EA: Keine Lust auf Medienschelte
Über mangelnden Zuspruch für Mass Effect
muss man sich bei Microsoft, BioWare und Electronic Arts angesichts der bisherigen Verkaufszahlen wohl nicht beklagen. Das RPG steht allerdings in den USA derzeit unter Beschuss. Bei Fox News scheint man das Spiel ins Visier genommen zu haben, denn im Rahmen einer Sendung warf man den Entwicklern vor, explizite sexuelle Darstellungen in Mass Effect eingebaut zu haben - im nordamerikanischen Markt durchaus ein heikles Thema. Der Hersteller spreche mit dem Spiel schließlich auch jüngere Spieler an, hieß es weiter.
In der Diskussionsrunde - hier einsehbar oder als Niederschrift nachlesbar - war mit Geoff Keighley immerhin ein recht prominenter Spielejournalist vertreten, und schnell stellte sich heraus: Keiner der Anwesenden, Keighley ausgenommen, hatte Mass Effect je selbst gespielt.
Auch bei Electronic Arts wollte man die Kritik nicht einfach so hinnehmen und äußerte sich nun in einem offenen Brief zu den Vorwürfen. Dort bittet man den Sender, die unbegründeten Vorwürfe zurückzunehmen und die falschen Informationen zu berichtigen.
Im Rollenspiel gebe es keine expliziten Darstellungen dieser Art, auch vollständig unbekleidete Charaktere seien dort nicht zu finden. Generell hätte man nichts in das Spiel eingebaut, was es nicht auch zur besten Sendezeit im Fernsehen zu betrachten gäbe. Außerdem richte man sich nicht an Kinder, schließlich habe das Spiel vom ESRB eine 17er Einstufung verpasst bekommen und werde auch dementsprechend beworben.
Die Berichterstattung sei eine Beleidigung jener Frauen und Männer, die jahrelang an dem Spiel gearbeitet hatten. Man sei sich bewusst, dass Videospiele dank ihrer wachsenden Beliebtheit immer stärker in den Fokus der allgemeinen Medien rücken würden, jener Bericht weise aber ein bisher noch nicht dagewesenes Maß an Rücksichtslosigkeit auf.
Mass Effect gehe inhaltlich nicht über das hinaus, was in auf Fox gezeigten Sendungen wie Family Guy oder The OC zu sehen sei - und die dürften zudem deutlich mehr Leute erreichen. Der Brief sei nicht als eine Androhung rechtlicher Schritte zu verstehen, man wolle nur an die Fairness der Fernsehmacher appellieren und bitte um eine Richtigstellung der Informationen, heißt es abschließend.
Fox News ist dem konservativen, republikanischen Spektrum zuzuordnen, hätte bei der Berichterstattung aber ohne Probleme mehr Sorgfalt walten lassen können: Der Sender gehört schließlich zu Rupert Murdochs News. Corp. Welche wiederum vor einigen Jahren mit dem IGN Network einen der größten Vertreter der Spielepresse für 650 Mio. Dollar übernommen hatte.
In der Diskussionsrunde - hier einsehbar oder als Niederschrift nachlesbar - war mit Geoff Keighley immerhin ein recht prominenter Spielejournalist vertreten, und schnell stellte sich heraus: Keiner der Anwesenden, Keighley ausgenommen, hatte Mass Effect je selbst gespielt.
Auch bei Electronic Arts wollte man die Kritik nicht einfach so hinnehmen und äußerte sich nun in einem offenen Brief zu den Vorwürfen. Dort bittet man den Sender, die unbegründeten Vorwürfe zurückzunehmen und die falschen Informationen zu berichtigen.
Im Rollenspiel gebe es keine expliziten Darstellungen dieser Art, auch vollständig unbekleidete Charaktere seien dort nicht zu finden. Generell hätte man nichts in das Spiel eingebaut, was es nicht auch zur besten Sendezeit im Fernsehen zu betrachten gäbe. Außerdem richte man sich nicht an Kinder, schließlich habe das Spiel vom ESRB eine 17er Einstufung verpasst bekommen und werde auch dementsprechend beworben.
Die Berichterstattung sei eine Beleidigung jener Frauen und Männer, die jahrelang an dem Spiel gearbeitet hatten. Man sei sich bewusst, dass Videospiele dank ihrer wachsenden Beliebtheit immer stärker in den Fokus der allgemeinen Medien rücken würden, jener Bericht weise aber ein bisher noch nicht dagewesenes Maß an Rücksichtslosigkeit auf.
Mass Effect gehe inhaltlich nicht über das hinaus, was in auf Fox gezeigten Sendungen wie Family Guy oder The OC zu sehen sei - und die dürften zudem deutlich mehr Leute erreichen. Der Brief sei nicht als eine Androhung rechtlicher Schritte zu verstehen, man wolle nur an die Fairness der Fernsehmacher appellieren und bitte um eine Richtigstellung der Informationen, heißt es abschließend.
Fox News ist dem konservativen, republikanischen Spektrum zuzuordnen, hätte bei der Berichterstattung aber ohne Probleme mehr Sorgfalt walten lassen können: Der Sender gehört schließlich zu Rupert Murdochs News. Corp. Welche wiederum vor einigen Jahren mit dem IGN Network einen der größten Vertreter der Spielepresse für 650 Mio. Dollar übernommen hatte.