gc-Eindruck: Familienspaß?
Kinect Adventures soll direkt mit Microsofts Bewegungssystem ausgeliefert werden. Entsprechend peilt man die Zielgruppe an, die man so gerne mit Kinect erobern möchte: Familien. Entsprechend geht es in den Minispielen viel mehr miteinander als gegeneinander ans Werk.
Wir sind z.B. zusammen ins Schlauchboot gestiegen, haben im Teamwork durch Gewichtsverlagerungen gelenkt und mit möglichst synchronen Sprungeinlagen ungeahnte Höhen erreicht, um auch dort die überall platzierten Münzen einzusammeln. Zwar ist der feucht-fröhliche Ausflug damit extrem simpel gestrickt, aber trotz der spürbaren Verzögerung zwischen Bewegung und Umsetzung auf dem Bildschirm kann man einen gewissen Spaßfaktor nicht verneinen.
Beim zweiten Adventure-Beispiel sieht das schon anders aus: In einer schwerelosen Schleuse gilt es, so viele Blasen wie möglich einzusammeln. Und wie? Indem man seine Arme wie Flügel schwingt und abhebt. Möchte man auf den Boden zurück, legt man beide Arme einfach dicht am Körper an und es geht wieder abwärts. Dabei nutzt dieses Minispiel auch die Tiefenerkennung - man muss also teilweise in den Raum hinein und wieder zurückgehen, was mit einer leichten Verzögerung auch gut funktioniert. Inhaltlich ist diese Episode trotzdem eine Niete: Ja, es mag z.T. herrlich affig aussehen, wenn man mit seinen Armen wild herumwedelt, aber Spielspaß wollte hier auch mit zwei Akteuren nicht aufkommen.
Last but not least duften wie ein drittes Spiel ausprobieren, bei dem jeder Spieler auf einer eigenen Plattform steht und automatisch über einen Parcours geleitet wird. Dabei gilt es, mit Hilfe von Posen so viele von den entsprechend angeordneten Icons einzusammeln wie möglich. Auch hier entstehen einige seltsame Verrenkungen, die von der Kinect-Kamera mit Schnappschüssen festgehalten werden, die man anschließend dank der obligatorischen Facebook-Anbindung mit der ganzen Welt teilen kann. Aber auch hier verspüre ich im Gegensatz zur Schlauchbootfahrt nicht das Bedürfnis, das noch mal zu machen.
Unterhaltsamer ist da schon das Erstellen eigener Clips, auch wenn es im Prinzip nicht mehr ist als ein kleines Bonus-Gimmick ohne großen Nutzen: Hier werden die Bewegungen von zwei Spielern in Echtzeit (mit der üblichen Verzögerung) auf ihre Figuren auf dem Bildschirm übertragen und etwa zehn Sekunden lang aufgezeichnet - und das sogar mit Ton. Witzig? Ja. Braucht das die Spielewelt? Nein.
gc-Eindruck: ausreichend