Konsolen im Visier

Im Prozessor- und Grafikkartenbereich (Onboard-Grafikchips sei Dank) ist Intel der unangefochtene Marktführer - in den Konsolen jedoch sind hauptsächlich die Komponenten anderer Hersteller verbaut. So stammen die Grafikchips in Wii und Xbox 360 aus der mittlerweile zu AMD gehörenden GPU-Schmiede ATI, in der PS3 hingegen werkelt ein Produkt aus dem Hause nVidia. Bei den CPUs darf man sich vor allem bei IBM zufrieden die Hände reiben, ist "Big Blue" doch in allen drei Konsolen vertreten. (Der in der PS3 verwendete Cell fußt auf der PowerPC-Architektur und wurde seinerzeit in einem Joint-Venture mit Toshiba und Sony entwickelt.)

Bei den spieletauglichen Grafikchips wagt Intel nun einen neuen Anlauf, der sich hinter dem Namen Larrabee verbirgt. Die als Gegenentwurf zu den Entwicklungen von AMD/ATI und nVidia gedachte Architektur ist in einem x86-Oldie verwurzelt, dem guten alten Pentium. Dessen Struktur - hergestellt in einem neuen Fertigungsprozess und mit einem größeren Cache und einer neuen Vector-Unit ausgestattet - bildet die Grundlage des Multicore-Chipsatzes. Der wird initial wohl mit zehn Kernen daherkommen.

Intel verspricht dadurch eine deutlich größere Flexibilität, schließlich könne man Larrabee für allerlei Berechnungen verwenden. Außerdem habe man das Feedback vieler Spielehersteller und anderer Partner berücksichtigt, um das Ganze genau auf deren Bedürfnisse zuschneiden zu können. Wer sich nicht mit den Feinheiten des Chips auseinandersetzen will, könne diesen außerdem wie eine herkömmliche Grafikkarte über Schnittstellen wie DirectX oder OpenGL ansprechen. In einem Develop-Interview lässt Aaron Coday verlauten, dass man sich demnächst mit den Konsolenherstellern unterhalten wolle, um diese davon zu überzeugen, Larrabee für die nächste Generation ihrer Geräte zu berücksichtigen. Vor Kurzem war bereits im Forbes Magazine spekuliert worden, dass Intel Microsoft & Co. intensiver umwerben dürfte, um nVidia und AMD/ATI dort auszustechen.

Ein recht umfassender erster Überblick über Larrabee ist bei den Kollegen von Anandtech zu finden.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Die nächsten Konsolen (ich tippe mal bei M$ auf Ende 2011 und bei Sony auf Ende 2013) werden ohnehin sehr große HDD's haben, denn um die digitale Distribution kommt keiner mehr herum und spiele von der HDD zocken ist viel bequemer und kein Laufwek dürfte hier mehr stören. Die nächsten Konsolen  [...] Die nächsten Konsolen (ich tippe mal bei M$ auf Ende 2011 und bei Sony auf Ende 2013) werden ohnehin sehr große HDD's haben, denn um die digitale Distribution kommt keiner mehr herum und spiele von der HDD zocken ist viel bequemer und kein Laufwek dürfte hier mehr stören. Die nächsten Konsolen werden bestimmt 1GB RAM für die GPU haben und nochmal 1GB für die CPU. M$ wird 100%ig wieder auf die Unified-Architecture setzen, denn diese Technik ist in der Praxis am besten und ermöglicht den Programmierer eine menge Flexibilität.
  • Ich sehe das ähnlich wie Hotori, wäre der Arbeitsspeicher die Öse gewesen, die das System hemmt, dann hätte man sicherlich ohne Große Probleme einfach mehr spendiert. Einfach mal so ins blaue geraten...
  • Konsolen brauchen auch nicht so viel Arbeitsspeicher, was ihnen fehlt ist vor allem Grafikspeicher und da ist man beim PC gerade erst bei 1GB angelangt. Der PC braucht vor allem mehr Arbeitsspeicher, weil im Hintergrund auch noch das OS und andere Programme laufen, sowas hat man bei der Konsole nur  [...] Konsolen brauchen auch nicht so viel Arbeitsspeicher, was ihnen fehlt ist vor allem Grafikspeicher und da ist man beim PC gerade erst bei 1GB angelangt. Der PC braucht vor allem mehr Arbeitsspeicher, weil im Hintergrund auch noch das OS und andere Programme laufen, sowas hat man bei der Konsole nur sehr bedingt. Das Problem der aktuellen Konsolen ist einfach, dass sie etwas zu früh kamen um von den günstigen RAM Preisen heutzutage profitieren zu können.