Blizzard Entertainment

Keine Konsolenpläne

In einem Gespräch mit Videogamer.com erklärt Blizzard, dass man zwar nichts gegen Konsolen habe, es zur Zeit aber keine Pläne gibt, bekannte Marken wie "World of Warcraft" oder "Starcraft" für PS3, Xbox 360 & Co umzusetzen.

So erklärte Frank Pearce, Vice President der Produktentwicklung und Mitbegründer von Blizzard, dass die Chancen für eine Konsolenumsetzen des Echtzeitstrategiespiels StarCraft 2 nahezu bei Null liegen.

In Sachen World of Warcraft sieht es nicht viel besser aus, wenn es nach der Auffassung von J. Allen Brack (Production Director von Wrath of the Lich King) geht:

"World of Warcraft ist als PC-Spiel designt. Es ist für die Benutzung mit Tastatur und einer Maus designt. Also sind Steuerung und Steuerungsschema sehr stark auf den PC zugeschnitten. Wenn man bedenkt, die Steuerung und all die verschiedenen Knöpfe auf eine Konsole ohne eine Tastatur zum Chatten übertragen müsste, wäre das eine gewagte Überlegung."


Autor: Michael Krosta
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  • Also ich muss sagen, dass ich es verstehen kann das die derzeitigen Spiele von Blizz nich auf der Konsole erscheinen werden, aber es besteht ja immernoch Hoffnung für kommende Spiele. Könnte mir Vorstellen, dass ein Diablo 3 vielleicht für die Konsolen kommt (das kam doch fuer die PSone, oder?).  [...] Also ich muss sagen, dass ich es verstehen kann das die derzeitigen Spiele von Blizz nich auf der Konsole erscheinen werden, aber es besteht ja immernoch Hoffnung für kommende Spiele. Könnte mir Vorstellen, dass ein Diablo 3 vielleicht für die Konsolen kommt (das kam doch fuer die PSone, oder?). Also mal abwarten:D
  • Sieh an, die alte Diskussion mal wieder. Irgendwie reizte es mich, hier auch einmal mein Scherflein beizutragen, denn bisher habe ich mich zu diesem Thema noch nie so richtig geäußert. Doch dann habe ich für meine Ausführungen so lange gebraucht, dass der Thread bis dahin schon tot war. Damit aber  [...] Sieh an, die alte Diskussion mal wieder. Irgendwie reizte es mich, hier auch einmal mein Scherflein beizutragen, denn bisher habe ich mich zu diesem Thema noch nie so richtig geäußert. Doch dann habe ich für meine Ausführungen so lange gebraucht, dass der Thread bis dahin schon tot war. Damit aber all das Geschreibsel nicht völlig umsonst war, habe ich mich heute doch noch durchgerungen, den Thread-Nekromanten raushängen zu lassen und meine Argumentation nun, fast 48 Stunden nach dem letzten Post, zu veröffentlichen, denn auch wenn es wohl keine Sau mehr lesen wird (Thread zu alt und Text mal wieder viel zu lang geworden), fühle ich mich einfach besser, wenn ich den Kram rausgehauen habe. Also dann, here we go: Auch ich kann mich mit Mironators These des nicht existenten Steuerungsvorteils im Bereich der Casuals und Noobs nicht anfreunden. Bevor ich aber genauer darauf eingehe, würde ich jedoch gerne erst einmal die Definitionsfrage klären: Mironator zählt drei ja Sorten von Spielern auf: Den Pro, den Casual und den Noob. Nun sind ja die gängig anerkannten Definitionen folgende: 1. Ein Pro Gamer ist jemand, der ein bestimmtes Spiel, oder Spiele eines bevorzugten Genres, sehr intensiv spielt. Er spielt das Spiel nicht nur, er trainiert es bewusst und mit Eifer. Er lernt die Maps auswendig, übt