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Die Welt der abgefahrenen Controller

 

Uuuuuuh, es geht mit Gewalt los! Lichtpistolen waren gerade in den 80ern der große Hit in den Spielhallen und an den kruden Heimkonsolen, wobei Nintendos Heimbazooka »Super Scope« wohl den absurden Höhepunkt der Entwicklung darstellte. Und selbst heute ist das gemeinsame Plastikknarrengefuchtel immer noch nicht ganz ausgestorben, wenngleich die Wummen auch mittlerweile nur noch die schlaffe Hülle für die Wiimote darstellen - man denke dabei an House of the Dead: Overkill.

Ebenfalls ein Relikt der 80er ist der Trackball - eine Art umgekehrte Maus, mit dem man sehr präzise kleinere Bewegungen machen konnte. Bei Heimanwendungen konnte sich das sensible Ding nie durchsetzen, in der Spielhalle hingegen gab es einige Klassiker, die auf den genauen Draufbatsch-Controller setzten - wie Missile Command oder Marble Madness.

Ziemlich einmalig, dafür aber auch einmalig gut: Die Rassel-Controller, die für horrend viel Extrageld dem Dreamcast-Original von Samba De Amigo beilagen. Laut Gevatter Krosta bis heute der besteste Controller EVAR, und den gefühllosen Aufsätzen für das Wiimake des Spiels um Welten voraus.

Oh, apropos Krostas Wunderwelt der Empfehlungen: Der fröhliche junge Mann schwört bis heute auf den NegCon, Namcos merkwürdigen Gameknoten für Ridge Racer. Sehr, sehr ungewöhnlich, gerade wenn man das gute alte Lenkrad gewohnt ist, aber wohl erschreckend präzise.

Ein Klassiker der bizarren Controller ist die Tanzmatte: Ursprünglich wohl aus der Erkenntnis geboren, dass es doch wohl einen Weg geben muss, die unter einem wohnenden Menschen möglichst rhythmisch in den Wahnsinn zu treiben, gibt es bis heute kaum eine bessere Möglichkeit, all die merkwürdigen tanzspiele von Britney Spears bis Hannah Montana zu... ähm.. genießen. Nicht zu vergessen die Dance Dance Revolution-Reihe, die mittlerweile ganze Heerscharen fitnesswütiger Teenager mit Rucksäcken voll Kleingeld in die Spielhallen dieser Welt pilgern lässt.

Entgegen der weitläufig verbreiteten Annahme war es mitnichten die Guitar Hero-Serie, die den Gitarren-Controller erfand - Konami war Jahre davor mit Guitar Freaks da. Aber man kann wohl kaum leugnen, dass Guitar Hero und Rock Band die Plastik-Instrumente erst richtig groß und populär machten! Was am Anfang nur die Gitarre war, nimmt mittlerweile unaufhaltsam an Größe und Reichweite zu - Drums und Turntables sind vorhanden, bis zum Piano- oder Tuba-Controller kann es nur noch eine Frage von Minuten sein.

Die Stimme ist ebenfalls als Eingabegerät nicht zu unterschätzen, wenngleich in den meisten Fällen (nämlich denen der besoffenen US-Teenager, die Halo 3 spielen und einen Wortschatz drauf haben, für den sich Quentin Tarantino schämen würde) eher eine Einladung zum »Immer mitten in die Fresse rein«! Aber mittlerweile haben einige Entwickler das menschliche Timbre als Steuerungsmöglichkeit außerhalb von Spracherkennungssoftware entdeckt - wie in EndWar oder H.A.W.X. Von den Gesangsmöglichkeiten in den Singstars und sonstigen Musikspielen dieser Welt ganz zu schweigen. Aber dazu reicht ja normalerweise auch ein Spiegelschrank sowie eine solide Haarbürste.

Ebenfalls ein Klassiker: EyeToy. Man sollte das System für simpel halten, aber tatsächlich ist die dahinter werkelnde Bewegungserfassungssoftware gerade im Falle der niedrig aufgelösten PS2-Spiele ein wahres Wunder der Softwarearchitektur. Schade nur, dass die dafür entwickelten Spiele nach einem kurzen Aufflammen (Empfehlung des Hauses: EyeToy Groove!) auch ganz schnell wieder in der Versenkung verschwanden. Selbst auf der PS3 kam die verbesserte Kamera außerhalb von The Eye of Judgment, diversem PSN-Fuchtelkram und Singstar kaum zum Einsatz - ob das mit dem bald erhältlichen EyePet besser werden wird? Der Konkurrenz geht's nicht viel besser: Microsofts Kamera ist auch nur ein Randereignis.

Apropos »Ambitioniert, aber erfolglos« - das könnte ein Anagramm für GameTrak sein. Vor einigen Jahren hätte das Bewegungserfassung-über-Kabel-System das große Ding werden können, kam aber nie über einen arg simplen Prügler sowie ein dezent anspruchsvolleres Golfspiel hinaus. Ob's am furchtbar hohen Preis lag?

Liegt die Zukunft der Steuerung in der Gedankenkraft? Möglich. Einen Vorgeschmack auf künftige Hirnwelten liefert bereits heute das NIA-System - kurz für »Neural Impulse Actuator«. Die Quintessenz der Überlegung ist, die Spiele über Hirn- und Muskelimpulse zu steuern. Klingt kompliziert, ist kompliziert und die vereinfachte Software ist mit einem Pong-Klon schon am Rande ihrer sinnvollen Anwendungsmöglichkeit. Noch.

Der große Meister aller merkwürdigen Controller ist aber ohne Frage Nintendo: Die Japaner scheinen nicht nur am verspieltesten zu sein, sie geben auch den meisten Dingern eine Chance - mal mehr, mal weniger erfolgreich. Zu der ersten Kategorie kann man wohl ruhigen Gewissens die Bewegungssteuerung der Wii sowie das Balance Board zählen, beides gigantische Geldsammelmaschinen. Bongo-Controller und Virtual Boy hingegen gingen gemeinsam in die Geschichte der gut gemeinten, aber gnadenlos abgelehnten Hardware ein. Mal sehen, ob wir in Zukunft irgendwas von dem zu sehen bekommen, was Nintendo am laufenden Band zu patentieren scheint - Football- und Sattel-Controller klingen abgefahren genug für das Unternehmen...

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Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
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