Spiele, die auf Büchern basieren

 



Per Anhalter durch die Galaxis (Douglas Adams, 1979)

Douglas Adams meisterhafter Blödsinn gilt bis heute als eines der besten Textadventures aller Zeiten. Ja, Textadventure, Kinder. Weder Railguns noch Nipplemapping, sondern ein schwarzer Bildschirm, eine Tastatur, ein blinkender Cursor und hoffentlich ganz, ganz, ganz viel Phantasie beim Spieler. Zur Großartigkeit des Spiels hat mit Sicherheit auch beigetragen, dass Adams selbst (möge er in Frieden ruhen) stark in die Entwicklung involviert war, Nerd, der er war. Und Sadist, denn das Spiel war/ist nicht nur schweinekomisch, sondern auch irre schwer und noch irrer fies - Stichwort »Babelfish«. Ihr glaubt es nicht? Spielt´s halt selbst!



Dune (Frank Herbert, 1965)

Frank Herberts sandige Saga hat einige verspielte Adaptionen hervorgebracht, von denen Westwoods Echtzeitstrategie-Klassiker »Dune 2« wohl die bekannteste ist - bot sie doch nicht nur eine interessante Sichtweise auf die Vorlage (da das Spiel auf dem 1984er Film von David Lynch basiert), sondern ebnete gleich mal einem ganzen Genre den Weg. Das Original-Spiel Dune von Cryo Interactive kann dagegen locker unter den Tisch fallen gelassen werden, war es doch ein sandtrockenes Adventure - typisch für Cryo.



Alice im Wunderland (Lewis Carroll, 1865)

Das Buch von Lewis Carroll ist schon sehr, sehr surreal - was Kreativkopf American McGee dann aber noch daraus gemacht hat, war schon fast ein spielbarer Drogentrip! Das Ganze spielte sich im Kopf der verrückt werdenden Alice ab, was dann, von der Quake 3-Engine befeuert, für höchst innovatives und abgefahrenes Level- und Figurendesign sorgte. Zwar war das von der Kritik hochgelobte Spiel kommerziell wie so oft in solchen Fällen ein Flop, aber dennoch arbeitet McGee gerade an einem zweiten Teil.

 



Der Herr der Ringe (John Ronald Reuel Tolkien, 1955)

Der Einfluss von Tolkiens Magnum Opus (womit nicht nur die Herr der Ringe-Trilogie, sondern auch der Vorgänger »Der kleine Hobbit« sowie seine Mittelerde-Bibel »Das Silmarillion« gemeint ist) auf die Spielewelt im Allgemeinen lässt sich unmöglich abschätzen - so groß ist er! Ohne Tolkien gäbe es keine Fantasy, wie wir sie heute kennen, kein Dungeons&Dragons, keine epischen Rollenspielwelten - alles, was irgendwie mit Elfen, Orks und Trollen zu tun hat, verbeugt sich auf die eine oder andere Weise vor ihm und seiner Schöpfung. Die ersten in Mittelerde spielenden Games gab es bereits Mitte der 80er Jahre, aber so richtig hob die Reihe erst ab, als Peter Jackson 2001 seine glorreiche Trilogie ins Kino brachte.



Discworld (Terry Pratchett, 1983)

Ähnlich wie Douglas Adams war und ist auch Terry Pratchett ein ziemlicher Geek - nach eigener Aussage verbringt er viel zuviel Zeit im Internet und mit Ego-Shootern, was ihn aber nicht daran hindert, Jahr für Jahr brillante Scheibenwelt-Romane unters Volk zu bringen. Bereits kurz nach der Veröffentlichung seines ersten Discworld-Romanes »The Colour of Magic« gab es ein gleichnamiges Textadventure, aber richtig gut wurde die Reihe erst mit den beiden Point-n-Click-Adventures (1995 bzw. 1996) sowie dem ungewöhnlichen »Discworld Noir« von 1999.



Die Werke von Howard Phillips Lovecraft (ab 1917)

Ähnlich wie das von Tolkien gilt auch das Schaffen von Lovecraft als wegweisend - in seinem Fall allerdings nicht für die Fantasy, sondern für den Horror. Speziell mit dem Cthulhu-Mythos sowie dem in seinen Werken verwobenen Necronomicon setzte er Grusel-Standards, auf die bis heute zurück gegriffen wird. Spiele wie Quake, Alone in the Dark oder (natürlich) Call of Cthulhu verdanken ihm alles.

 



The Bourne Identity (Robert Ludlum, 1980)

Ludlums Original-Trilogie (Identity, Supremacy und Ultimatum) um den vergesslichen Attentäter Jason Bourne bot eigentlich alles, was ein knackiges Actiongame braucht: Einen tiefgründigen Helden, jede Menge Gefechte, viel Ballerei, heiße Verfolgungsjagden - und dennoch dauerte es bis zum Jahr 2008, bis endlich ein entsprechendes Spiel auf den Markt kam. »Das Bourne Komplott« war ein cooler Kracher, der auf dem ersten Film mit Matt Damon basierte. Und von dem es langsam ruhig mal einen Nachfolger geben könnte.



Harry Potter (Joanne (Kathleen) Rowling, 1997)

Die Harry Potter-Saga von J. K. Rowling dürfte wohl das Werk sein, das den schnellsten Spurt von »Wasndas?« bis »Kennt ausnahmslos jeder auf dieser Welt« geschafft hat - zum Zauberlehrling-Phänomen muss wohl kaum noch etwas gesagt werden. Klar, dass derart erfolgreiche Bücher und Filme stante pede Spiele nach sich ziehen. Die sich über die Jahre erstaunlicherweise qualitativ kaum Schnitzer geleistet haben.



Rainbow Six (Tom Clancy, 1998)

Die u.a. von Tom Clancy gegründete Spielefirma Red Storm Entertainment arbeitete 1998 an einem Spiel, in dem eine Spezialeinheit Terroristen bekämpft. Da Clancy zum selben Zeitpunkt an einem Roman schrieb, der den gleichen Tenor pflegte, entschloss man sich, das Spiel um das Buch herum zu stricken. Das Resultat war dann Rainbow Six, was gleich zwei Besonderheiten aufwies: Erstens war das Spiel vor dem Buch fertig. Und Zweitens begründete dieser Titel das Genre des Taktik-Shooters, auch wenn sich die Reihe mittlerweile größtenteils wieder davon entfernt hat. Außerdem war dieses Spiel der Grundstein für weitere hocherfolgreiche Tom Clancy-Reihen wie Splinter Cell und Ghost Recon.

 



Das war natürlich noch lange nicht alles, verspielte Bücher gibt es vielleicht nicht wie Sand am Meer, aber zumindest wie Fichten in einer Baumschule: Robert Jordans »The Wheel of Time«-Serie, »Die Chroniken von Narnia« von C. S. Lewis, »His Dark Materials« (u.a. »Der goldene Kompass«) von Philip Pullman, die »The Witcher«-Saga von Andrzej Sapkowski und viele mehr beweisen, dass es sich auch als Spieler mehr als lohnt, hin und wieder das Pad aus der Hand zu legen und durch ein Buch zu ersetzen. Selbst wenn es nur darum geht, Kontinuitätsfehler im Spiel zu finden oder etwas zum Werfen zu haben, falls jemand vor dem Fernseher stehen sollte.

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Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
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