regelmäßig, feilt an Taktiken etc. pp. Oft auch im Clan. Es gibt unter den Pros darüber hinaus auch Multitalente, die irgendwie nicht nur mit einem bestimmten, sondern mit fast jedem Genre gespenstisch gut zurecht kommen. Ich kenne einen von der Sorte und nehme ihn mal als Beispiel: Egal was er anpackt, sei es ein Shooter, ein RTS oder gar ein gottverdammtes Karaokespiel: Er passt sich rasend schnell an, lernt die typischen Bewegungsmuster & Aimverhalten / Shortcuts, Micro & Macro / Stimmlagen in Rekordzeit und putzt dann jeden weg. Bis vor kurzem nur am PC, doch mittlerweile hat er auch eine PS3 und verteilt lässig Headshots in Bad Company, brauchte kaum Umgewöhnungszeit. Dafür verliert er aber auch schnell wieder die Geduld an einem Spiel und wendet sich einem Neuen zu, bleibt also nicht so lange dabei, als dass er sich zum E-Sportler mausern würde. Dennoch ganz klar ein Pro, oder anders ausgedrückt: Jemand, mit dem man als einer, der bloß aus Spaß an der Freude zockt, nicht gerne zusammen spielt und noch weniger gern gegen ihn antritt, weil er einen in jedem Fall alt aussehen lässt. 2. Als Casual Gamer bezeichnet man eine Sorte Spieler, die nur sehr selten mal ein Spiel anfasst. Andere Hobbys sind ihnen wesentlich wichtiger, Games sind bloß eine unbedeutende Nebensache, wenn man sonst nix anderes zu tun hat. Der typische Casual-Spieler informiert sich nicht über neue Spiele, sondern glaubt Bekannten und dem Hype. Er kauft auch oft einfach mal blind aus dem Regal und besitzt nur eine geringe Menge an Spielen. 3. Ein Noob ist per Definition ein Spieler, der sich wie ein unerfahrener Newbie verhält, nur dass er eben längst kein Newbie mehr ist. Er ist bloß unfähig (oder zu arrogant) aus seinen Fehlern zu lernen und begeht diese daher immer wieder, womit er seine Mitspieler zur Weißglut treibt. Typische Noob-Aktion: "Ey, das Flugzeug wollte ich haben, du §&$%!" -> *Teamkill* -> *Steigt ins Flugzeug* -> *Hebt ab* -> *Stürzt ohne Fremdverschulden ab* -> *Gibt den Mitspielern die Schuld dafür*. Noob ist also ein Schimpfwort für einen völlig inkompetenten Spielverderber und nicht wirklich eine bestimmte Sorte von Gamer, denn Noobs gibt es überall. Damit bleiben also per Definition aus dieser Aufzählung nur die Pros und die Casuals als gültige Klassifizierungen übrig. Und jetzt mal ehrlich: Fehlt in dieser Aufzählung nicht eine Sorte Gamer? Zwischen dem "Ich hab gehört, dieses CoD4 ist voll cool, also hab ich mir das mal gekauft, obwohl ich ja sonst eigentlich nur Solitär zocke"-Casual und dem "Ich trainiere bzw. pflege meine 1337 Skills bis zum Abwinken"-Pro ist meiner Meinung nach noch eine ganze Menge Platz, aber ich werde mich jetzt mal mit einer einzigen Abstufung begnügen: Der Hobbygamer: Das Zocken muss nicht unbedingt sein Lieblingshobby sein, doch es befindet es sich sehr weit oben auf seiner Liste bevorzugter Freizeitaktivitäten. Er ist schon lange dabei, spielt viel und gerne und beschränkt sich dabei ungern auf eine einzelne Plattform oder gar bloß auf ein bestimmtes Genre. Er liebt die Abwechslung und spielt sowohl Singleplayer als auch Multiplayer-Titel, beides unter der Prämisse unterhalten zu werden. Wenn ihm ein Spiel keinen Spaß mehr macht, greift er zum nächsten neuen Titel oder kramt ein Retrogame raus. Er ist in Multiplayerspielen mittelmäßig