat man den Rücken frei.
- Man sollte Schlüsselpositionen an den Grenzen hier gut sichern. Sobald eine feindliche Armee angreift, muss diese abgewehrt und anschließend verfolgt und komplett vernichtet werden.
- Man muss Gebiete meiden, oder schnell durchqueren, die Truppen Schaden zufügen können. Rund um die Pyramiden sterben die Soldaten an Durst und Erschöpfung, immer in Straßennähe, oder Ortschaften aufhalten.
- Wenn man auf dem Weg ist das Hauptziel zu erreichen, sollte man genug Truppen haben, die die eroberten Gebiete bewachen können. Herumziehende Feinde plündern sonst eure Gebiete, wenn die Hauptarmee weiterzieht.
- Mit der Armee mit der man Nicosia eingenommen hat, kann man schnell nach Jaffa segeln und dieses einnehmen, die Briten kommen nicht zurück.
- Es ist wichtig durch Forschungen den Feinden im Vorteil zu sein.
- Es ist immer von Vorteil die Nebenmissionen zu erfüllen.
Da die Osmanen, und Mamelucken wirklich schlechte Armeen haben, kann man sie teilweise sehr leicht schlagen. Einige Armeen bestehen z.B. nur aus Kamelreitern, welche man in Ortschaften mit Einheiten in Gebäuden recht einfach besiegen kann. Auf offenem Feld sind sie aber sehr gefährlich.
Europa-Kampagne:

Hier stehen jetzt alle im Spiel enthaltenen Mittel zur Verfügung. Frankreich ist groß, reich und mächtig, von Anfang an. Ich habe zuerst versucht, mit allen angrenzenden Staaten Frieden zu schließen. Alle die man überzeugen konnte, werden jetzt auch Handel mit euch treiben. Es ist jetzt sehr wichtig, zuerst Gebäude zu bauen, die mehr Geld einbringen. Gebäude die Geld bringen und das Volk glücklich machen sind noch besser. Vom erobern weitere Gebiete sehen wir erstmal ab.

Man suche sich nun einen Hafen aus im Atlantik, und einen im Mittelmeer und baue ihn zum Handelshafen um. Wir bauen nun Handelsschiffe so früh und so viele wie nur geht. Mit den Handelsschiffen, besetzten wir alle freien Handelsknoten, vor allem die atlantischen, da diese nicht umkämpft werden. Die westlichen afrikanischen sind ebenfalls sehr friedlich, nur Richtung Osten hatte ich Probleme die Punkte zu verteidigen.

Ca. 1 Jahr sollten wir versuchen mit allen Frieden zu halten. Währenddessen bauen wir das Handelsnetz voll aus, und forschen munter in unseren Colleges. Wenn eine Nation keinen Frieden will, kann man sie leicht bestechen, in dem man ihnen Technologie anbietet.

Ab einem (schnell eintretendem) Zeitpunkt erhalten wir immer genug Geld, um nach und nach unsere Städte auszubauen. Paris steht immer an erster Stelle. In den anderen Gebieten sollte man immer mit einem Steuerbüro anfangen (notfalls Gebäude ändern), und dieses ausbauen. Die Leute zahlen dann glücklich einen geringen Steuersatz, der aber so hoch liegt, dass die Nation davon leben kann. Wenn man ganz schwere Nöte hat, sollte man z.B. in München einmarschieren, und dieses plündern. Anschließend Armee abziehen und von Österreich zurückerobern lassen.

Je mehr wir entwickeln, und je mehr wir Minen, Handelshäuser, Banken und Fabriken ausbauen, desto weniger müssen wir dem Steuerzahler zumuten. Wir wollen ein glückliches Volk, und drehen daher die Steuern runter. Da wir Frieden haben, und nur wenige Truppen unterhalten müssen, bauen wir munter alle Gebäude aus. In Paris können wir dann unsere Armeen bauen. Alle Gebiete sollten 1! Einheit Fussilliere in der Hauptstadt haben. An den Grenzen nach Osten setzen wir unsere beiden Armeen an die strategisch günstigsten Positionen, zwischen unseren Alliierten. Eine Armee verteidigt gegen Preußen, eine gegen Österreich. Durch Frieden mit allen, haben mir sogar die Österreicher den Frieden angeboten, welchen ich erstmal danken annehme.

Zwischendurch kann es immer wieder zu Angriffen kommen. Verteidigt euch dann zuerst. Verfolgt die Angreiferarmee und vernichtet sie. Schaut in der angrenzenden Region, ob der Gegner die Stadt ?unbeschützt? zurückgelassen hat. Stehen die Chancen gut die Stadt einzunehmen, tut das. Plündert sie, kehrt zurück. Wartet bis der Gegner die Region zurückerobert hat. Fordert Frieden, und bietet eine Technologie dafür an. Schon ist wieder Frieden und der Gegner hat erhebliche Verluste erlitten, was uns etwas Zeit verschafft.

So ab 1807 sollten wir schauen was in Spanien passiert. Bei mir hat England von Gibraltar aus Madrid erobert und Pamplona. Daraufhin habe ich seine Armeen aus Spanien vertrieben. Die Spanier sind lange Verbündete und streng katholisch. Die Gebiete sind leicht zu halten, die Allianz ist nicht mal gefährdet. Spanien ganz zu vernichten würde Einbußen im Handel nach sich ziehen, deshalb lasse ich sie in einer Region leben. Portugal ebenso.

Währenddessen haben sich die Griechen zurückgemeldet und einen eigenen Staat gegründet.
Auch die Italiener haben sie neu organisiert und die Österreicher mögen mich nicht mehr.
Also ziehe ich gen München und befreie dieses. Als Dank wird man mein Protektorat, was mir mehr Prestige, Geld durch Handel und einen Verbündeten einbringt.

Ab jetzt werden wir einen Blitzkrieg vorbereiten. Wir brauchen gute Armeen um in Preußen und Russland einzufallen. Und wir müssen Wien erobern.

Wien erobern wir zuerst. Anschließend herrscht dauerhafter Frieden mit Österreich. Um nach Warschau zu kommen habe ich zuerst mit Preußen verhandelt, und mir militärischen Zugang erschlichen. Meine beiden Armeen habe ich vor Preußischen Städten in Stellung gebracht, und in zwei Runden alle 4 um Warschau liegenden Gebiete eingenommen. 1-2 Runden lang die Armeen regenerieren lassen und dann Warschau erobern. Ich habe mich entschieden sie nicht zu "befreien"? Nun langsam aber sicher die Küste entlang nach Norden, alles erobern auf dem Weg, und zu guter letzt von der Küste aus Richtung Moskau vorstoßen. Vorsicht, im Winter sterben die Soldaten hier wie die Fliegen?

Sofern man jetzt insgesamt 35 Regionen hält, hat man das Endziel erreicht.
Eingesendet von Niethal, vielen Dank.

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Strategie
Entwickler: Creative Assembly
Publisher: Sega
Release:
26.02.2010
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