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Activision Blizzard: Käufer gesucht?

Activision Blizzard (Unternehmen) von
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Vor vier Jahren und zwei Tagen vollzogen Activision und Vivendi Games ihre Hochzeit. Es handelte sich bekanntermaßen nicht um eine klassische Fusion: Im Rahmen eines von Bobby Kotick & Co. initiierten Unterfangens schluckte der Mutterkonzern von Vivendi Games, Vivendi Universal, quasi Activision und hält bis heute knapp 60 Prozent der Anteile am fusionierten Unternehmen.

Der Rest ist bekannt: Activision Blizzard ist heute der größte und mit Abstand umsatzträchtigste Dritthersteller, was sie natürlich der Call of Duty-Reihe, aber auch dem Teil von Vivendi Games zu verdanken haben, den Kotick seinerzeit primär im Blick gehabt hatte: Blizzard. Der Börsenwert beträgt derzeit 13,3 Mrd. US-Dollar. Zum Vergleich: Der größte Konkurrent des Publishers, Electronic Arts, ist derzeit 3,71 Mrd. Dollar wert.

Schon seit einigen Wochen wird allerdings gemunkelt, dass Vivendi Universal seine derzeit nicht allzu prächtige Bilanz aufbessern und sich von seinem Anteil trennen will. Trotz aller Einnahmen: Activision Blizzard wird nicht als Teil des Kerngeschäfts des französischen Medienkonzerns erachtet. Derzeit sei man auf der Suche nach Käufern, hieß es.

Mögliche Abnehmer

Reuters will von einigen Bankern aus dem Umfeld Vivendis die Namen einiger potenzieller Kandidaten für eine Übernahme erfahren haben. Dazu soll mit Microsoft angeblich einer der Konsolenhersteller gehören. Auch die Namen Time Warner und Tencent werden von der Gerüchteküche ins Spiel gebracht. Auf Seiten  der reinen Investmentspezialisten werden KKR, Providence und Blackstone genannt.

Bei Gamasutra hat man sich etwas mit den ersten drei Kandidaten auseinandergesetzt und etwas spekuliert. So wäre ein Deal mit Microsoft auf dem Papier eine tolle Sache für die Mannen um Steve Ballmer, hätte man eine Marke wie Call of Duty oder kommende Blizzard-Titel exklusiv auf der eigenen Konsole bzw. für Windows. Dagegen spricht aber, dass Microsoft derzeit mit dem Relaunch der Halo-Reihe und der Vorbereitung der nächsten Xbox ausgelastet ist. Bei Übernahmen habe man außerdem bisher eine durchwachsene Bilanz vorzuweisen - siehe etwa Rare. Last but not least: Bei Einnahmen müsste Activision Blizzard deutliche Einbußen hinnehmen, da man die Plattformen von Sony und Nintendo nicht mehr beliefern könnte. Auch könnte Microsoft mit einem derartigen Schritt andere Dritthersteller verprellen, zu denen man bisher eigentlich einen guten Draht gehabt hatte.

Tencent gehört zur Riege der aufstrebenden Hersteller aus dem asiatischen Markt und pflegt bereits geschäftliche Beziehungen zu Activision Blizzard: Das Unternehmen wird das für den asiatischen Markt konzipierte Free-to-play-Unterfangen Call of Duty Online betreiben. Tencent habe allerdings keinerlei Erfahrung im Retailbereich und außerdem in der jüngeren Vergangenheit bereits in den Geldbeutel gelangt, um Riot Games (League of Legends) aufzukaufen und einen Minderheitsanteil an Epic Games zu erwerben.

Time Warner hat bekanntermaßen mit Warner Bros. Interactive Pictures bereits eine eigene Spielesparte, zu der Monolith, TT Games (LEGO-Reihe) und Rocksteady (Batman: Arkham City) gehören. Die Filmsparte würde sich sicherlich darüber freuen, Zugriff auf Marken aus Activision Blizzards Portfolion zu haben - insgesamt dürfte ein solches Vorhaben dem Konzern aber vermutlich zu riskant erscheinen.

Es dürfte eher schwer werden für Vivendi Games, einen Käufer zu finden, der einen angeblich erhofften Erlös in Höhe von zehn Mrd. Dollar stemmen könne, mutmaßt das Magazin. Wahrscheinlich wäre dementsprechend eine andere Alternative: Der Konzern gliedert Activision Blizzard vollständig aus und bietet die Aktien auf dem freien Markt zum Verkauf an. Offiziell hat das französische Unternehmen die Verkaufsabsicht bis dato allerdings nicht verkündet.

