Die wichtigsten Spiele für Segas Dreamcast

 

Dieses Meisterwerk von Yu Suzuki ist ohne Zweifel einer der Meilensteine in der Welt der Videospiele und hat mit 95% die bisher höchste Wertung bei 4Players bekommen: Ursprünglich sollte sich die Geschichte um Rache, Liebe und Freiheit über 16 Kapitel erstrecken, doch zog Sega trotz Kritikerlob nach den mäßigen Verkaufszahlen des zweiten Teils (und damit nach dem 5. Kapitel) den Stecker und so kam das vorzeitige Aus der fabelhaften Mischung aus Action, Adventure und Lebenssimulation. Seitdem können die Fans nur hoffen, dass es von Ryu Hazuki irgendwann wieder etwas mehr zu sehen gibt als einen Gastauftritt bei Sonic & Sega All-Stars Racing...

PGR (Project Gotham Racing) ist mit seinen vier Auftritten auf Xbox-Konsolen ein fester Begriff für Freunde guter Rennspiele. Was viele nicht (mehr) wissen: Auf der Dreamcast legten die Entwickler von Bizarre Creations mit MSR den Grundstein für die Microsoft-Serie und belohnten den Fahrstil erstmals in Form von Kudos. Für damalige Verhältnisse bot der Titel eine großartige Grafik und überzeugte durch die genaue Nachbildung der drei Städte. Witzig: Die Tageszeit, bei der man in der jeweiligen Stadt (San Francisco, London, Tokio) an den Start ging, hing von der internen Systemuhr ab, wobei die unterschiedlichen Zeitzonen berücksichtigt wurden.



Resident Evil: Code Veronica war in mehrfacher Hinsicht ein Novum: Zum einen verabschiedete sich Capcom von vorgerenderten Kulissen und setzte erstmals auf eine Echtzeit-Darstellung mit wahnwitzigen Kameraschwenks. Zum anderen wurde der Titel nicht wie zuvor nur von der PlayStation umgesetzt, sondern voll auf die Hardware der Sega-Konsole optimiert. Das Ergebnis: Code: Veronica zählt bis dato zu den besten Vertretern des Survival-Horrors. Der spätere Director’s Cut mit dem Zusatz "Complete" wurde nur in Japan veröffentlicht und bildete die Vorlage für die PS2-Umsetzung namens Code Veronica X. Er enthält u.a. eine knapp zehnminütige Videosequenz mit Albert Wesker nach dem großartigen Finale gegen eine "Ameisenkönigin".

 



Noch lange vor Guitar Hero, Rock Band & Co brachte Sega ein Musikspiel in die Spielhallen (und auf Dreamcast), das zurecht Kultstatus besitzt: Samba de Amigo wurde mit zwei kabelgebundenen Maracas-Controllern (inklusive echten Rasseln) gespielt - für die Bewegungserkennung sorgte ein Sensor auf dem Boden. Allerdings war die Anschaffung ein teures Vergnügen: Etwa 500 DM kostete der Rassel-Spaß, der vor allem auf Partys der letzte Schrei war! Die Rasseln von Drittanbietern waren zwar günstiger, aber längst nicht so präzise wie die Sega-Originale. Wohl dem, der heute noch die Ausrüstung besitzt, denn selbst das Remake auf Nintendos Wii konnte nicht an die Vorlage heran reichen. Neue Songs gab es auf Dreamcast noch in Form von Samba de Amigo 2000, doch schaffte es das Add-On nie offiziell nach Europa.



Segas Wurzeln liegen bekanntlich in der Spielhalle. Nach Outrun sorgte ein weiterer Racer-Automat für besonders viel Aufsehen: F355 Challenge, in dem man sich hinter das Steuer des Ferraris klemmte und auf lizenzierten Pisten wie Monza und Suzuka um den Sieg fuhr. Auf Dreamcast lieferte Yu Suzuki mit seinem AM2-Team eine perfekte Umsetzung des Vorbilds ab und erweiterte diese sogar noch um ein paar weitere Strecken und Modi. Der anspruchsvolle Arcade-Racer kann sich selbst heute noch sehen und hören lassen - vor allem der kernige Motorsound des virtuellen F355 lässt Autoherzen höher schlagen...



Zwar feierte der geniale 2D-Shooter Ikaruga mittlerweile ein HD-Comeback über Xbox Live Arcade, doch liegen seine Wurzeln auf Dreamcast, wo man sich erstmals vornehmlich im Koop-Modus durch die Gegnerscharen ballern durfte. Allerdings wurden nur wenige Stückzahlen produziert und offiziell wurde der Titel lediglich in Japan veröffentlicht. Mit der Zeit entwickelte sich Ikaruga zu einem begehrten Sammlerstück für Freaks. Das zeigt auch ein aktuelles Angebot auf eBay, dessen Startpreis schon über 100 Euro angesetzt wird...

 



Obwohl das Ende der Dreamcast-Ära bereits abzusehen war, versuchte Sega mit einer Reihe hochqualitativer Exklusiv-Titel das Überleben der Konsole zu sichern. Einer davon war Headhunter, das als Gegengewicht zu Metal Gear Solid fungieren sollte und dabei keine schlechte Figur machte. Vor allem die humorvollen Anspielungen in den real gefilmten Nachrichten-Sequenzen sowie die gelungene Inszenierung bleiben bis heute in Erinnerung - die schwammigen Ausflüge auf dem Motorrad will man dagegen lieber vergessen.



