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Die Geschichte von Castlevania

 

Wie so vieles beginnt auch Castlevania als ein Haufen düsterer Pixel: Am 26. September 1986 erscheint Akumajo Dorakyura (einfach übersetzt »Draculas teuflisches Schloss«) auf Nintendos Family Computer Disk System und gewinnt eine durchaus beachtenswerte Zahl von Fans. Der richtige Durchbruch erfolgt allerdings erst ein Jahr später, als die Umsetzung für das weitaus populärere NES erscheint.

Die frühen Castlevania-Spiele drehten sich in aller Regel darum, dass der wackere Simon Belmont ein Problem mit Graf Dracula persönlich hatte und ihm gerne seine wenig subtil benannte Peitsche »Vampire Killer« näher vorstellen wollte. Warum er ihm nicht einfach ein Paket Knoblauch ins Schloss schickte, wird für immer ein Geheimnis bleiben. Ein weiteres Markenzeichen der Serie war schon immer der hammerharte Schwierigkeitsgrad - etwas, das sich bis heute nicht geändert hat.

Während das erste NES-Spiel (sowie die drei Game Boy-Abenteuer) nach klassischem Jump-n-Run-Muster gestrickt waren, brach Konami dieses mit dem zweiten NES-Abenteuer bereits auf: »Castlevania 2: Simon‘s Quest« (1988) machte die Burg verzweigter, manche Bereiche ließen sich erst betreten, wenn man bestimmte Items oder Fertigkeiten besaß - ein Spielkonzept, das einige Jahre darauf auf der PlayStation zur Perfektion gebracht wurde. Aber dazu gleich mehr. Der dritte Teil (»Dracula‘s Curse, 1990) erlaubte erstmals die Wahl unter mehreren Figuren, was Einfluss auf den Spielverlauf hatte. Das sorgte in Kombination mit der glorreichen Präsentation dafür, dass der dritte Teil unter Fans bis heute als einer der besten gehandelt wird.

1991 war der Krieg der 16-Bit-Systeme gerade auf seinem Höhepunkt - Mega Drive und SNES fochten mit allen Mitteln! Eine der besten Waffen im Nintendolager war »Super Castlevania 4«, das als eines der ersten Spiele zeigte, was der graue Kasten technisch drauf hat: Zwar enthielt das Spieldesign kaum Überraschungen, ein klassisches Jump-n-Peitschenschwing, aber die brillante Grafik mit fulminanten Mode 7-Effekten ließ Mega Drive-Jünger neidisch sabbern.

Und das mussten sie drei Jahre lang tun, denn erst 1994 gab es endlich ein Sega-Castlevania: »Bloodlines«, das in Europa allerdings »The New Generation« hieß. Der Name war nicht die einzige Änderung, es gab erstaunlich viel Zensur für ein 2D-Spiel: Blut wurde umgefärbt, der Tod einer Spielfigur weniger zynisch gestaltet, die Platzierung von Gegnern verändert. Davon abgesehen war dieses Spiel Teil einer mittelschweren Sensation: Bis dahin hatte Konami noch nie etwas für eine Sega-Plattform entwickelt, die Firma war Nintendo im Großen und Ganzen sehr treu. Was natürlich außerhalb für grimmige Gesichter sorgte, denn Konami-Games galten seinerzeit als Meisterwerke.

Wie bereits erwähnt waren Castlevania-Spiele eigentlich immer linear - Simon's Quest sowie der PC-Engine-Titel »Rondo of Blood« bildeten da die leichte Ausnahme. Aber so richtig wurde dieser Bann erst 1997 gebrochen - mit der Veröffentlichung von »Symphony of the Night«. Das schloss unmittelbar an das Ende von Rondo of Blood an (der Prolog war der Endkampf von Richter Belmont gegen Dracula) und lieferte ein Erlebnis, das als »Metroidvania« in die Spielegeschichte eingehen sollte: Held Alucard (wer nicht weiß, was das bedeutet, soll mal bitte von hinten nach vorn lesen) konnte das gigantische Schloss von Anfang an komplett erkunden - aber wie bei Metroid blieben bestimmte Bereich versperrt, bis man entsprechende Fähigkeiten sein Eigen nannte. Nicht nur diese radikale Änderung im Design, die hauptsächlich auf Koji »IGA« Igarashi zurückgeht, machte das Spiel legendär, sondern auch der komplett neue Look. Die junge Illustratorin Ayami Kojima verpasste dem Spiel einen Manga-ähnlichen Anstrich, komplett mit androgynen Figuren und weiten Linien. Ein legendäres Spiel, das bis heute nichts von seinem Charme und Anspruch verloren hat. Wer's nicht glaubt: Eine Umsetzung davon gibt es seit 2007 für Xbox Live Arcade.

Ende der 90er Jahre war 2D-Grafik auf einmal unpopulär - alle neuen Konsolen konnten 3D, also hat gefälligst auch alles 3D zu sein! Wie uns die Geschichte gelehrt hat, gehen derartige Ansätze nur selten gut, gerade auf einer Konsole wie dem N64, dessen 3D-Fähigkeiten mehr berüchtigt denn berühmt sind. Folgerichtig sind »Castlevania 64« (das eigentlich nur »Castlevania« heißt, 1999) sowie »Legacy of Darkness« (ebenfalls 1999) in erster Linie Kandidaten für das Kuriositätenkabinett denn gut spielbare Plattformer. Auch über den PS2-Klopper »Lament of Innocence« (2003) sollte man besser nicht zu viele Worte verlieren. Aber damals war man ja für alles dankbar.

Dankbar sein sollte man auf jeden Fall für das Erscheinen des Game Boy Advance. Denn der hatte ungefähr die Power eines SNES, war also für 3D-Grafik im Großen und Ganzen ungeeignet - und zack, schon kamen wieder großartige Castlevanias dabei heraus! »Circle of the Moon« (2001), »Harmony of Dissonance« (2002) und »Aria of Sorrow« (2003) folgten dem offenen Ansatz von Symphony of the Night, wobei die beiden Letzten wieder unter der Regie von IGA entstanden.

Auch die drei auf dem DS folgenden Spiele »Dawn of Sorrow« (2005), »Portrait of Ruin« (2006) und »Order of Ecclesia« (2008) beschritten weiter diesen Weg, betonten aber noch mehr als üblich die Rollenspielelemente der Serie - was ihnen goldene Awards und den Jubel von Jörg einbrachte.

2008 war auch das Jahr, in dem Castlevania seinen bislang merkwürdigsten Ausflug hinter sich brachte. Zwischenzeitlich tauchte die Serie auch in den Spielhallen und auf Handys auf, aber auf Wii musste es ja unbedingt... ein Prügelspiel sein. Und zwar ein ziemlich schlechtes. Vergessen wir es einfach. Castlevania Judgment existiert nicht.

Was dagegen existiert ist »Lords of Shadow«: Das von Mercury Steam und Kojima Production entwickelte Spiel vereint alle positiven Merkmale der Serie mit grandioser Technik und exzellenter Spielbarkeit - der aktuelle Höhepunkt der Vampirkiller-Serie. Und die ist noch lange nicht am Ende...

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Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
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