Kommentare

Kajetan schrieb am
BattleIsle hat geschrieben:Er hat doch aber recht. Dein Geschreibe hat doch nicht viel damit zu tun, warum Vivendi jetzt sein Tafelsilber verkaufen möchte. Allein darum geht es doch. Die haben finanzielle Engpässe, also wird geschaut, was guten Ertrag bringt. Thats it.

Ich kann nur wiederholen ... da wird nix verkauft, um schnell Kohle in Kassen zu bekommen. Da wird verkauft, was kein Wachstumpotential mehr hat.
Ganz offiziell wurde das Engagement von Vivendi in ActiBlizz durch die Rating-Agentur Moody sogar als "Liability" bezeichnet. Als Hindernis, als Gefährdung für die künftige Entwicklung von Vivendi. Weil dort kein Wachstum mehr erwartet wird. Weil solider Gewinn für die Investoren nicht genug ist. Davon hat man als Investor nichts. Denn Dividende ist für diese Leute nur was für Opas, die sich die Rente aufbessern wollen.
JinRoh3181 schrieb am
@ Asura
Erwartest du da nicht etwas zu viel von den beiden?
Ansonsten ist der Post von Kajetan einer der möglichen Gründe mal sehen ob da noch was kommt und wer der Käufer wird. $ony, M$ und Nintendo sehe ich aber auch eher weniger als Käufer.
Asura schrieb am
Bin auf den falschen Knopf gekommen bitte den doppel post löschen
Asura schrieb am
M1L hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:...

Hört sich plausibel an.
Danke für diese Erklärung :D

Dem möchte ich mich anschließen. Warum Kajetan schon wieder auf derartiges unverständnis trifft ist mir unbegreiflich.
BattleIsle hat geschrieben:Er hat doch aber recht. Dein Geschreibe hat doch nicht viel damit zu tun, warum Vivendi jetzt sein Tafelsilber verkaufen möchte. Allein darum geht es doch. Die haben finanzielle Engpässe, also wird geschaut, was guten Ertrag bringt. Thats it.

Ähm geht er den nicht gerade in seinem ersten Absatz genau darauf ein?! Im Anschluss eine kleine Ausführung wie Investoren denken und in folgedessen eine Erklärung was Vivendi für ein Ziel verfogt und warum.
Eine nähre Ausführung was dir an Kajetan's Kommentar nicht gefällt/passt anhand seiner Argumente bzw einzelner Sätze wäre hilfreich, um zu verstehen auf was du hinauswillst bzw. was du zum ausdruck bringen möchtest. Oder einfach nur, um zu verstehen wie du denkst...
Selbiges würde ich mir von Creepwalker wünschen. Ansonsten hättet ihr nur heiße Luft verschossen und vollkommen an Kajetan's Kommentar vorbei geredet. Ich wüsste zumindest nicht wie man Kajetan's - Kommentar NOCH verständlicher formulieren könnte.
sourcOr schrieb am
Deimos hat geschrieben:
Gamefreakk hat geschrieben:10 Mrd. Dollar sollten für Microsoft doch "machbar" sein oder :)

Nach dem 6-Mrd.-Dollar-Online-Flop in diesem Jahr wohl nicht mehr, aber vlt. kann Sony ihnen das Sümmchen ja leihen. :P
Aber das wundert mich, dass Vivendi sich ausgerechnet jetzt von Activ-Blizz trennen möchte, schließlich steht mit Black Ops 2 DER Verkaufsrenner in den Startlöchern für das Weihnachtsgeschäft und auch Mists of Pandaria und Heart of the Swarm sind nicht mehr weit - beides dürfte den Wert von AB erst einmal nach oben schnellen lassen.
Oder brauchen sie das Geld so dringend, dass sie nicht noch die paar Monate warten können?

Ich glaube, das ist Vivendi herzlich egal, was ActiBlizz jetzt bald für Spiele auf den Markt werfen. CoD war schon immer umsatzträchtig, ob da jetzt im Herbst der nächste Ableger erscheint oder Peng. Dass damit wieder Milliarden in die Kassen gespült werden, ändert nichts daran, dass letztes Jahr auch eben "nur" Milliarden eingefahren wurden.
Muss man nicht umbedingt nachvollziehen können :Blauesauge:
schrieb am

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