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Activision: Zahltag für ehemalige CoD-Entwickler

Activision Blizzard (Unternehmen) von
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Noch immer liegt Activision Blizzard im Clinch mit einigen ehemaligen Mitarbeitern von Infinity Ward. Vor über zwei Jahren hatte der Publisher mit Vincent Zampella und Jason West seine bis dahin vermutlich höchstbezahlten Studio-Manager gefeuert. Dem Duo, das bis dahin Infinity Ward geleitet hatte, wurde vorgeworfen, es habe gegen seine Arbeitsverträge verstoßen und seinen Brötchengeber sabotieren wollen. 

Vor Gericht zog man dann auch noch Electronic Arts mit ins Scharmützel: Der Konkurrent habe Zampella und West schon seit einiger Zeit umworben und schließlich Pläne dafür geschmiedet, neben den beiden gleich noch deren liebste Kollegen zu verpflichten und Activision so zu schädigen. Die Mannen um Bobby Kotick forderten nicht weniger als 400 Mio. Dollar an Schadeneratz und Ausgleich für die entstandenen Kosten. Schließlich habe man nach dem Aderlass bei Infinity Ward neue Entwickler anheuern und außerdem noch Sledgehammer Games von seinem eigentlichen Projekt abziehen müssen, um die Produktion von Call of Duty: Modern Warfare 3 noch wie zeitlich geplant durchführen zu können. West und Zampella haben wiederum Activision verklagt und werfen dem Hersteller vor, selbst gegen die Verträge verstoßen zu haben.

Unabhängig von jenem Verfahren hatte allerdings eine Gruppe von 38 (teilweise: ehemaligen) Angestellten von Infinity Ward Activision verklagt: Der Publisher schulde ihnen noch Boni bzw. Gewinnbeteiligungen im Bereich von 75 bis 125 Mio. Dollar. Darüber hinaus fordert man Strafzahlungen in Höhe von 75 bis 500 Mio. Dollar für jenes Verhalten. Zuvor war bereits gemunkelt worden, dass der Publisher versucht hatte, ausstehende Prämien an einen Verbleib im Studio zu koppeln und so die Zahl der Leute zu minimieren, die ihren einstigen Chefs unmittelbar zu deren neuem Studio (Respawn Entertainment) folgen möchten.

Die Antwort des Herstellers: Man habe stets rechtskonform gehandelt - es gebe keinen Grund für die Klage. Man habe das Recht, den Umfang und die zeitliche Staffelung der Bonuszahlungen für Call of Duty: Modern Warfare 2 selbst festzulegen.

Activision zahlt (nicht genug)

Wie Polygon berichtet, haben Kotick & Co. jetzt wohl das Scheckbuch gezückt und einen Betrag von 42 Mio. Dollar überwiesen. Die Summe, bei der noch die üblichen fälligen Zinsen berücksichtigt wurden, folgt zusätzlich zu bereits früher ausgezahlten Prämien in Höhe von 22 Mio. Dollar.

Bruno Isaacs, der Anwalt der so genannten Infinity Ward Employee Group, bestätigte die Zahlung. Es handelt sich allerdings nicht um eine außergerichtliche Einigung - zufrieden ist man auf Seiten der Kläger nämlich nicht. Das Ganze sei nur ein zynischer Versuch Activisions, vor dem Beginn des Verfahren besser auszusehen. Der Betrag sei recht ordentlich - aber insgesamt nur ein kleiner Teil dessen, was man eigentlich anstrebt. Es sei außerdem unverschämt gewesen, die Entwickler so lange warten zu lassen. Der Vorgang zeige, dass Activision um seine Pflichten wusste und vertragsbrüchig geworden ist. Man habe nicht vor, auf das Verfahren zu verzichten.

Beide Parteien sollen im Laufe des Dienstags vor Gericht angehört werden.

Kommentare

DonDonat schrieb am
"Man habe das Recht, den Umfang und die zeitliche Staffelung der Bonuszahlungen für Call of Duty: Modern Warfare 2 selbst festzulegen." Sofern es denn auch so im Vertag mit den Mitarbeitern abgesprochen war/ ist....
Aber trotzdem: ich würde den ehemaligen Mitarbeitern von Infinity Ward den Sieg gönnen :)
Soraldor schrieb am
Ui ui ui, das Zücken des Scheckbuchs ist doch schon fast mit einem Schuldeingeständnis zu vergleichen. Das Verfahren erwarte ich dann doch mal gespannt.
Und wenn die Leistungen hzuvor ausgehandelt wurden, dann ist der Vertrag zu halten.
Neophyte000 schrieb am
Wenn ihnen die Zahlungen zustehen, dann sollen sie auch Klagen, wenn diese Zahlungen nicht geleistet werden.
Aber sollen sich Gerichte damit beschäftigen. Die haben hoffentlich alle Unterlagen um ein richtiges Urteil auszusprechen.
Kajetan schrieb am
Almalexian hat geschrieben:Aber das kommt eben dabei heraus, wenn man nicht Geld verdient, um Spiele zu machen, sondern Spiele macht, um Geld zu verdienen.
Schön gesagt :)
JunkieXXL schrieb am
Ja, Activision schuldet mir auch noch n paar Mellonen :D
schrieb am

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