Screenshots zu 4P-Bilderserie: Alles zum Sonstiges-Spiel 4P-Bilderserie - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Deutsche Versionen

 

Command & Conquer

1995: Wir schreiben das Jahr 2 nach Doom, die damalige BPjS hat sich gerade warmgeschnitten und kommt jetzt erst richtig in Fahrt - woraufhin deutsche Publisher jeden auch nur ansatzweise rot schattierten Pixel vorsorglich und durchaus paranoid aus ihren Spielen verbannen. Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt ist eines der populärsten und umstrittensten Opfer, denn hier ließ es die Schere im Kopf gleich richtig krachen: Aus allen Menschen wurden Androiden, es gibt Robot-Kasernen und Zivilisten sind Farmbots - spätestens bei den Missionsbeschreibungen, bei denen es sich um feindliche Droiden dreht, bricht der seit vielen Jahren volljährige Spieler aus den Latschen. Natürlich gibt es so auch keinerlei Blut, stattdessen verlieren getroffene Einheiten gar nichts, allerdings ist das kein Wunder - es gibt ja keine Schmerzensschreie, dafür macht es »Plöff!«, wenn ein Soldat... pardon, ein Android fällt. Völlig abstrus wird es, wenn Zwischensequenzen gekappt oder gleich völlig gestrichen werden, so wie hier geschehen. Ein unschönes Zeugnis deutscher Spielkulturgeschichte, das hier nochmals überdeutlich an die Oberfläche geholt wird, denn natürlich betrifft das alle C&C-Echtzeitstrategiespiele vom Tiberiumkonflikt über den roten Alarm bis zu den Generälen.

Quake 4

Der Kenner reibt sich schon aufgrund des blauen USK16-Stickers verwundert die Augen - das erste nicht 18er-Quake. Und wer die engl. Version des Spiels kennt, muss die Zähne tapfer zusammenbeißen - schon das Intro ist geschnitten. Im Spiel gibt es dann praktisch kein Blut mehr, außerdem sind sehr viele Zwischensequenzen geschnitten, verkürzt oder sonst wie verändert: Zerstückelte Leichen verschwinden, es gibt keinen Splatter und keine Schadenstexturen mehr, da werden aus Plexiglasscheiben auf einmal massive Stahltüren, damit man bloß nichts Bösartiges zu sehen bekommt - und ein großer Teil der »Wir machen einen Strogg aus dir!«-Sequenz fehlt ersatzlos. Großes Heulen auch bei der Mehrspielergemeinde: Aufgrund der Vielzahl der Schnitte sind die deutsche und die internationale Version zueinander inkompatibel. Internetmatches gegen Spieler aus aller Welt sind damit ausgeschlossen.

Half-Life

Einer der großen Klassiker der gut geschnittenen deutschen Fassung ist Valves 1998er Shooter: In dem trat Gordon Freeman hierzulande nicht gegen menschliche Gegner, sondern gegen bunt texturierte Cyborgs an - was nicht nur spätestens im Mehrspielermodus albern aussah. Natürlich gab es auch die üblichen Cuts bei Blut und Splatter, das ging sogar so weit, dass die zerballerten Roboter Schrauben und Sprungfedern verloren. Die nachweislich amüsanteste Änderung betraf aber die Zivilisten: Erwischte man zufällig einen unbeteiligten Wissenschaftler oder Wachmann, verlor er nicht etwa sein Pixelleben wie in der englischen Fassung - stattdessen setzte er sich einfach kopfschüttelnd auf den Boden!

Mortal Kombat

Die Geschichte von Mortal Kombat ist eine voller Missverständnisse. Besonders Nintendo hat beim Erstling komplett falsch verstanden, was die Gamer an der Digi-Klopperei so großartig fanden. Resultat: Bei der an sich fabelhaften SNES-Version wurde das rote Blut durch irgendetwas ersetzt, das ein wenig, aber nicht ganz nach Schweiß aussah. Es gab keinerlei Fiesheiten (wie aufgespießte Köpfe) mehr am Boden des Pit-Levels, und viele der Fatalities wurden teilweise erheblich zensiert! Rotauge Kano stupst seinen Gegner z.B. nur noch in die Brust, statt ihm das Herz herauszureißen, Johnny Cage köpft den Widersacher nicht mehr, sondern zeigt ihm die Unterseite seines Fußes - und Sub-Zero macht sich nicht mehr die Mühe, dem Feind das Rückenmark herauszureißen, stattdessen wird er einfach eingefroren und zerkloppt. Das Fatale an der Sache war, dass die Version an sich sonst perfekt war, die Gamer sie aber trotzdem just aufgrund der Schnitte mieden - und zwar so gründlich, dass Nintendo beim Nachfolger auf ein Mal jegliche Gewaltdarstellung problemlos durchwinkte.