talentiert, da er zwar durch lange Erfahrung gewisse Grundprinzipien beherrscht, jedoch nicht willens ist, sich so extrem in ein einzelnes Spiel reinzufuchsen, dass es schon quasi in Arbeit ausartet, denn ab diesem Punkt geht für ihn oft der Sinn verloren, denn er spielt ja zur Unterhaltung und Entspannung, nicht um sich noch mehr Stress aufzubürden. Es sei denn, das Spiel hat ihn wirklich tief beeindruckt, so dass er gerne breit ist, dafür etwas mehr und regelmäßiger Zeit zu opfern. Das gibt es natürlich auch öfter mal bei dieser Sorte Gamer. Wie ihr sicherlich schon geahnt habt, zähle ich mich selbst zu dieser Sorte. Und ich gehe mal stark davon aus, dass diese Gruppe den Großteil der Stammkunden der Games-Industrie darstellt, denn auch wenn die Casuals seit Moorhuhn, DS und Wii ziemlich auf dem Vormarsch sind, sie sind und bleiben eben Gelegenheitskäufer mit inkonsistentem Kaufverhalten. Und die Pros sind schon immer ein recht überschaubarer Kreis gewesen, eben der hochtrainierte und/oder hochbegabte Teil der Zockergemeinde, die "oberen Zehntausend" quasi. Hier gibt es zwar auch Wachstum, doch es hält sich in Grenzen, denn hier gibt es nicht nur Nachwuchs, man wächst auch wieder raus. Sobald man Job und Familie hat, tritt man schließlich kürzer und wird dann wieder zu einem, wenn auch überdurchschnittlich begabten, "Otto-Normalzocker". Pros sind also i.d.R. zwischen 16 und 25, danach ist meistens Schluss mit dem exzessiven Zocken. Die Gruppe der Hobbygamer bildet außerdem, zusammen mit den Pros, die Klientel von Gamerforen wie diesem hier, Casuals wird man bei 4P nicht finden. Noobs zwar schon, aber die fallen ja wie gesagt eh aus dem Rahmen, denn es gibt sie sowohl im Casual- als auch im Hobby-Lager und es soll sogar Pros geben, die manchmal gern auf einen Public Server gehen und sich dort absichtlich noobig aufführen, um die Mitspieler zu ärgern (in Foren sind diese Leute dann auch meistens Trolle... Ok, das ist natürlich bloß eine Vermutung von mir, aber es gibt da durchaus gewisse Parallelen :wink: ). Daher sollte diese Gruppe auch in den Fällen, in denen auf diese dreifaltige Aufzählung von Pro, Casual und Noob zurückgegriffen wurde, ebenfalls Beachtung finden, andernfalls wäre die darauf basierende Argumentation bestenfalls als lückenhaft zu bewerten. Andererseits denke ich persönlich, dass die Argumentation eh hinfällig ist, denn wie ich bereits sagte teile ich Mironators Meinung ja gar nicht. Und damit kommen wir zum eigentlichen Kern meines Posts (mann hab ich mal wieder lange bis hierher gebraucht): Ich könnte jetzt mit meiner persönlichen Geschichte kommen, die damit begann, dass ich meine ersten Shooter (Doom 1+2, Duke Nukem 3D) an meinem ersten PC mit der Tastatur zockte. Ich hatte bis dato nur ein SNES besessen und war ans Knöpfe drücken gewöhnt, der Gedanke die Maus zu benutzen kam mir irgendwie gar nicht. War ja damals auch noch nicht der Standard sondern lediglich optional (Erinnert sich noch jemand an die Tastaturfummeleien beim ersten Tomb Raider? Ist zwar kein Shooter aber spricht Bände). Dann kam das N64 und GoldenEye und ich fand die Steuerung wesentlich angenehmer. Das Spiel selbst war sowieso der Burner damals. Und dann bekam ich einen neuen PC, es folgten Jedi Knight, Half Life und Unreal(Tournament) und die Maus wurde