Gebrauchtspiel-Stellungnahme
Ein Interview mit Cory Ledesma schlug gestern reichlich hohe Wellen, nachdem der THQ-Mann mit Hinblick auf den "Premium Online Access" beim kommenden WWE SmackDown vs. Raw 2011
gesagt hatte, dass es ihm recht egal sei, ob sich Käufer einer Gebrauchtversion darüber aufregen. Der Second-Hand-Markt sei quasi Betrug am Hersteller, würde dieser doch keinen Cent daran verdienen.
Mittlerweile hat sich auch die Abteilung Schadenskontrolle zu Wort gemeldet in Form einer Pressemitteilung. Man bedauere die "Missverständnisse" hinsichtlich des Services sehr, "die im Zuge eines veröffentlichten Interviews vereinzelt für Unmut unter Fans und Spielern gesorgt" hätten. Gleichzeitig distanziere man sich "von den teilweise fälschlich und/oder unvollständig wiedergegebenen Aussagen, welche in den Foren und in der Presse seitdem kursieren."
In der Stellungnahme wird dann das wiederholt, was Danny Bilson gestern bereits im Wesentlichen gesagt hatte:
Das Wichtigste für uns ist, qualitativ hochwertige Spiele zu entwickeln. Solche, die sich die Spieler unbedingt kaufen wollen. Wenn der gesamte Erlös an den Machern dieser Spiele vorbeigeht, ist es schwierig, sie zu fördern und finanziell zu unterstützen. Das ist an sich eine einfache Rechnung.
Aber wir möchten in keiner Weise die Käufer gebrauchter Spiele bestrafen. Daher werden wir unter anderem Folgendes für sie tun: Für die Tatsache, dass ihnen für unseren Premium Online Access Kosten entstehen, schenken wir ihnen neue Download-Inhalte. Das heißt beispielsweise, dass wenn man unser kommendes WWE-Spiel gebraucht erwirbt, erhält man für ca. 10 Dollar nicht nur den besagten Zugang zu sämtlichen Online-Elementen des Spiels, sondern auch das erste DLC-Paket dazu.
Auf diese Wiese liefern wir den Gebrauchtspiel-Käufern Inhalte, die ihr Geld tatsächlich umso mehr wert sind. Wir versuchen stets, das Thema positiv zu gestalten. Jedoch müssen wir ebenso darauf achten, dass die neue Ware unsere Premiumware ist und die gebrauchte Ware eben gebrauchte bleibt. Wir müssen unsere Software entsprechend so gestalten, dass sie dies auch beweist.Wir nehmen dies alles sehr ernst, denn wir möchten unbedingt Spiele kreieren, die z.T. 30 Millionen Dollar oder mehr kosten und schlichtweg großartig sind. Nur wenn wir damit kein Geld verdienen, werden wir auf Dauer keine Unterhaltung von höchster Qualität mehr produzieren können.
Gleichzeitig möchten wir aber wir auch unsere eigenen Kunden nicht bestrafen. Daher arbeiten wir mit Hochdruck daran, jedem Spieler Inhalte zu liefern, die es sich zu holen lohnt. Wir möchten dabei jedem gerecht werden, so dass wir es schließlich nur mit zufriedenen Konsumenten zu tun haben - unabhängig davon, ob sie ein neues Spiel oder dessen gebrauchte Version kaufen.