Contra

Harte Burschen, die Schwarzenegger-ähnlich durch Dschungel oder postapokalyptische Stadt rennen, und Gegnern gleich im Dutzendpack den Inhalt ihres Waffenlaufs demonstrieren? No violence please, we're german! Und so wurden aus den Männern aus Stahl gleichwertig stabile Roboter, aus dem martialischen Titel »Contra« wurde »Probotector« - und merkwürdigerweise ergab alles auch Sinn! Die Roboter passten zum Szenario, der Titel war ein gelungenes, kreatives Wortspiel. Das Spiel zog Konami nicht nur auf dem NES durch, sondern führte es auch auf SNES und Mega Drive fort - auf letzterem wurde »Hard Corps« darüber hinaus noch dezent gekürzt. Erst danach kehrte man wieder zur Harter Typ-Marke zurück, die bis heute auch beibehalten wird - die Probotektoren gibt es offiziell nicht mehr.

The Darkness

Die dämonischen Abenteuer des Jackie Estacado sind wirklich hart: Herzen fressen, Gegner exekutieren und Facelifting per Handbohrmaschine sind nur einige der Nettigkeiten, die das Spiel völlig zurecht von Kinderhänden fern halten sollen. Allerdings hat man es auch hier mit der »Eindeutschung« ein bisschen zu gut gemeint: Fast alle Bluteffekte wurden entfernt, was nicht nur Auswirkung auf die Action hat (kein Treffer-Feedback), sondern auch dezent dümmlich aussieht, da ebenfalls alle stationären Blut-Texturen verschwunden sind. Sieben der fieseren Exekutionen fehlen, Gegner können nicht mehr verbrennen, zeigen keine Einschusslöcher mehr, es gibt weniger der hierzulande aus irgendeinem Grund immer wieder problematischen Ragdoll-Physik - und die Damönenfähigkeiten sind weitaus weniger cool, werden doch jetzt u.a. keine Herzen mehr ausgerissen, sondern Seelen »aufgesaugt«. Ahem.

(Vielen Dank an www.schnittberichte.com für den Screenshot)

No One Lives Forever 2

Cate Archer ist eine coole Braut, die NOLF-Games von Entwickler Monolith eigentlich alles andere als bitterböse Buhu-Software, sondern hervorragend designte Parodien auf alle gängigen James Bond-Klischees. Und dennoch konnte man auch hier nicht die Finger von der gut geölten Schere lassen, ganz besonders beim zweiten Teil gab es einige bemerkenswerte Änderungen: Keinerlei Blut, keine brennenden Gegner, keine Todesschreie mehr - so weit, so unspektakulär. Albern wurde es allerdings, als erledigte Feinde in der Sekunde ihres Polygontods vom Bildschirm verschwanden, aber stets einen Rucksack hinterließen, den man zwecks Itemklau durchwühlen durfte. Abigaaaaaaaaaaail!

(Vielen Dank an www.schnittberichte.com für den Screenshot)

Fallout 2

Uuuh, postapokalyptische Szenarien - scheinbar ein heißes Eisen. Ganz besonders im Falle von Fallout 2, das den deutschen Markt nur in einer erheblich verschlankten Version zu sehen bekam: Zum einen gab es weitaus weniger Gewalt, die meisten Gegner reagierten auf viele Waffen identisch, keine Todesschreie mehr, keine Splattergeräusche, weitaus weniger Blut - zum anderen durften keine Pixelkinder mehr getötet werden. Die Schnittfreudigkeit der Zensoren war schon beim Optionsmenü deutlich sichtbar: Der Regler »Grad der Gewalt« kannte nur zwei Einstellungen (Original-Version: vier), von denen die höchste der Minimal-Variante der US-Fassung entsprach.

Resident Evil 4

Die verschiedenen hierzulande veröffentlichten Fassungen von Resident Evil 4 sind ein Hickhack, über das sich nur schwer der Überblick behalten lässt. Faustregel: Vollständig ist keine. Die erste veröffentlichte Fassung für den GameCube bietet am wenigsten, was jetzt aber dramatischer klingt, als es tatsächlich ist - denn man muss das Hauptspiel, dem nichts fehlt, erst durchzocken, um zu merken, dass etwas nicht da ist, wo es sein sollte. Denn dann vermisst man vielleicht Minigames wie »Mercenaries« oder »Assignment Ada«, die nicht nur für Zusatzunterhaltung sorgen, sondern u.a. auch Bonuswaffen freischalten, mit denen man dann das Hauptspiel auf andere Weise angehen konnte.

Giants

Zum Abschluss gibt's noch ein Trostpflaster: Auch andere Nationen kriegen ihre Extrawurst geschnitten! Giants: Citizen Kabuto kam hierzulande in aller Pracht auf den Markt, und mit »in aller Pracht« meine ich die blauen Polygonmöpse von Sea Reaper »Delphi« - die Schwertschwinger-Schönheit musste in den USA züchtig mit einem Bikini bekleidet auf Jagd gehen, sichtbare Nippel waren zuviel des Guten für die Jugendschützer überm Teich. Natürlich kein Problem für die Modder-Gemeinde, die im Handumdrehen das »Problem« per Minipatch lösten. Interessanterweise hatte das Ganze dann aber doch noch Auswirkungen auf den deutschen Markt, denn die ein Jahr später nachgeschobene PS2-Version basiert auf der amerikanischen Fassung, so dass Konsolenspieler mit Bikini über den Bildschirm huschten.

Alle Bilderserien

Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
Release:
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
Spielinfo Bilder  

Folge uns

       

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Thema!
schrieb am