zu meiner Nummer 1 was Eingabegeräte für Shooter anging. Der Analogstick kam mir im Vergleich viel zu schwammig und unpräzise vor. Aber dies ist eben nur mein persönlicher Eindruck und auch wenn das Beispiel meines Einzelfalles die Gewöhnungstheorie ein wenig entkräftet und daher hier durchaus eine Daseinsberechtigung hat, ist es natürlich keine allgemeingültige Tatsache und daher eine ungeeignete Basis für eine schlüssige, sachliche Argumentation. Daher wähle ich eine objektive Tatsache aus, um meinen Standpunkt zu verdeutlichen: Die dem jeweiligen Eingabemedium zugrunde liegende Technik: Punkt 1: Bewegung (Tastatur vs. Linke Hälfte eines Gamepads) Zugegeben, hier ist alles nicht ganz so eindeutig. Stärken und Schwächen auf beiden Seiten. Die Tastatur, wenn auch ansatzweise unergonomisch wenn es ums Spielen geht, erlaubt durch die digitale Eingabe schnelle Reaktionen durch direkten Input. Die Bewegung per Analogstick ist zwar flexibler, aber auch etwas langsamer. Um schnell seitlich auszuweichen drücke ich auf der Tastatur schnell A oder D. Bei einem Gamepad muss ich den Stick erst ganz bis zum Anschlag bewegen. Dafür kann ich mit einem Stick in mehr als acht Richtungen laufen. Ein gewisser Vorteil, da man das Feintuning der Bewegung nicht mit dem Aiming-Eingabegerät betreiben muss und das Zielen so stärker von der Bewegung losgelöst wird. Aber es ist ebenso ein gewisser Nachteil, da bei einer analogen Eingabe ausgeprägtes Feingefühl und etwas Übung notwendig ist, um auch wirklich in die richtige Richtung zu laufen. Versucht mal mit einem Analogstick hunderprozentig geradeaus zu laufen. Wenn der Stick nicht wie beim Gamecube oder Wii-Nunchuck in einer achteckigen Schale eingebettet ist, sondern wie bei der Playstation kreisrund gelagert ist, ist das gar nicht so einfach, denn man bewegt den Daumen nicht immer hundertprozentig gleich. Man hat also mit ein wenig Chaos und Kontrollverlust zu kämpfen und muss ständig ein wenig nachkorrigieren. Der Analogstick erlaubt theoretisch eine variable Geschwindigkeit zwischen Stillstand und Maximaltempo, mit Tastatur sind zusätzliche Tastendrücke für eine endliche Zahl verschiedener Geschwindigkeiten erforderlich. Würde es tatsächlich intensiv genutzt könnte man durch Tempovariation in Onlineshootern die Prediction des Gegners empfindlich stören, was ein interessanter Vorteil wäre. Doch da alles schnell gehen muss, halten eh alle entweder den Stick im Anschlag oder schleichen bewusst. Da sich die Spieler kaum anders verhalten bauen die Hersteller auch kaum mehr ein. Sie legen in der Regel zwei oder drei verschiedene Geschwindigkeiten fest und definieren dafür Schwellwerte auf dem Stick, womit wir wieder bei der endlichen Anzahl verschiedener Geschwindigkeiten wären. Dazu kommt der angesprochene Chaoseffekt, es ist schwieriger, ständig darauf zu achten, den Stick nicht zu weit reinzudrücken, um nicht ungewollt zu schnell zu laufen und damit durch Trittgeräusche auf sich aufmerksam zu machen, als eine Taste gedrückt zu halten, die die Geschwindigkeit begrenzt. Hat man ein Gamepad in der Hand, liegt der linke Daumen auf dem Analogstick und der Zeigefinger auf dem linken Schulterbutton (manche Pads haben zwei davon, zudem kann man bei einigen auch den Analogstick drücken), man benutzt also maximal drei Finger der linken