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Happy Birthday, Atari!

 

Ein Strand in Kalifornien: Nolan Bushnell und Ted Dabn werfen sich Bälle an den Kopf. Weil das so viel Spaß macht, wenn man sie immer wieder mit einem Brett im korrekten Winkel zurückschleudert, wollen die beiden damit Geld verdienen. Also gründen sie am 27. Juni 1972 die Firma „Syzygy“ – vermutlich lautmalerisch für das Geräusch des Aufpralls. Aber leider ist dieser überaus attraktive Name schon vergeben. Also schaut man sich in japanischen Sphären um, entdeckt das Wort für Schachmatt im Brettspiel Go und nennt die Firma ATARI.

Die Bälle werden noch 1972 virtuell an einem Münzautomaten hin und her geschleudert – ähnlich wie beim Tennis. Grafik? Egal! Hauptsache, es bewegt sich was! Das einfache Spielprinzip begeisterte Jung und Alt dermaßen, dass man die Flut an Münzen kaum fachgerecht auffangen konnte. Pong war quasi der erste Videospielbandit und konnte in Serie gehen. Der Urvater elektronischer Unterhaltung war geboren und erschien 1975 sogar als Einwegspielkonsole.

Aber was wäre Atari ohne seine erste echte Konsole? 1977 feierte der Atari 2600 Premiere (übrigens lange vor der PlaySation 3 das erste „Video Computer System“) und endlich konnte man Pong zur Seite legen, mit zwei Mann zu den Steuerungsknüppeln greifen und sich anderen Titeln widmen: Mehr als 1200 Module sind bis heute erschienen. Pac-Man, Pitfall, Defender, Centipede! Welche habt ihr gespielt? Vielleicht…

...Breakout? Das Prinzip von Bällen, die man wegschleudern bzw. geschickt reflektieren muss, ging den Jungs von Apple scheinbar nicht mehr aus dem Kopf. Moment? Apple? Okay, 1975 wussten Steve Jobs und Steve Wozniak als einfache Angestellte bei Atari noch nicht, dass sie mal den stylischen Kontrapunkt zum handelsüblichen PC und Gates-Imperium setzen würden. Damals arbeiten sie kurzfristig bei den ballistisch orientierten Kaliforniern und konzipierten u.a. den später in zig Variationen geklonten Klassiker Breakout. Und Atari blieb den Automaten treu…

Verktorgrafik. Vektorgrafik in 3D. Vektorgrafik in 3D aus Ego-Perspektive. Die Arcade-Version von Battlezone aus dem Jahre 1980 gilt dank der anfänglich in den Spielhallenautomaten verbauten "Periskop-Sichteinheit" als kommerzieller Vorreiter der "Virtual Reality". Bis heute versuchen Spiele vom Battlezone-Kult zu zehren. Einige mit großem Erfolg wie z.B. die gleichnamige, 1998 von Activision veröffentlichte First-Person-3D-Strategie samt Fortsetzung. Der bislang letzte Versuch, am Erfolg der Serie zu partizipieren, war die simpel gestrickte Action auf der PSP aus dem Jahre 2006. Aber zurück zu den goldenen Zeiten...

...zurück ins Jahr 1985: Der ST-Computer von Atari trat in direkte Konkurrenz zu Commodores Bestseller, dem Amiga 500, und spaltete die 16-Bit-User in zwei Lager. Wer erinnert sich nicht an den Kleinkrieg zwischen Atari- und Commodore-Zockern, der vornehmlich in der Leserbrief-Ecke der Spielemagazine oder in Diskussionen auf dem Schulhof ausgetragen wurde? Doch der Kampf war aussichtslos: Obwohl sich der ST aufgrund seiner integrierten MIDI-Anschlüsse vornehmlich in Tonstudios großer Beliebtheit erfreute, setzte sich Commodores Freundin dank besserer Sound- und Grafikfähigkeiten im Spielebereich durch. Das tat weh, war aber gerecht.

Mit dem Jaguar versuchte Atari nach jahrelanger Abstinenz wieder Fuß auf dem Videospielmarkt zu fassen - und scheiterte kläglich. Angepriesen als erste 64-Bit-Konsole kam das gute Stück bei uns 1994 zu einem unverschämt hohen Preis von etwa 800 DM auf den Markt. Abgesehen davon schreckte auch die mangelnde Softwareunterstützung viele potenzielle Käufer ab, obwohl technische Meisterwerke wie Alien Vs Predator keine andere Plattform zu bieten hatte. Ende 1995 versuchte man mit einem externen CD-Laufwerk gegen Konkurrenten wie das 3DO und vor allem Segas Saturn sowie Sonys PlayStation zu bestehen - doch die Zeit des Jaguars war schon längst abgelaufen, bevor sie überhaupt beginnen konnte.

Dabei ging es eigentlich richtig gut los: Erinnert ihr euch an Tempest 2000? Damit erschuf Jeff Minter, der u.a. für den effektvollen Musik-Visualizer der Xbox 360 verantwortlich zeichnet, einen der besten Titel für die Jaguar-Konsole. Farbenfrohe, psychedelische Effekte, ein zeitlos einfaches, aber packendes Spielprinzip und nicht zuletzt der geniale Soundtrack sorgen auch heute noch für Herzklopfen. Ja, ja, der Jaguar...

Als erste Crossover-Verbindung zwischen den Unterhaltungswelten Kino und Videospiele sollte Enter the Matrix im Jahr 2003 eine Tür zu einem neuen Zeitalter aufstoßen. Doch rausgekommen ist leider nicht mehr als eine weitere halbgare Lizenzumsetzung, die dem ehemals exzellenten Ruf von Shiny und seinem Chefdesigner Dave Perry nicht zuträglich war. Daran konnte weder die direkte Mitarbeit der Wachowskis noch das Multi-Millionen-Dollar-Marketing etwas ändern.

Nachdem Atari im Juli 1996 vom Festplatten-Hersteller JTS Corporation übernommen wurde, wanderten die Rechte im Februar 1998 für fünf Millionen Dollar zu Hasbro Interactive - und damit zurück in Spielegefilde. Doch schon im Jahr 2001 ging die Markenreise weiter, als der französische Publisher Infogrames die Rechte am Namen Atari übernahm und sich vom zweiten Quartal 2003 an selbst Atari nannte. Warum? Weil sich Atari einfach cooler anhört! Da ist es auch egal, wenn die Spiele bis auf wenige Ausnahmen keinerlei Gemeinsamkeiten mit der ruhmreichen Vergangenheit aufweisen können...

Wollen wir, dass Atari wieder an alten Glanz anknüpft? Ja! Sind wir nachtragend? Nein, nicht zum Geburtstag: Auch wenn Atari Deutschland beleidigt Werbekampagnen storniert hat, als wir dem Rollenspiel Neverwinter Nights 2 "nur unverschämte 78%" gegeben haben, wünschen wir als treue Retro-Fans dem Verein als großem Ganzem wirklich alles Gute. Und wer weiß: Vielleicht können kommende Titel wie Alone in the Dark oder The Witcher wieder so begeistern wie die Spiele zur Zeit der großen Atari-Ära? Ihr müsst sie uns nur mal zeigen...

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Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
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