Barrieren für Indie-Entwickler?
Mit Xbox Live Arcade hatte Microsoft die Konsolenwelt auch kleineren Teams zugänglich gemacht, Sony und Nintendo zogen später mit PSN bzw. WiiWare nach. Die wachsende Beliebtheit jener Kanäle spiegelt sich auch im Markt wider: Auch die größeren Publisher produzieren immer häufiger neue Titel oder Remakes, die genau für jene Plattformen zugeschnitten sind, z.B. The Secret of Monkey Island - Special Edition
, welches am Mittwoch veröffentlicht wird.
Das wiederum scheint allerdings wieder jener Gattung von Entwicklern zu schaffen zu machen, die sich zuerst auf XBLA austoben durfte. So haben wohl mehrere, nicht näher genannte Indie-Studios ihren Unmut gegenüber dem Screenplay-Blog bekundet.
Für Spiele von unabhängigen Teams seien derzeit wohl nur noch 35 Slots pro Jahr vorgesehen, der Rest sei für Titel von größeren Herstellern reserviert - zu wenig angesichts der großen Zahl an Spielen, an denen man in der Szene arbeite.
Auch würde Microsoft mit zweierlei Maß messen - während einigen Indie-Entwicklern der Zugang verwehrt wurde, weil ihre Spiele anderen Konzepten zu sehr ähneln würden, seien allerlei Retro-Spiele bzw. Remakes von etablierten Herstellern wohl problemlos durchgewunken worden.
Microsoft hat mit Xbox Live Indie Games (ehemals: Xbox Live Community Games) zwar eine Plattform aufgebaut, die auch Hobby-Entwicklern zugänglich ist - aufgrund der geringen Verfügbarkeit (XBLIG ist bisher nur in wenigen Ländern zugänglich), der großen Masse an Spielen und des eher mäßigen Interfaces fiel der Absatz dort bisher jedoch eher ernüchternd aus.