Hand und bedient damit maximal vier Funktionen: Bewegen, Aktion 1, Aktion 2, Aktion 3 (wobei Aktion 3, der Stick-Klick, die Aktion "Bewegen" behindert). Bei Tastatursteuerung benutzt man in der Regel alle fünf Finger der linken Hand. Gut, drei davon gehen für die Bewegung drauf, womit man unterm Strich erst einmal wieder gleichzieht. Das Pendant zum Bewegungsfreiheit einschränkenden Stick-Klick wäre hier wohl der Griff zu einer der Tasten Q, E, R, F, C und anderer, für die man kurzzeitig die Finger von einer der Bewegungstasten nehmen muss. Allerdings auch nur von einer, drei weitere Richtungsmöglichkeiten bleiben unbehindert offen. Und man hat zahlreiche Aktionen zur Auswahl, je nach Taste. Auch der Daumen und der kleine Finger kann jederzeit umgreifen, es ist also eine hohe Zahl verschiedener Aktionen allein mit einer Hand möglich, alles in Griffbereitschaft. Ist ein Gamepad vorausgesetzt, werden Erweiterte Funktionen oft über ein Ringmenü oder ähnliches anwählbar gemacht, was wesentlich länger dauert. Also besteht auch hier ein gewisser, technisch bedingter Geschwindigkeitsvorteil bei der Tastatur. Gut, ich habe mich hier fast ausschließlich auf Shooter bezogen und nur weil die Tastatur vielfältige Möglichkeiten bietet, heißt dass ja nicht, dass ein ungeübter Zocker dies auch entsprechend zu nutzen weiß. Dafür ist man vom Tippen schon ein wenig an die Tastatur gewöhnt, was den Einstieg ein ganz klein wenig vereinfachen sollte, auch wenn Tastaturgesteuerte Spieleingabe kaum etwas mit Tippen gemeinsam hat. Wirklich stichhaltige, technisch bedingte Argumente finden sich erst, wenn es ums Aiming geht. Daher komme ich nun auch zu Punkt 2: Aiming (Maus vs. Rechte Hälfte eines Gamepads) Hier gilt es, sich den fundamentalen Unterschied in der Art der Steuerung bewusst zu machen: Die Maus ist ein positionsgesteuertes Zeigeinstrument, der Analogstick ein Gerät zur Angabe einer Richtung und Geschwindigkeit. Die Maus ist also ein absolutes, der Stick ein relatives Eingabemedium. Dieser konzeptionelle Unterschied ist gewaltig und nicht mal eben so von der Hand zu weisen. Während man mit der Maus ein konsistentes Zielverhalten erfährt, da man z.B. für eine 90°-Drehung die Maus immer denselben Weg bewegen muss, ist es beim Analogstick schwieriger eine exakte 90°-Drehung zu vollziehen, da man einerseits darauf achten muss, wie weit man den Stick drückt und andererseits auch wie lange. Das ist ein Punkt mehr auf den es zu achten gilt, also ist es auch schwieriger, sich an Gamepadkontrolle zu gewöhnen. Zumal dann ja auch noch das Spiel an sich dazu kommt. Beispiel Shooter: Unabhängig vom Eingabemedium gilt es, abzuschätzen wohin der Gegner läuft, auf ihn zu zielen und genau dann die Feuertaste zu drücken, wenn sich das Fadenkreuz darüber befindet. Das Ganze in der Regel auch noch unter insofern erschwerten Bedingungen, als dass man ja auch noch in Bewegung bleiben und ausweichen muss. Das alles ist schon eine ganze Menge und dann auch noch mit einem inkonsistenten Zielgerät ruhig umzugehen erfordert einfach noch mehr Konzentration und Präzision im Umgang mit dem Eingabegerät, um diese Faktoren zu minimieren. Das zieht Konzentration von den anderen wichtigen Aspekten ab. Erschwert wird die Präzision mit dem Stick zudem auch noch durch die kurzen Laufwege. Drückt man den