Schon damals gab Sega mit Virtua Tennis den Ton auf dem Center Court an: Kein anderer Sporttitel sorgte für derart schweißtreibende (und schmerzhafte) Matches und konnte mit einem ähnlich grandiosen Spielgefühl mit Schläger und Ball aufwarten. Mit der 2k-Version setzte man sogar noch einen drauf und schickte erstmals auch lizenzierte Cracks der Damenwelt auf den Platz. Verglichen mit der späteren PS2-Umsetzung ist die Dreamcast-Variante immer noch die bessere Wahl...



Lightgun-Shooter hatten in Deutschland schon immer einen schweren Stand und so landete auch House of the Dead 2 trotz Anpassungen in Form von grünem Zombie-Blut bei uns auf dem Index: Wer die Perle trotzdem sein Eigen nennt, der weiß, dass man nicht nur in der Spielhalle, sondern auch auf Segas Heimkonsole seinen Spaß damit haben konnte - vornehmlich mit zwei Lichtpistolen im Koop-Geballer. Überhaupt waren Fans des Genres mit der Dreamcast gut bedient: So veröffentlichte Sega gegen Ende mit Confidental Mission eine weitere gelungene Umsetzung eines Spielhallenautomaten.

 



Ulala, was haben wir denn da? Mit Space Channel 5 unterstrich Sega erneut seine kreativen Ambitionen. Wer mit der Reporterin Ulala tanzend gegen die Alien-Invasion antritt und dabei nach dem bekannten Senso-Prinzip vorgegebene Muster "nachäfft", wird unweigerlich vom Spielspaß-Virus angesteckt. Knallige Kulissen, ein fantastischer Soundtrack, bekloppte Gegner und Gastauftritte wie etwa von Michael Jackson waren eine einzigartige Mischung, von der man sich schnell mehr gewünscht hat. Die kam dann auch in Form von Space Channel 5.2, doch ist es seitdem ruhig geworden. Ich will eine Fortsetzung! Wer noch?



Die ersten Spiele für Dreamcast wie Sonic Adventure, Sega Rally 2 oder Blue Stinger waren...nun ja...nett, aber haben einen PC-Spieler noch nicht so richtig aus den Socken gehauen. Das änderte sich mit Soul Calibur: Das Beat em Up von Namco zeigte zum ersten Mal, welche Power in der Konsole steckt! Eine solche grafische Pracht hatte man bis dato nicht gesehen. Und das dynamische Kampfsystem sorgte zusammen mit der Virtua Fighter-Serie endlich für ein Gegengewicht zu Tekken - der Sony-Prügelserie schlechthin. Selbst heute kommt man ins Staunen, wenn man Soul Calibur auf Dreamcast in Aktion sieht, vorzugsweise im Zusammenspiel mit der VGA-Box.



Ein weiterer Vertreter, der es mittlerweile in einer HD-Variante auf Xbox Live geschafft hat: Rez. Das von Tetsuya Mizuguchi produzierte Spiel ist mit seiner Mischung aus minimalistischer Grafik, psychedelischen Effekten und dem grandiosen Soundtrack sicherlich einzigartig. Wer keine Dreamcast besitzt, sollte sich das Ding schnellstens laden, den Raum abdunkeln, am besten Kopfhörer aufsetzen und anschließend dieses audiovisuelle Erlebnis der Extraklasse genießen...

 



Was haben meine Eltern seltsam geschaut, als ich mich plötzlich mit meiner Konsole und dem Fernseher unterhalten habe. Ich bin mir sicher, dass in diesem Moment der Anruf bei den Herren in den weißen T-Shirts nicht mehr fern war. Was war passiert? Seaman. US-Import. Wahnsinn. Man nehme das Tamagotchi-Prinzip und führe es noch einen Schritt weiter…und schon sitzt man abends vor dem Fernseher, regelt die Temperatur im virtuellen Aquarium, schafft Futter ran und...redet mit dieser seltsam Kreatur, einer Art Fisch mit Menschengesicht, die passenderweise auf den Namen Seaman hört. Per Mikrofon kommunizierte man mit dem Wesen, das sich sogar Gesprächsthemen merken konnte und Tage später wieder auf sie zurückkam. Seaman war damals eine beeindruckende Demonstration der technischen Möglichkeiten, die Maßstäbe gesetzt hat. Leider schaffte es auch dieser ungewöhnliche Titel nie offiziell nach Europa.



Sony hatte seine Final Fantasy-Spiele. Doch auch auf Dreamcast gab es einige Sterne am Rollenspiel-Himmel: Neben Grandia II hinterließ vor allem Skies of Arcadia einen bleibenden Eindruck. Die spannende Geschichte rund um Piraten, die in ihren mächtigen Luftschiffen am Himmel schweben und unbekanntes Terrain erkunden, zog einen in ihren Bann und atmosphärisch war die Odyssee ganz großes Kino, das später auch auf Nintendos GameCube umgesetzt wurde.



Okay, Segas Kampagne, nach der bis zu drei Milliarden Spieler gleichzeitig über eine Onlineverbindung gemeinsam die Spielwelt von Phantasy Star Online bevölkern sollten, war vielleicht etwas übertrieben. Trotzdem ist der innovative Titel quasi das erste Online-Rollenspiel für Konsolen. Später folgte mit Version 2 noch eine Fortsetzung, doch wurden 2007 die offiziellen Server trotz großer Fangemeinde endgültig abgeschaltet.

 

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Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
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