Ubisoft

Über neues DRM-System *Update*

Schon vor geraumer Zeit hatte Yves Guillemot verlauten lassen, dass man bei Ubisoft an einem hauseigenen DRM-System werkelt. Mit Die Siedler 7 wird das neue System dann auch seine Premiere feiern. Bei Gamespy plauderte Brent Wilkinson über ein paar grundsätzliche Eigenschaften des Systems.

Der Vorteil: Nach der Installation werde man das Spiel ohne Disk im Laufwerk spielen können. Auch gebe es keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Zahl der Installationen eines Spiels. Und ähnlich wie bei der SteamCloud werden Speicherstände online abgelegt und stehen somit auch auf anderen Rechnern zur Verfügung.

Der Nachteil, der besonders Spielern zu schaffen machen dürfte, die gerne auch mal unterwegs mit dem Laptop daddeln: Jedes Spiel muss beim Start über den Ubi.com-Account authentifiziert werden. Ohne Anbindung ans Internet bleibt der Zugriff auf die Software verwehrt. Ein Offline-Modus, wie ihn zumindest einige Steam-Titel unterstützen, scheint derzeit nicht vorgesehen. Man sei überzeugt davon, dass die meisten Leute das OK finden, so Wilkenson. Die meisten Spieler seien stets an Netz angebunden.

Update: Wir haben bei Ubisoft nachgehakt und konkret gefragt, ob ein Spiel damit dauerhaft an einen Account gekoppelt wird und somit nicht einfach weiterverkauft werden kann - oder ob das Entkoppeln möglich sein wird. Die viel/wenig sagende Antwort:

"Das neue System erfordert einen Ubi.com-Account."

Update 2: Mittlerweile hat der Hersteller auch eine offizielle FAQ zur "Online Services Platform" ins Netz gestellt. Dort wird u.a. klargestellt, dass es keinerlei Offline-Modus gibt. Wer keine Anbindung ans Internet hat, kann das Spiel nicht nutzen. Auch heißt es dort: Sollte Ubisoft jemals einen Dienst für ein Spiel einstellen, so werde man einen Patch für das Spiel veröffentlichen, so dass das "Core-Gameplay nicht davon betroffen ist."

Was passiert, falls die Internetverbindung während einer Session verloren geht?

"If you lose your Internet connection the game will pause while it tries to reconnect. If the Internet Connection is unable to resume you can continue the game from where you left off or from the last saved game."

Die Internetverbindung müsse nicht nur beim Starten des Spiels bestehen - auch während des Spielens werde sie unabhängig vom gewählten Spielmodus (also auch Einzespieler) vorausgesetzt.

Speicherstände werden sowohl lokal als auch online abgelegt. Die Titel sollen noch mit den "langsamsten (A)DSL-Verbindungen spielbar" sein. Es werde keinerlei Dienst im Hintergrund werkeln, wenn der Nutzer gerade kein Spiel laufen hat. Einzig eine Anwendung zur Synchronisierung der Speicherstände werde kurz nach dem Beenden laufen. Die sei aber nicht versteckt und könne auch abgebrochen werden. Ein Programm, dass den Rechner überwacht, installiere man nicht. Ubisoft gebe auch keine Daten an Dritte weiter.

Im Gegensatz zur obigen Antwort eines Ubisoft-Sprechers heißt es in der FAQ auch eindeutig, dass das Weiterverkaufen eines Spiels "derzeit nicht möglich" ist. Der Großteil der kommenden PC-Titel Ubisofts werde das neue System nutzen.


Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Oimann schrieb:
    In ein paar Jahren wenn es flächendeckend highspeed-internet verbindungen gibt, werden Spiele nur noch per Stream angeboten. D.h. Wir bekommen keine Dateien mehr auf datenträger oder per Download, sondern zocken auf den Servern der Publisher. Dann hat sich das
     [...]
    Oimann schrieb:
    In ein paar Jahren wenn es flächendeckend highspeed-internet verbindungen gibt, werden Spiele nur noch per Stream angeboten. D.h. Wir bekommen keine Dateien mehr auf datenträger oder per Download, sondern zocken auf den Servern der Publisher. Dann hat sich das Raubkopiererproblem gegessen, die entwickler müssen sich bei der entwicklung nicht mehr an die leistungsfähigkeit von konsolen und der hardware der kunden orientieren, wir müssen uns keine teure hardware mehr kaufen, werden aber permanent online sein müssen beim zocken. Da is zwar noch alles in ferner (aber auch nicht all zu ferner) zukunft, aber kommen wird es...
    Und das wird dann der Zeitpunkt sein, an dem ich aufhöre zu spielen. Ist doch kein Akt. Die wollen halt mein Geld nicht und damit ist gut. Ich freue mich mal auf den Tag wo dann die Leute jammern, ich hätte aber gerne mal Spiel "A" gespielt, leider läuft das nicht mehr bei OnLive, sowas aber auch. Oder meinst die werden da ewig Spiele unterstützen?
  • Oimann schrieb:
    In ein paar Jahren wenn es flächendeckend highspeed-internet verbindungen gibt, werden Spiele nur noch per Stream angeboten. D.h. Wir bekommen keine Dateien mehr auf datenträger oder per Download, sondern zocken auf den Servern der Publisher. Dann hat sich das
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    Oimann schrieb:
    In ein paar Jahren wenn es flächendeckend highspeed-internet verbindungen gibt, werden Spiele nur noch per Stream angeboten. D.h. Wir bekommen keine Dateien mehr auf datenträger oder per Download, sondern zocken auf den Servern der Publisher. Dann hat sich das Raubkopiererproblem gegessen, die entwickler müssen sich bei der entwicklung nicht mehr an die leistungsfähigkeit von konsolen und der hardware der kunden orientieren, wir müssen uns keine teure hardware mehr kaufen, werden aber permanent online sein müssen beim zocken. Da is zwar noch alles in ferner (aber auch nicht all zu ferner) zukunft, aber kommen wird es...
    Gibts doch schon. Weiß nicht mehr die Website, aber es gibt eine Beta von genau sowas. Da wird ein extrem komprimierter Datenstream geschickt, mit keine Ahnung mehr 1280x768 Auflösung oder sowas, komplett auf dem Server gerendert etc und bei dir wird das nurnoch angezeigt. Dazu is halt ne schnelle Leitung von Nöten die es schafft genug Informationen durchzuschicken um das Bild und den Ton zu empfangen. Aber wenn man einmal auf dem Stand ist, wo es möglich ist, 1080p und Dolby komplett über die Leitung zu schicken, is doch danach eh alles egal. Dann muss man sich keine Gedanken mehr machen ob mein Rechner Cryses 3 anzeigen kann z.B. Dann reicht schon ne Onboard Karte die FULL-HD kann weil du das Bild ja nurnoch anzeigen musst und nix mehr berechnest.
  • In ein paar Jahren wenn es flächendeckend highspeed-internet verbindungen gibt, werden Spiele nur noch per Stream angeboten. D.h. Wir bekommen keine Dateien mehr auf datenträger oder per Download, sondern zocken auf den Servern der Publisher. Dann hat sich das Raubkopiererproblem gegessen, die  [...] In ein paar Jahren wenn es flächendeckend highspeed-internet verbindungen gibt, werden Spiele nur noch per Stream angeboten. D.h. Wir bekommen keine Dateien mehr auf datenträger oder per Download, sondern zocken auf den Servern der Publisher. Dann hat sich das Raubkopiererproblem gegessen, die entwickler müssen sich bei der entwicklung nicht mehr an die leistungsfähigkeit von konsolen und der hardware der kunden orientieren, wir müssen uns keine teure hardware mehr kaufen, werden aber permanent online sein müssen beim zocken. Da is zwar noch alles in ferner (aber auch nicht all zu ferner) zukunft, aber kommen wird es...