Stick einen Viertelmillimeter zu stark oder zu schwach, wandert der Cursor/das Fadenkreuz entsprechend schnell oder langsamer auf den Gegner zu. Da es durch den sehr kleinen Spielraum des Sticks sehr schwer ist, den Stick immer gleich weit reinzudrücken, entsteht dadurch eben ein inkonsistentes Zielverhalten, dem man sich jedes Mal neu anpassen muss. Es sei denn man knallt den Stick immer bis zum Anschlag, aber dann ist die Zielbewegung meist so schnell, dass man die Drehung nicht rechtzeitig stoppen kann und über das Ziel hinaus schießt... das ist wie bei diesen Minigames, wo man die sich hin und her bewegende Markierung an der richtigen Position anhalten muss. Kennt man z.B. aus Golfspielen um die Stärke des Abschlags zu bestimmen. Wer schafft sowas bei hohen Geschwindigkeiten wirklich fünfmal hintereinander genau am selben Punkt zu stoppen? Bei einer Maus kann man dagegen genau sagen: Eine Bewegung von 2 Zentimetern nach rechts bewirkt eine Drehung um soundsoviel Grad, immer und egal wie schnell oder langsam ich die Maus bewege (es sei denn man aktiviert Mouse Smoothing und Mouse Accelleration, aber die sind ja meist per Default aus). Das hat man viel schneller drin, es ist eben konsistent statt fließend. Und da so ein Mousepad auch um einiges größer ist als der quadratzentimetergroße Spielraum eines Analogsticks ist auch der Raum für Fehleingaben wesentlich geringer. Man rutscht halt mal leichter, durch Daumenzittern oder sonstwas, einen halben Millimeter mit dem Analogstick ab, als dass man die Maus ganze 4 Zentimeter zu weit bewegt, wobei beides zum in etwa gleichen Ergebnis führen würde. Und wie schon angesprochen wurde spielt bei Shootern auch die Framerate eine Rolle: Der Maus ist es egal, die erkennt eine Differenz in der Bewegung um zwei Zentimeter und sagt dem Spiel: Drehe dich um 15 Grad. Bricht beim Stick bei einer Drehung die Framerate ein ist es egal, wie gut man sich an das komplexere Zielverhalten gewöhnt hat, durch Mikroruckler wird dann doch wieder der richtige Zeitpunkt zum Stoppen der Drehung verfehlt, weil man den Stick aus Gewohnheit zu früh loslässt. Und was RTS-Games angeht liegt der Vorteil der Maus doch erst recht auf der Hand, denn hier zählt die Desktop-Erfahrung auf jeden Fall. Ob ich nun Symbole oder Einheiten anklicke tut sich nicht viel. Egal was für ein Newbie jemand auch sein mag, für die Grundlagen zählen auch hier die Konsistenz des Eingabemediums und die große Interaktionsfläche als große Pluspunkte. Ich greife mal ein Beispiel heraus: Warcraft 3. Der Pro hat alle seine Shortcuts, springt mit der Tastatur durch seine Einheiten und Gebäude und haut Aktions- bzw. Baubefehle über Kürzel raus. Der KB+M-Casual, der laut Mironators Theorie ja angeblich mit dem Pad-Casual gleichauf sein soll, macht das alles mit der Maus, außer das Zusammenfassen von Einheitengruppen mittels Strg+Zahl (denn das kann nun wirklich jeder Depp. Anders ist vernünftige Kontrolle ja eh kaum möglich, vor allem bei den RTS-Games, in denen die gleichzeitig auswählbare Anzahl von Einheiten beschränkt ist. So ziemlich jedes Tutorial erklärt diese Funktion auch). Er zieht also einen Rahmen um einige Einheiten, nimmt vielleicht noch mit Shift+Klick zwei mehr in die Gruppe auf, weist ihr vielleicht noch mit Strg+1 die Nummer 1 zu und schickt sie mit