Activision Blizzard

Bungie & Blizzard über Activision

Dass Bobby Kotick zumindest in gewissen Kreisen keine Beliebtheitspreise gewinnen wird, ist bestens bekannt. Der Geschäftsführer von Activision Blizzard, der durchaus auch gerne mal mit seinem Image kokettiert, sei aber ein umgänglicher Mensch, springt Mike Morhaime seinem Kollegen zur Hilfe. In einem MCV-Interview merkt der Blizzard-Präsident an:

"Ich habe den Vorteil, dass ich ihn persönlich kenne und viele lange und tiefgründige Gespräche mit ihm führe - also ist meine Sicht nicht auf ein paar aus dem Kontext gerissene Äußerungen beschränkt. Ich kann euch sagen, dass Bobby Blizzard schon immer sehr unterstützt hat und wir eine großartige Beziehung zu ihm haben. Ich denke nicht, dass das öffentliche Image, das einige Leute haben, fair oder zutreffend ist."

Auch Blizzard habe die Fusion von Activision und Vivendi Games - eigentlich eine Übernahme Activisions durch Vivendi Universal - befürwortet, weil man davon überzeugt war, dass Kotick die Werte des Studios versteht. Man habe geglaubt, dass sich die beiden Geschäftsbereiche gut ergänzen würden und keine Einschnitte hinsichtlich der kreative Autonomie des Teams drohen. Jene Einschätzung habe sich als richtig erwiesen.

Lobende Worte gibt es auch von Bungies Musikmeister Marty O'Donnell, der die Herangehensweise Activisions als "hands-off" beschreibt - der Publisher lasse das Studio also in Ruhe an seiner neuen Marke arbeiten. Kotick & Co. hätten nach Partnern Ausschau gehalten, die von der gelegentlichen finanziellen Unterstützung mal abgesehen eigenständig arbeiten können und im Bereich der Entwicklung keinerlei weitere Unterstützung benötigen. Momentan befinde man sich vielleicht noch in der Flitterwochen-Phase - grundsätzlich sei man aber überzeugt davon, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Nachdem Bungie sich zehn Jahre lang mit einer Serie (Halo) beschäftigt hat, habe man auch für das neue Projekt einen Deal angestrebt, der sich über einen derart langen Zeitraum erstreckt. Die Zahl der Publisher, die ein derartig großes Unterfangen wirklich zuverlässig stemmen können, könne man quasi an einer Hand abzählen, so O'Donnell.

Natürlich achte ein an der Börse notiertes Unternehmen letztendlich immer auf den Gewinn. Auch der Vertrag mit Bungie enthalte gewisse "Sicherheitsklauseln" für den Fall, dass das Projekt komplett gegen die Wand fährt. Es seien aber nicht mögliche Strafen, die Bungie motivieren, sondern die Aussicht, das "nächste große Ding" zu erschaffen. Sollte das nicht klappen, wäre schließlich keiner der beiden Parteien glücklich.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Linden schrieb:
    Pets und son Kram wandert doch nur zu kleinen Teilen in deren Tasche? Ist doch Teil ihrer Public Relations.
    Nicht ganz richtig. Das mit dem "Für den guten Zweck" war nur eine kurzfristige Aktion - vermutlich um diese Flames  [...]
    Linden schrieb:
    Pets und son Kram wandert doch nur zu kleinen Teilen in deren Tasche? Ist doch Teil ihrer Public Relations.
    Nicht ganz richtig. Das mit dem "Für den guten Zweck" war nur eine kurzfristige Aktion - vermutlich um diese Flames "Warum soll ich für ein Reittier 20? bezahlen?!?" ein wenig zu unterbinden. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe gingen aber nur 5? zum guten Zweck. Wenn man nun 20? - 19% MwSt rechnet und dann nochmal 5? für den guten Zweck abzieht bleiben immer noch 11,81? für Blizz bar auf die Kralle. Es ist ganz sicher für einen guten Zweck - nur welcher Zweck ist hier die Frage... :roll: Ich habe gerade nochmal auf der WoW-Shopseite nachgeschaut und dort ist nichts mehr vom guten Zweck zu lesen, also geht das Geld nun vollständig (abzgl. MwSt) in Koticks Tasche.
  • dcc schrieb:
    Freunde zeigen sich erst in harten Zeiten, nicht in Zeiten des Überflusses. Ich glaube nicht, dass Kotick sympatisch wäre, wenn er mit einer No-Name Firma reden müsste... Erst ist mehr der Teufel in Person, diesem ist alles wurscht solange das Spice fließt. Oder wie
     [...]
    dcc schrieb:
    Freunde zeigen sich erst in harten Zeiten, nicht in Zeiten des Überflusses. Ich glaube nicht, dass Kotick sympatisch wäre, wenn er mit einer No-Name Firma reden müsste... Erst ist mehr der Teufel in Person, diesem ist alles wurscht solange das Spice fließt. Oder wie Cartman sagen würde: "Gingers have no soul" ;) Seinen Freunden von Infinity Ward hat er Klagen hinterher geworfen ;D Ich achte mehr auf Taten, nicht auf Worte. Und diese decken sich bei Kotick einfach nicht, daraus ergibt sich] dito, klar kriecht kotick seiner eierlegenden wollmilchsau in den arsch. Solange WoW geld druckt ist er mit ihnen zufrieden und "unterstützt" sie natürlich (was gibts da denn noch zu unterstützen? klar sagt er zu ihnen "ihr macht das schon" wenn alles klappt). sobald aber die zahlen rot werden würden würden koticks rote hörner gleich wieder hervorschießen und der rotstift wird geschwenkt
  • Ich zitiere hier mal eine Dame aus dem Film "The Social Network" am Ende. Sie sagt in dem Film zu Marc Zuckerberg: "You are not an asshole Marc, but you try so hard to be one." So in etwa dürfte das hier der Fall sein...