einem Rechtsklick gen Feind. Trifft er auf eine Feindgruppe klickt er auf die Einheitenportraits in der Auswahlliste um die Liste der Spezialfähigkeiten dieses Einheitentyps zu sehen, klickt auf eine der Spezialfähigkeiten (z.B. Gegner in Schaf verwandeln), klickt auf den Gegner und löst diese dadurch aus. Das Ganze macht er so lange bis die Feindgruppe oder die eigene besiegt ist. Müsste man all diese Auswahlaktionen mit einem kleinen Stick durchführen, so bräuchte man wesentlich länger und der Kampf wäre wohl vorbei, bevor mehr als eine Spezialfähigkeit ausgelöst werden konnte. Und da vor allem die Heldenkräfte in WC3 das Zünglein an der Waage einer Schlacht sind, würden die meisten der mit Pad geführten Schlachten weniger häufig zu Gunsten des Spielers ausfallen. Ganz klarer Vorteil für die Maus. Es ist nunmal etwas anderes, ob ich eine intuitive Bewegung mit der Hand ausführe um mit dem Mauszeiger auf etwas zu zeigen, ober ob ich mit einem gefühlvollen Kippen eines Ministicks den Zeiger in variabler Geschwindigkeit auf etwas zubewege und dann auch noch im richtigen Moment abbremsen muss. Das ist wesentlich abstrakter und von der Bewegung her unnatürlicher und daher selbstverständlich schwieriger zu meistern, weshalb auch der größte RTS-Newbie mit einer Maus wesentlich eher und einfacher Erfolge erzielen dürfte. Und zum Schluss noch ein etwas astraktes Argument: Angenommen, es gilt, ein Wort zu schreiben. Handschriftlich, nicht getippt. Aber digital. Wer wäre a) wohl eher fertig mit schreiben und bei wem wäre b) das Geschriebene lesbarer? Der Proband mit der Maus oder der mit dem Stick? Fragt man sich dies ganz ehrlich, geht zumindest Punkt a klar an die Maus, Punkt b ist zwar Übungssache, aber bei gleicher Schreibgeschwindigkeit sollte auch hier der Mausnutzer klar vorne liegen, da seine Bewegungen 1 zu 1 übertragen werden, während der Stick-User bei dem geringsten Zittern im Daumen bereits gravierende Abweichungen produzieren würde. Dieses Beispiel lässt sich jetzt zwar nicht unbedingt auf Shooter und RTS-Games übertragen, denn keines dieser Eingabegeräte ist für so etwas optimiert (würden bei dem Test auch noch Grafiktabletts, PDAs und der NDS zugelassen, wäre klar, dass diese die besten Ergebnisse liefern würden), dennoch verdeutlicht es aber ziemlich eindeutig, welches Eingabegerät in seiner Handhabe präziser, intuitiver und natürlicher zu bedienen ist. Und daher bin ich fest davon überzeugt, dass auch Casuals und sogar totale Newbies mit einer Maus schneller und besser zurechtkommen als mit einem Stick. So, Vortrag beendet, Dozent auch total am Ende. Warum schreibe ich bloß immer so viel? Meinen Respekt an alle, die sich tatsächlich durch den kompletten Text gekämpft haben (was aber vermutlich eh nur auf Suchmaschinenbots zutreffen wird :wink: ). Gruß, Doc Shock
  • Zitat:
    Wenn du mir Argumente für deine These lieferst, liefer ich dir Argumente für meine Gegenthese. Sorry, aber erst an die eigene Nase fassen, bevor man anderen an der Nase herumführen will.
    - das zeigt allein schon die Erfahrung und die Geschichte der Computerspiele.  [...]
    Zitat:
    Wenn du mir Argumente für deine These lieferst, liefer ich dir Argumente für meine Gegenthese. Sorry, aber erst an die eigene Nase fassen, bevor man anderen an der Nase herumführen will.
    - das zeigt allein schon die Erfahrung und die Geschichte der Computerspiele. Ego-Shooter haben sich hauptsächlich auf dem PC entwickelt und konnten bis auf wenige Ausnahmen fast als plattform-exklusives Genre angesehen werden. Auf Konsolen haben sich dagegen ganz andere Genres erfolgreich entwickelt. Andere Formen von Actionspielen, die seit jeher beliebten Jump n Runs, Prügler und HacknSlays etc. Erst mit der jetzigen Konsolen-Generation findet das Genre in grösserem Massstab seinen Weg auf die Konsolen, weil es einfach ein beliebtes Genre ist und weil es den ganzen Konsolen Casual-Spielern ohnehin egal ist ob die Steuerung jetzt optimal ist oder nicht. Die wollen einfach an ihrem grossen HD-Fernseher auch mal ein bisschen rumballern. Darüberhinaus hat man manchmal das Gefühl, als sollte das Genre dort mit aller Macht positioniert werden. Die ganzen renommierten Entwickler-Legenden, die für zahlreiche Sternstunden der Videospielgeschichte verantwortlich sind, geben doch ein Dreck auf den westlichen Ego-Shooter Kram und entwickeln lieber weiter Spiele, die gezielt auf Gamepads ausgelegt sind. - Entwickler sagen zum Thema Cross-Plattform immer dasselbe: entweder man macht ein Shooter so langsam, das Aiming so schwammig, die Hitboxes so gross, dass sich die PC-Spieler über solch ein lahmes anspruchloses Gameplay beschweren würden, oder man lässt die Spiele so wie sie eigentlich auf dem PC laufen würden - schnell und mit einer hohen Anforderung an die Präzision. Dann würden sich aber die Konsolen-Spieler beschweren weil sie keine Chance mehr hätten. Gerade Mark Rein den man wohl als Experte in diesem Genre ansehen darf, hat das schon des öfteren gesagt. Aber ihr seid ja scheinbar die besseren Experten^^ - die Eingabe-Geräte an sich: Tastatur mit digitaler Eingabe für schnelles Movement, Maus mit unübertroffener Kombo aus Präzision und Geschwindigkeit. Ausserdem benutzen wesentlich mehr Menschen im normalen Leben (abseits vom Gaming) schon eine Maus, weshalb sie allein dadurch schon geübter in ihrer Handhabung sind als mit einem Pad, das ja wirklich nur zum Spielen benutzt wird. - generell ist die Lernkurve bei der Maus-Bedienung auch flacher, die Bedienung ist einfacher und intuitiver bei einer gleichzeitig höheren Geschwindgkeit und Präzision weswegen jeder Maus-Noob jedem Pad-Noob in einem Ego-Shooter die Ohren lang ziehen würde. Das ist ungefähr so, als würde man 2 ungeübte Schützen ein Duell austragen lassen. Dem ein gibts du ein hochmodernes Sturmgewehr mit all möglichem Schnick-Schnack und dem anderen gibts du ne Muskete aus dem 18 Jhdt. Auch wenn beide noch niemals im Leben eine Waffe abgefeuert haben, ist es nicht sehr schwer auszurechnen wer den 1. Treffer landen würde. So, das dürfte erstmal reichen, will dich ja nicht überfordern. :lol: Viel Glück bei deiner Erklärung :P Zitat:
    Dazu, der Anteil an Aimbot-Usern ist gar nicht sooo klein. Hinzu kommt der Teil an Wallhack, Speedhack und sonstigen Spielereien. Es wird nicht umsonst viel über Cheater geflucht bei den großen Gaming-Communitys. Sorry, aber das runterzuspielen, zeugt nur von Vorgeingenommenheit. Das ist wie, wenn MS-Fanboys jedes mal die hohe Ausfallquote von ihren Xbox360 runter reden wollen, sobald sie wieder Sony für irgendwelche großspurigen Aussagen ankreiden.
    Ich spiele überhaupt nichts runter. Aber ich weiss nicht auf welchen noobigen Casual-Servern du spielst wo es angeblich soviele Cheater geben soll, und kein Mensch der aufpasst und alles drunter und drüber geht. Ich spiele hauptsächlich auf Stamm-Servern wo ich weiss, dass immer ein Admin da ist, schon allein weil ich auch kein Bock auf flamende Kiddies habe.